272 Millionen Euro. Das war der Anteil an den Gesamtkosten der Elbphilharmonie, den die Stadt Hamburg, Stand 2007, eigentlich zahlen sollte. Eine stattliche Summe, bei der es, wie wir heute wissen, nicht blieb.
In den Nachverhandlungen waren es im Dezember 2012 schon 575 Millionen Euro. Aber damit nicht genug. Am 23. April 2013 verkündete Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz, dass der Bau die Steuerzahler rund 789 Millionen Euro kosten werde.  

#teuer #elbphilharmonie #hamburg #steuerverschwendung

A photo posted by Jens Wahnsinn (@jenswahnsinn) on

Auch der Fertigstellungstermin verschob sich mehrfach. Eigentlich sollte die Elbphilharmonie schon 2010 fertig sein. Die technische Bauabnahme war aber erst jetzt am 31. Oktober. Die ging zur Abwechslung problemlos über die Bühne. Insgesamt 866 Millionen Euro hat die Elbphilharmonie gekostet. Eröffnet wird das Gebäude nun am 11. Januar 2017. 

Hamburgs neues Wahrzeichen?

Das wird sich erst noch zeigen. Das Drama um die hohen Kosten müssen die Hamburger aber sicher noch etwas sacken lassen. Nach dem Schock könnte die Begeisterung für die Elbphilharmonie allerdings gewaltig in die Höhe steigen. 
Auf rund 1.700 Stahlbetonpfählen ist mitten im Strom der Elbe ein Gebäudekomplex entstanden, der neben drei Konzertsälen auch ein Hotel, 45 Wohnungen sowie eine 360 Grad Aussichtsplattform in luftiger Höhe beinhaltet: die Plaza. 

In der Glasfassade spiegelt sich die Stadt Hamburg.
In der Glasfassade spiegelt sich die Stadt Hamburg. Foto: Michael Zapf

Elbphilharmonie-Plaza

Stadt und Hafen zusammen kannst du nirgends so eindrucksvoll erleben wie hier. Die Plaza bietet den Besuchern auf 37 Metern Höhe ein einzigartiges 360-Grad-Panorama. Die Aussichtsplattform ist mit etwa 4.000 Quadratmetern fast so groß wie der Rathausmarkt. Und das Beste: Ab dem 5. November kannst du dir vor Ort selbst ein Bild machen. Dann wird die Elbphilharmonie-Plaza eröffnet. 

Von der Plaza aus hast du eine fantastischen Blick auf die Stadt und den Hafen.
Von der Plaza aus hast du eine fantastischen Blick auf die Stadt und den Hafen. Foto: Michael Zapf

Die Glasfassade ist ein Meisterwerk der Ingenieurskunst

Die schillernde Glasfassade der Elbphilharmonie lässt die HafenCity im neuen Glanze erstrahlen. Dafür sorgen rund 1.100 Fensterelemente, die jeweils zwischen vier und fünf Metern breit und über fünf Meter hoch sind. 
Die Glasscheiben wurden bei 600 Grad Celsius auf den Millimeter exakt gebogen und mit reflektierenden Punkten bedruckt, damit sich das Gebäude bei strahlendem Sonnenschein nicht zu sehr aufheizt. Gleichzeitig entstehen Spiegelungseffekte. Die gesamte Fassade ist mit circa 16.000 Quadratmetern so groß wie zwei Fußballfelder. 

Die Glasfassade der Elbphilharmonie erstrahlt im vollen Glanze.
Die Glasfassade der Elbphilharmonie erstrahlt im vollen Glanze. Foto: Maxim Schulz

Elbphilharmonie: Ein technisch anspruchsvolles Projekt  

Das Herzstück der Elbphilharmonie ist zugleich eine der spannendsten baulichen Herausforderungen Europas gewesen: Ein Konzertsaal von Weltklasse auf einer Höhe von 50 Metern mit 2.100 Plätzen, der aus Schallschutzgründen vom restlichen Gebäude entkoppelt ist. Unter Experten gilt die Elbphilharmonie als ein Gesamtkunstwerk aus Architektur, Musik und der einzigartigen Lage am Hafen.