Warum wir immer wieder nach Mallorca fliegen

14 Millionen Touristen kommen jedes Jahr nach Mallorca, die Deutschen stellen davon mit 4 Millionen Besuchern mit Abstand den größten Anteil. Was fasziniert uns so an Mallorca?

 

Deutsche Touristen lieben Mallorca mit seinen Stränden, der Natur und den Städten.
Deutsche Touristen lieben Mallorca mit seinen Stränden, der Natur und den Städten.

Foto: imago/Westend61

Malle ist wirklich für alle

Vom Last-Minute-Hotel (30 Euro pro Woche) bis zur Luxusvilla am Meer (3.000 Euro pro Tag) – bei keinem anderen Reiseziel liegen superbillig und superteuer (räumlich) so nah beieinander. Auf Mallorca findet sich für jeden Geschmack und Geldbeutel die richtige Unterkunft – ganz gleich, ob du Pauschalurlaub im Strand-Resort vorziehst, Boutique-Hotels in den Bergen oder eine Finca mit eigenem Pool. Dabei lassen Remmidemmi und Massentourismus am Ballermann weite Teile der Insel unberührt – auch in der Hochsaison findest du im Inneren Mallorcas Einsamkeit, Ruhe und Naturidylle pur. 

 

Zum Greifen nah

Kein langer Flugstress, kein Umsteigen und am Zielort ein Flughafen, der (bislang) auch dem größten Touristenansturm gewachsen ist. Von München aus fliegst du gerade mal zwei Stunden bis nach Palma, von Hamburg aus dauert es gut 30 Minuten länger. Da lohnt sich sogar ein verlängertes Wochenende. Flüge nach Mallorca sind auch in der Hauptsaison meist kurzfristig und zu vertretbaren Preisen buchbar, schließlich starten und landen dort in der Hauptsaison bis zu 100 Flugzeuge pro Stunde. 

 

300 Sonnentage im Jahr

Wärme-Garantie, Sonne satt und das glitzernde Mittelmeer locken in den großen Ferien Millionen Deutsche auf die Balearen-Insel. Doch auf Mallorca herrschen nicht nur im Sommer, sondern bereits ab April und bis Ende Oktober angenehme Temperaturen. Selbst die Winter sind so mild, dass dann viele auf der Insel dem nasskalten deutschen Schmuddelwetter entfliehen und ganz in Ruhe die Reize Mallorcas genießen. 

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Herrliche Natur

Mallorca ist viel mehr als Sand und Wellen: Im Norden und Nordwesten liegt der parallel zur Küste verlaufende Gebirgszug Serra de Tramutana – ein Paradies für Wanderer und Mountainbiker. In majestätischer Ruhe und nahezu alpiner Landschaft rückt jeder Aussichtspunkt die Insel buchstäblich in ein neues Licht. Auf engen, gewundenen Straßen erreichst du per Auto malerische Bergdörfer wie Galilea, Esporles oder Fornalutx, das zweimal zu „Spaniens schönstem Dorf“ gewählt wurde.

In der Inselmitte finden sich zahlreiche Fincas, eingebettet in eine sanfte, hügelige Landschaft voller Olivenhaine, Felder und Orangenplantagen. Und auch im flachen Süden gibt es viel Ursprüngliches zu entdecken, Stichstraßen führen hier immer wieder zu Küstenorten, in denen es auch in der Hochsaison vergleichsweise beschaulich zugeht.  

 

Großartige Küche

Auch wenn vor allem an den Touristen-Hotspots Schilder mit deutscher Beschriftung locken, solltest du im Urlaub mal auf Schnitzel oder Bratwurst verzichten. Denn die mallorquinische Küche ist nicht nur abwechslungsreich, sondern vor allem richtig lecker.

Die Bandbreite reicht von deftig-rustikalen Fleischgerichten (Spanferkel) bis zu frischem Fisch vom Grill und Seafood-Variationen. Außerdem locken auf der Insel und insbesondere in Palma  zahllose Tapas-Bars mit unwiderstehlichen Appetithäppchen. Frittierte kleine Sardinen, Hackfleischbällchen in Tomatensauce, mit grobem Meersalz gebratene Paprikaschoten und dazu ein Glas Inselwein – fertig ist der perfekte Urlaubsgenuss.  

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Pulsierendes Nachtleben

Nein, es muss nicht immer der Ballermann oder das Oberbayern sein. Wenn es Nacht wird auf der Insel, ist Palmas Altstadt der spannendste Ort. Ab etwa 22 Uhr pulsiert dort das Leben in den historischen Stadtvierteln Santa Catalina und La Lonja mit ihren zahlreichen Bars und Open-Air-Restaurants.

Um Mitternacht verlagert sich die Szene dann an den Paseo Maritimo und in dessen Clubs und Discotheken wie das legendäre „Tito’s“ oder das „Pacha“.

In Magaluf feiern die Briten, bis der Arzt kommt, in Cala Ratjada ist der Keobs Disco Nightclub eine Institution und in Puerto Pollensa kommt man um die Chivas Discotheque nicht herum.

