Surfen: Die wichtigsten Begriffe | reisereporter.de

Vom Line Up bis zum Take Off - die wichtigsten Surf-Begriffe

Die ganzen Artikel zum Surfen werfen bei dir Fragen auf? Dann findest du hier die Erklärung vieler Begriffe, die gerade für Surf-Anfänger interessant sind.

Bunte Surfbretter stehen am Strand
„Wir sehen uns dann im Line Up, Dude!”

Foto: pixabay.com/JPataG

Beachbreak

Wenn du mit dem Surfen anfängst, sind die Wellen meist noch ein Rätsel für dich. Du fragst dich, woher die Surfer wissen, wo sie sich positionieren können und wie das mit dem Groundswell überhaupt funktioniert. Der Begriff Beachbreak bezieht sich auf den Untergrund, auf dem die Welle bricht. Beim Beachbreak ist damit der Sandstrand gemeint. Vorteile bietet der sandige Boden für Anfänger, die im Weißwasser das Stehen üben und häufig vom Brett ins flache Wasser fallen. Allerdings verändern sich die Sandbänke, an denen die Wellen brechen und wechseln bei einem großen Swell die Position. Dadurch verschiebt sich auch ständig der Punkt, an dem die Wellen brechen.

Zwischendurch: Ein Tipp zum Flug

Wenn du stolzer Besitzer eines Surfboards bist und dein nächster Surfurlaub besser mit dem Flugzeug zu erreichen ist, solltest du dich vor der Wahl der Fluglinie über die Gebühren für die Mitnahme von Boards informieren. Bei Emirates sind Surfbretter zum Beispiel  im Freigepäck enthalten.

Grip

Ohne Grip auf dem Brett – also Haftung für den Stand – wirst du es kaum schaffen, stabil auf dem Brett zum Stehen zu kommen und das Brett ansatzweise zu lenken. Dafür gibt es Wachs, das du auf die Oberfläche deines Brettes streichst.

 

Durchtauchen

Wenn du als Anfänger noch im Weißwasser geübt hast, das nah am Strand ist, kommt irgendwann der Punkt, an dem du dich auch an einer ungebrochenen Welle probieren willst. Dafür musst du meist durch ein paar Sets brechender Wellen durch, um hinter den Punkt zu kommen, an dem die Wellen anfangen zu brechen. Geübte Surfer tauchen dafür unter den Wellen durch, sodass sie nicht wieder von der Welle zurückgeworfen werden.

2 weeks ago I was duckdiving in the Maldives #throwback #duckdive #maldives #surfing ???? @wavedecor

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Grüne Welle

Diese Welle ist quasi die ungebrochene Welle, die sich langsam am Horizont von einer kleinen Unebenheit zu einer immer weiter wachsenden Welle aufbaut. Diese erreicht an einem bestimmten Punkt ihre Spitze und beginnt dann, zu brechen. Danach verläuft sie sich im Weißwasser. Das Reiten einer grünen Welle ist quasi Lektion 2, da du dafür schon sicher aufstehen können musst und auch das Paddeln gut beherrschen solltest. Wenn du deine erste grüne Welle geritten bist, möchtest du wahrscheinlich in deinem Leben nichts anderes mehr tun.

Ein weiterer Tipp. Thema: Haie!

Wer kennt sie nicht, diese Szene, in der die nichtsahnende Schwimmerin von einem Hai angegriffen wird? „Der weiße Hai” und viele weitere Filme tragen zu dem Mythos um den Erzfeind der Badelustigen bei. Aber die Wirklichkeit sieht ganz anders aus, denn eigentlich ist der Mensch der größere Feind für den Hai. Tragische Unfälle passieren immer wieder (2015 wurden 9 Menschen von Haien getötet), aber eine tatsächliche Angriffslust leben die Haie am Menschen nicht aus. Eigentlich machen sie Jagd auf Robben. Sollten sich in der Nähe deines Surfspots gerade viele davon tümmeln, such dir einfach einen anderen Ort. Einen Menschen auf einem Surfbrett mit einer Robbe zu verwechseln - noch dazu, wenn der Robben-Geruch in der Luft liegt - ist für den Hai schnell geschehen.

Übrigens: Jährlich sterben mehr Leute beim Erstellen von Selfies als durch Haiangriffe.

