Hamburg: Sonnabend vertrödeln in 9 Schritten

Vom Frühstück bis zum Mettbrötchen um Mitternacht: Wie du in Hamburg einen Sonnabend ganz entspannt dahin tröpfeln lassen kannst, verraten wir dir hier in 9 einfachen Schritten.

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Foto: pixabay.com/ klaushh

1. Frühstück bei Frau Larsson

Wenn du lecker und richtig reichlich frühstücken möchtest, gibt es in Hamburg einige Adressen. Sehr idyllisch ists aber bei Frau Larsson in Hamburg Winterhude! Hier gibts leckeres, schwedisches Frühstück bis Brunch, mit allen möglichen Köstlichkeiten und das auch noch zu fairen Preisen. Aber: Bilder sagen mehr als tausend Worte!

 

2. Wochenmarkt am Goldbekufer

Wenn du dann satt und zufrieden bist, musst du dich nur wenige Meter weiter rollen: Der Wochenmarkt am Goldbek-Ufer liegt auf deinem Weg Richtung U3 und ist auf jeden Fall einen Schlender-Gang wert! Zahlreiche tolle Gemüse- und Kräuterstände locken mit ihren frischen Waren und bringen dich in Versuchung, schon wieder über Essen nachzudenken. Du hältst dich aber in Richtung Borgweg und lässt Currywurst und Co. links liegen.

 

3. Trödelmarkt an der Feldstraße

Mit der U3 fährst du Richtung Landungsbrücken (nicht Richtung Barmbek) bis zur Haltestelle Feldstraße. Von hier gehts nach oben: Du kommst direkt neben dem Eingang zum Dom raus (dazu aber später mehr). Überquere die Straße und halt dich schräg links. Dann stehst du bereits auf dem Trödelmarkt an der Feldstraße. Hier gibt es allerlei Klüngel, tatsächlich intakte Markensonnenbrillen zu zugegeben recht stolzen Preisen, jede Menge Trödel, aber auch das ein oder andere Stöber-Schnäppchen. Lass dir einfach Zeit und guck dich in Ruhe um!

 

4. Elbfahrt nach Ovelgönne

Weiter gehts zu den Landungsbrücken und von dort aus mit der Fähre nach Ovelgönne an den Elbstrand. Die Fähre ist Teil des HVV-Verbundes, also kannst du einfach mit deinem Bahnticket an Bord gehen und mitfahren. In Ovelgönne angekommen, kannst du dir entweder ein Getränk in der Strandperle genehmigen oder die Schuhe ausziehen und ein bisschen am Strand entlang durchs Wasser laufen. Wenn du gut zu Fuß bist, geh' doch mal ins Treppenviertel in Blankenese. Das gewährt dir noch einmal einen ganz anderen Blick auf Hamburg! 

 

5. Abendessen im Marend

Die Liebe zum Marend habe ich auch erst vor kurzem für mich entdeckt und möchte sie deshalb so schnell wie möglich verbreiten: Das Marend liegt direkt gegenüber vom Dom-Eingang an der Feldstraße und beschreibt sich selbst mit den bescheidenen Worten "Tiroler Küche". Übersetzt heißt das: Hier gibt es die besten, leckersten, schmackhaftesten selbstgemachten Klöße der Welt. Dazu ein frischer Salat, etwas geriebener Parmesan... Mmmh! Besonders empfehlenswert: Wenn du mit einer Begleitung da bist, bestellt euch die Rote-Beete-Knödel und die mit Spinat. Oder die mit Käse. Egal! Hauptsache ist: Tauscht einen Kloß aus. So könnt ihr beide beides probieren. Wenn du daraufhin in Versuchung kommst, auch noch die dritte Kloß-Variante auszuprobieren: Warum nicht? Die Preise sind mit 8-9 Euro pro Gericht voll im Rahmen!

Knödelorgie ???? #marend #welovehh #knödel #almdudler #Tirol #hamburg #wieimhimmel

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6. Schlendern durch die Schanze

Jaja, die Schanze. Wo früher Anarchie, Autonomie und alternativer Lebensstil an der Tagesordnung waren, hat es sich heute alles auf den 1. Mai reduziert. Inzwischen regiert nur noch eine Lebensform die Schanze: Yuppies. Ist aber nicht schlimm, denk ich mir. Bin ja selber einer.

Wenn du dich davon also nicht abschrecken lässt, kannst du die Schanze und besonders das Schulterblatt genießen. Gut, Läden wie die Katze oder das Goldfischglas sind auch mir persönlich zu viel des Guten, aber direkt ums Eck im Berliner Betrüger hab ich mich eigentlich immer sehr wohl gefühlt! Hier gibt es gutes Bier zu fairen Preisen und Moscow Mule sowie Gin-Tonic mit Markenalkohol für um die 6 Euro. Das ist für die Schanze ein Schnapper!

Übrigens: Einfach so zum Gucken und "Cornern" wie es auf Hipster-Deutsch jetzt so schön heißt, eignet sich die Schanze perfekt. Menschen beobachten mit Kioskbier – nicht die schlechteste Abendgestaltung.

 

7. Dom – egal ob Frühling, Sommer oder Winter

Der Dom ist natürlich Anziehungspunkt für alle Bevölkerungsschichten. Aber genau das macht ihn ja so reizvoll: Hier kommt seit Jahren zusammen, was sonst eher nicht zusammen gehört: Normalos und menschliche Kuriositäten. Ein Schlender-Spaziergang mit Flaschenbier und gebrannten Mandeln ist also Pflicht! 

 

8. Ein bis zehn Getränke in der Möwe Sturzflug

Praktisch: Wenn du vom Marend aus über den Dom gegangen bist, stehst du schon fast vor der Möwe. Naja nicht ganz. Aber es sind wirklich nur noch wenige Meter! Die Möwe (Sturzflug) ist eine nette kleine Eckbar, die es noch gar nicht sooo lange in Hamburg gibt. Hier gibts schnell und unprätentiös servierte Cocktails und Longdrinks zu studentischen Preisen. Besondere Empfehlung: Der Möwenschiss! Ein Kümmelschnaps als Kurzer, mit einem Pumpernickel auf dem Glas, darauf ein "Möwenschiss" aus Meerettich! Klingt komisch, ist aber köstlich! Das Ambiente ist geprägt von Shabby-Chic und Techno-Klängen.

Fundstück vom gestrigen Abend. Niederlagen feiern will gelernt sein.;) #mövenschiss #latergram

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9. Pflichttermin in Erikas Eck

Zum Abschluss gibts noch einen Hamburger Klassiker: Erikas Eck.

Bei Erikas Eck gibts jede Nacht um 12 frische belegte Brötchen. Egal ob Mettbrötchen, Rührei-Brötchen oder Brötchen mit frischen Roastbeef: Bei Erika ist alles frisch und hausgemacht und dazu auch noch verdammt günstig! Für das halbe Brötchen zahlst du 1 Euro. Praktisch: Erikas Eck ist ein typischer Taxifahrer-Treff. Du kommst von hier also oft ganz entspannt nach Hause. Guten Appetit und gute Nacht!

 

Wenn du wissen willst, was du ausgerechnet im verregneten Herbst in Hamburg machen kannst, guck doch mal hier vorbei:

Hamburg: Die 8 besten Schietwetter-Aktivitäten

 

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Der Autor
Medien-Nerd und Sneakersammler, sprich' mich auf Barcelona an, wenn du Fernweh-Monologe ertragen kannst. Mit mir kann man kochen und dabei über Gott und die Welt und Kneipenkultur ... mehr
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