Als der Ort mit dem höchsten VIP- und Glamour-Faktor gilt Puerto Portals mit seinem Jetset-Hafen und Designer-Boutiquen. Hier werden im Sommer schon mal Brad Pitt, Jim Carrey, Paris Hilton oder Bill Gates gesichtet. 

Die Strände

Die größte Balearen-Insel hat mehr Strände, als sich in einem Urlaub erkunden lassen: Kilometerlange Strandabschnitte (Es Trenc, Platja de Muro), kleine Buchten (Cala de Moro!) oder Strände, die von steilen Klippen gesäumt sind (Platja des Coll Baix). Menschenleere Strände sind auf Mallorca während der Saison eigentlich nur vom Boot aus zu erreichen.

Aber es gibt auch noch ein paar Geheimtipps – zum Beispiel Cala Sa Nau, ein nur 35 Meter breiter, 80 Meter tiefer Naturstrand an der Ostküste, an dem vor allem Einheimische im flachen, türkisen Wasser baden. 

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Der Charme von Palmas Altstadt

Die 50 Hektar mit verwinkelten Gassen, versteckten Shops, kleinen Bars und großen Palästen gehören zu den schönsten Altstadt-Vierteln im mediterranen Raum. Hier lässt man sich am besten treiben und erkundet das Quartier mit dem mittelalterlichen Grundriss entspannt zu Fuß. Der Jugendstil etwa, auf Mallorca „Modernismo“ genannt, lässt sich in seiner beeindruckendsten Form im einstigen Gran Hotel an der Placa Weyler besichtigen, das mittlerweile zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Einzigartig in der Altstadt sind auch die Patios, die zauberhaften Innenhöfe der großen Stadthäuser.

Praktisch: Auch die Haupteinkaufsstraßen liegen in der Altstadt oberhalb der Kathedrale. Die prestigeträchtigsten Einkaufsstraßen der Insel sind Avenida Jamie III und Paseo Borne, aber auch in den umliegenden engen Gässchen gibt es etliche Boutiquen mit verführerischen Auslagen. 

 

Perfekte Infrastruktur

Autofahren auf Mallorca ist einfach: Hier gibt es gut ausgebaute Autobahnen und Landstraßen, eindeutige Beschilderungen, und wenn du dich verfährst, kommt nach ein paar Hundert Metern garantiert der nächste Kreisverkehr.

Auch beim Einkaufen müssen Urlauber keine Abstriche machen. Die größten deutschen Discounter unterhalten etliche Filialen auf der Insel, dazu gibt es spanische Supermercado, die von Wein bis zu edlem Schinken keine Wünsche offen lassen. Wer ein besonderes Mitbringsel sucht, wird in den zahlreichen Leder-Outlets in Inca in der Inselmitte garantiert fündig. 

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Paradies für Sportler

Surfen, Tauchen, Kiten, Schnorcheln, Beachvolleyball, Wandern, Radsport, Tennis, Golfen, Klettern, Segeln, Reiten – es gibt kaum eine Sportart, die auf Mallorca nicht angeboten wird. Der Schwerpunkt liegt naturgemäß auf Angeboten rund um das Meer: Zahlreiche Marinas, Surf- und Kite-Läden sowie ein großes Angebot an Kursen machen die Insel zum Dorado für Wassersport-Fans.

International bekannt ist Mallorca seit vielen Jahren auch für seine Radsport-Szene. Ob im ambitionierten Team oder als Paar auf geliehenen Rädern, hier findet jeder Radler seine Lieblingsstrecke. Immer beliebter wird Sport in den Bergen. Im Tramutana-Gebirge locken Trails, Trekking, Mountainbiking und Canyoing. Für Golfer ist Mallorca ebenfalls eine große Spielwiese: 18 Plätze bieten Kurse für jedes Handicap. 

 

Grenzenloser Freizeitspaß

Wem es am Strand auf Dauer zu langweilig und im Inselinneren zu heiß ist, der findet auf Mallorca eine ganze Reihe erstklassiger Freizeitparks, die meist auf die ganze Familie zugeschnitten sind. Die drei großen Wasserparks (Aqualand S’Arenal, Western Park in Magaluf und Hidro Park in Alcudia) lösen mit ihren rasanten Wasserrutschen vor allem bei jüngeren Besuchern Begeisterung aus. 

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Das Aquarium in Palma ist nicht nur an Schlechtwetter-Tagen einen Besuch wert, neben Haifütterungen und spektakulären Aquarien kann man hier in einem Becken mit Rochen tauchen. Wer es etwas ruhiger mag, ist im Naturschutzgebiet La Reserva und seiner üppigen Vegetation, vielen Tierarten und Kletter-Attraktionen richtig aufgehoben. 

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Die Autorin
Schon mit 15 Jahren flog Bruntje Thielke für zwei Monate nach Nicaragua, wo sie unter abenteuerlichen Verhältnissen bei einer 11-köpfigen Familie wohnte. Die Reisefreude und Abente ... mehr
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