Line Up

Das Line Up ist quasi eine Reihe an wartenden Surfern, die möglichst nacheinander die ankommenden Wellen reiten. Der Grund dafür, dass sie sich alle an diesem einen Punkt aufhalten, liegt an der Beschaffenheit des Untergrunds. An bestimmten Stellen befinden sich beispielsweise Sandbänke, die die Wellen zum Brechen bringen. Deshalb brechen die Wellen dann auch mehrmals hintereinander an der gleichen Stelle. Allerdings kann sich sandiger Boden auch schnell umformen und der Peak – der Punkt, an dem die Welle zu brechen beginnt – verschiebt sich.

Always waiting for something. #thejetty #surflineup #surfing #roamfree

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Crowded

Wenn du den Begriff „crowded Line Up“ hörst, geht es darum, dass ziemlich viele Surfer auf ihren Brettern im Wasser an dem Punkt warten, wo die Welle bricht. Wenn viel los ist, kann es oft zu Missverständnissen darüber kommen, wer die nächste Welle reiten darf und das ist häufig Auslöser für Streitereien. Wenn du keine Lust auf eine überfüllte Surfsession hast, solltest du dir ruhigere Spots suchen oder zu den Randzeiten ins Wasser gehen. Gerade als Anfänger hast du es oft schwer genug, dich auf alles zu konzentrieren und dann auch noch abzuschätzen, ob du dem entgegenkommenden Surfer gerade im Weg bist, ist auch Übungssache.

 

Leash

Die Leash ist eine Leine, mit der du dein Brett an deinem hinteren Standbein befestigst. Sie hält dein Brett nah bei dir, wenn du ins Wasser gefallen bist. Sie schützt damit auch gleichzeitig andere Surfer vor frei herumtreibenden Brettern, die durchaus eine Gefahr darstellen können. Wichtig: Wenn du vom Brett gefallen bist und es wieder zu dir heranziehen willst, nimm nicht die Hand. Diese könnte sich in der Leash verfangen und wenn gleichzeitig noch eine Welle über dir bricht, kann das schmerzhaft werden. Zieh das Brett stattdessen durch eine schnelle Beinbewegung zu dir zurück.

Neo

Der „Neo" oder lang Neoprenanzug ist vor allem in kalten Gewässern wie Nord- und Ostsee unabdingbar. Er stellt nicht nur einen Kälteschutz dar, sondern schützt dich als zweite Haut auch vor scharfen Muscheln am Riff. Für die Wahl eines Neoprenanzugs lässt du dich am besten von einem Fachhändler beraten. Dabei ist nämlich nicht nur die richtige Größe tricky (ja, die sind immer so eng), sondern auch die richtige Dicke des Materials. Außerdem hast du die Wahl zwischen kurzen oder langen Ärmeln, kurzen oder langen Hosenbeinen sowie Reißverschluss hinten oder vorne. An vielen Surfspots bieten sich auch Neoprenschuhe an, die einen Schutz vor steinigem oder scharfem Untergrund darstellen. Tipp: Lass dir beim Kauf deines Neos den Kleiderbügel mitgeben. Diese sind meist etwas stabiler und brechen nicht durch, wenn du deinen nassen Neo aufhängen willst. Zum Trocknen ist es allerdings besser, ihn in der Mitte gefaltet über die Mittelstange des Bügels zu hängen, weil die Last dann besser verteilt ist. Für die längere Lagerung, z.B. über den Winter, solltest du ihn zusammenrollen: Beim Kopf beginnend, zu den Füßen rollen. Wenn du ihn zusammenlegst, bilden sich schnell „Bruchstellen“, an denen er dann womöglich reißt.

 

Offshore Wind

Wenn der Wind ablandig weht, also vom Land kommend und aufs Meer treffend, bedeutet das für die brechenden Wellen eine Lebensverlängerung. Denn der Wind hält die Wellen noch ein Stück länger davon ab, zu brechen. Das gilt zumindest für alle offenen Meere, da die Wellen hier durch Groundswell entstehen. An einem Binnenmeer wie der Ostsee, entstehen Wellen meist nur durch viel Wind, der auf die Küste weht (onshore).

