San Francisco: 5 Orte, die Locals empfehlen

Golden Gate Bridge, Union Square – doch abseits der Touristenströme verbirgt sich das wahre San Francisco. Mit diesen 5 Tipps von Locals lernst du die Stadt der 42 Hügel ganz anders kennen.

Street-Art und Graffitis bestimmen das Stadtbild San Franciscos.
Street-Art ist typisch für San Francisco: In Teilen der USA verpönt, ist sie hier nicht mehr wegzudenken.

Foto: imago/McPHOTO

Wer an San Francisco denkt, dem kommen die typischen Postkartenmotive in den Sinn: Die Golden Gate Bridge oder sich gemütlich in der Sonne aalende Seelöwen am Pier 39 am Fisherman‘s Wharf. Must sees für jeden Besucher. Doch abseits der Touristenströme verbirgt sich das wahre San Francisco, und auch Altbekanntes lässt sich auf neuen Wegen mit ganz anderen Augen sehen. 

1. Wandern auf dem Coastal Trail

Mitten in der Wildnis – und doch ganz nah an San Franciscos Zentrum: Das ist der Coastal Trail, der Küstenwanderpfad im Nordwesten. Während das Leben in der Innenstadt, etwa im Downtown-Viertel und im Mission District, pulsiert, scheint an der Westküste die Zeit fast stillzustehen. Das Brechen der Wellen an den Stränden des Sunset-Viertels übertönt die  Geräuschkulisse der Stadt. Hier regieren die Surfer – Touristen sind dagegen ein seltener Anblick. 
Am berühmten Golden Gate Park beginnt die etwas andere Wanderroute. Am Ende des etwa dreistündigen Marschs entlang schmaler Pfade an steilen Küstenabhängen wird man mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt: Der freie Blick auf die Golden Gate Bridge. 

Tipp: Die Metrolinie N fährt direkt von Downtown in das Sunset-Viertel. Die Wanderroute beginnt an der Endhaltestelle. Die Metrofahrt geht quer durch die Stadt und gibt einen hervorragenden ersten Eindruck. 

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2. Twin Peaks

Die Stadt der 42 Hügel zu besuchen und nicht auf den zwei höchsten Erhebungen gewesen zu sein, das geht nicht. Der lange Anstieg lohnt sich: Vom Gipfel aus hat man einen Rundumblick auf die Stadt, die Bucht und noch weit darüber hinaus. Die Twin Peaks, auf Deutsch 'Zwillingsgipfel', liegen mitten in San Francisco fast am Ende der Market Street – der Hauptverkehrsader. 

Der Weg ist das Ziel: Wer zu Fuß unterwegs ist und nicht gerade neben der vielbefahrenen Straße spazieren möchte, der kann über die Edgewood Avenue einen kleinen Pfad durch die grüne Natur nehmen. 
Zugegeben, auf dem Eureka-Gipfel, mit Blick auf Downtown und zur Golden Gate Bridge, tummeln sich die Touristen, dafür ist es auf dem südlichen Noe Peak ruhiger. 

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3. Dolores Park

Der Dolores Park, mitten im Mission District, ist der Ort zum Abhängen in San Francisco. Die Parkanlage zieht sich am Abhang eines imposanten Hügels entlang und bietet einen großartigen Blick auf die Wolkenkratzer in Downtown und auf die dahinter liegende Bucht. Jeden Tag tummelt sich hier eine bunte Schar von Menschen: Latinos, die überwiegend im Mission-Viertel wohnen, Hipster, Obdachlose, die im Rasen nach Jointstummeln suchen, Künstler, junge Familien und alte Menschen, die neben den „edibles“-Verkäufern  – meistens haben sie Marihuana-Muffins und THC-Lollis im Angebot – sitzen. Nirgends ist die die Identität der Multikulti-Stadt so offensichtlich wie auf diesem Stück Hügel. Und genau diese Mischung macht den Dolores Park ebenso für Touristen wie auch für Locals so beliebt.

Tipp: Nicht weit vom Dolores-Park befindet sich das älteste Gebäude der Stadt. Die Mission Dolores zu Ehren von Franziskus von Asissi wurde 1776 gegründet und hat seitdem allen schweren Erdbeben standgehalten. 

 

4. Street-Art an der Mission

Wie viele Stadtteile von San Francisco hat auch die Mission eine ethnisch vielfältige Geschichte. Sie war immer ein Stadtteil der kleinen Leute, wurde ursprünglich von italienisch- und irischstämmigen Amerikanern bewohnt. Heute ist die Mission als das Latino-Viertel bekannt. Entlang der quirligen Straßen reihen sich Gemüsehändler, Thrift Shops (Second-Hand-Läden), Pfandhäuser und Taquerias aneinander. Und immer wieder begegnen einem bunt bemalte Wände. Die Mission ist ein wahres Mecca der amerikanischen Street-Art. 

Mehr als 200 Wandmalereien werden allein vom Künstlerkollektiv Precita Eyes Mural Center erhalten, das am Wochenende Touren durch das Viertel veranstaltet. Die Malereien erzählen Geschichten vom Leben auf der Mission, zeigen die Heimat der unterschiedlichen Menschen, die dort leben, und sind zugleich politische Statements. 

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5. Die Wellenorgel an der Bucht

Die Wellenorgel ist ein Musikinstrument, das von der Bucht selbst gespielt wird. Am äußersten Punkt des Jachthafens am Marina Boulevard ragen 25 Orgelpfeifen aus PVC und Zement ins Meer. Je nach Gezeiten und Wellengang dringt dann das Wasser unterschiedlich ein und erzeugt ein sanftes musikalisches Rauschen.

Das ungewöhnliche Musikinstrument wurde 1986 nach einem Konzept des Künstlers Peter Richards erbaut.

 

Alles auf einen Blick

 

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Die Autorin
Halb deutsch, halb peruanisch – ganz Journalistin. Andrea Brack pendelt zwischen Ländern und Kulturen und findet, dass ein gut gedeckter Tisch Menschen verbindet. Ihr Reise-Credo: ... mehr
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