Peak

Der Peak ist die Spitze der Welle. Wenn diese überschritten wurde, bäumt sie sich nach vorne und beginnt zu brechen. Der Peak ist also die Eingangstür zur Welle für den Surfer. Die Surfer im Line Up versammeln sich deshalb immer um diesen Punkt herum.

Paddeln

Das Paddeln ist – gerade für Anfänger – ein begrenzender Faktor, da es ungewohnte Bewegungen sind und dadurch Muskelgruppen beansprucht werden, die du sonst nicht so intensiv benutzt (Trizeps!). Eine gute Vorbereitung für den Surfurlaub sind deshalb Trockenübungen für die Arme oder viele Bahnen Kraulen im Schwimmbad. Das Paddeln benötigst du, um ins Line Up zu gelangen. Wenn du noch Anfänger bist, dann hältst du dich meist noch im flachen Wasser auf, wo du noch stehen kannst. Dann kannst du auch dein Brett im Laufen wieder weiter hinausschieben. Dadurch hast du auch am Anfang mehr Ausdauer, um das Aufstehen zu üben, denn schlaffe Arme sind hier sehr hinderlich.

 

Reef(-break)

Damit ist ein Muschelriff gemeint. Hier solltest du immer einen Neo mit langen Hosenbeinen tragen, da die Muscheln oft sehr scharfkantig sind und dich schneller als gedacht verletzen können. Gleiches gilt natürlich für das Schuhwerk. Ein Muschelriff hat zudem auch andere Welleneigenschaften als ein Sandstrand. Da das Riff nicht veränderlich ist, brechen die Wellen – aus gleicher Richtung kommend – immer an demselben Punkt. Das macht die Orientierung für Anfänger leichter.

Set

Unter einem Set verstehen Surfer eine Reihe an Wellen, die mit gleichbleibendem Abstand brechen. Zwischen den Sets ist das Meer auch mal ruhig. Dieser Zeitpunkt eignet sich zum Rauspaddeln, da du nicht durch so viele brechende Wellen musst.

 

Shorty

Der Shorty ist ein kurzer Neoprenanzug, den du im Sommer oder in wärmeren Gewässern tragen kannst. Allerdings Vorsicht im Muschelriff: Hier solltest du besser die langbeinige Version anziehen.

SUP

Diese Surfart erfreut sich vor allem in letzter Zeit großer Popularität. Hier stehst du von Anfang an auf dem großen und breiten SUP-Brett und bewegst dich mit einem Paddel fort. Du kannst mit dem SUP sowohl richtig wellenreiten als auch genüsslich bei ausbleibenden Wellen von A nach B paddeln.

Summer vibes #nelsonshines

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Swell

(Ground)swell entsteht durch Tiefdruckgebiete auf offener See. Dort drücken diese Stürme aufs Meer, die dann ihre Kreise ziehen – wie ein Stein, der ins Wasser fällt. Die Wellen wandern dann unter Wasser immer weiter, bis sie auf eine Sandbank oder ein Riff stoßen und durch das flacher werdende Wasser an der Oberfläche sichtbar werden. Diesen Groundswell gibt es meist nur an frei liegenden Küsten wie in Portugal, Spanien, Westfrankreich oder im Südwesten Englands (Cornwall, Wales). An der Ostsee hingegen entsteht wenn, dann nur sog. Windswell durch starken, auflandigen Winde.

Spot

Als Spots werden Orte bezeichnet, an denen gute Surf-Bedingungen herrschen.

Take Off

Damit wird das Aufstehen auf dem Brett bezeichnet, das genau im richtigen Moment in der grünen Welle passieren muss, da sonst die Welle einfach unter dir durchrollt. Dabei ist auch wichtig, dass du schnell genug paddelst, um die Energie der Welle mit aufzunehmen.

 

Vorfahrtsregeln

Um Streitereien und schlechte Laune im Wasser zu vermeiden, gibt es ein paar Vorfahrtsregeln, die du beachten solltest.

Weißwasser

Mit Weißwasser ist das Auslaufen der Welle an den Strand gemeint. Die Welle ist schon längst gebrochen und sprudelt als weißes Wasser. Dennoch haben auch diese Wellen noch Energie in sich, die dich in Bewegung versetzt. Zum Üben des Aufstehens vom Brett eignet sich das Weißwasser deshalb hervorragend, weil du einerseits nicht so viel paddeln musst und du andererseits nah am Strand bist.

 

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