Luxus-Lifestyle in Barcelona: Hotels, Essen, Autos

Herbstblues, Wintertristesse, nenn' es wie du willst! Mich jedenfalls zog es deshalb spontan für einen Tag in den Süden, genauer gesagt nach Barcelona, um die letzten europäischen Sonnenstrahlen zu erhaschen.

Graffiti vs. Luxusauto: Ein schöner Kontrast.
Urbane Kultur und Luxus-Sportwagen: Nicht die schlechteste Kombination für einen schicken Auftritt!

Foto: Audi Deutschland

Ankunft und „Mietwagen"

24 Stunden Barcelona also, spontan entschlossen und einfach weg – vom grauen Deutschland in die Hauptstadt Kataloniens. Netter Nebeneffekt, aber „nicht urlaubsentscheidend" ;-) : Mein Job als Auto-Journalistin brachte mich in die glückliche Lage, dass Audi mir einen R8 Spyder für den Tag bereitstellte.

Am Flughafen El Prat angekommen, steige ich in den R8, der einem schon beim Anlassen das sichere Gefühl gibt alles richtig gemacht zu haben: Wir reden von 24 Stunden in und um Barcelona, bei Sonne, katalanischem Flair, Tapas und ... nun mal eben in einem Supersportwagen ohne Dach.

Barcelona: Kult und Kultur

Barcelona zählt zu einer der weltweit bedeutendsten kulturellen Metropolen: Die Anzahl der Sehenswürdigkeiten und touristischen Highlights ist gewaltig! Ausgrabungen aus der Römerzeit, beeindruckende gotische Bauwerke, katalanischer Jugendstil oder weltberühmte Museen und pittoreske Parkanlagen. Ein Highlight: Gaudís unvollendete Sagrada Família, an der seit 1882 gebaut wird. Am besten beginnst du eine Entdeckungstour durch Barcelona am Verkehrsknotenpunkt des Plaça de Catalunya.

Eyecatcher: Mit dem Spyder fällt man im Straßenbild von Barcelona auf.
Begehrende Blicke: Mit einem Sportwagen wie dem Audi R8 fällt man im von Rollern geprägten Straßenbild ordentlich auf. Foto: Audi Deutschland

La Rambla – Potpourri aus Eindrücken

Auch wenn die Flaniermeile nur etwas mehr als einen Kilometer lang ist: Auf diesem kurzen Weg zwischen der Plaça de Catalunya und dem Hafen zeigen sich die verschiedenen Gesichter der Stadt, hier können Sie Atmosphäre und Lebensrhythmus, Geschichte und Zukunft Barcelonas spüren. Unablässig bevölkert ein bunter Menschenstrom die Rambla. Hausfrauen und hastende Angestellte, Straßenmusiker und Kulturinteressierte, Opernbesucher und Obdachlose, Prostituierte, Kartenleger und Taschendiebe - die Rambla ist Bühne und Zuschauerraum zugleich. Zu beiden Seiten des baumbestandenen Flanierstreifens mit seinen Porträtmalern, Zeitungs-, Blumen- und Vogelverkäufern herrscht Verkehrschaos, durch das Ober mit akrobatischer Geschicklichkeit Tabletts balancieren. Auf der Rambla werden Kunstausstellungen organisiert, Touristen geneppt und die Siege des F.C. Barcelona bejubelt. Historische Gebäude stehen neben heruntergekommenen Hotels und luxuriösen Herbergen, modernistische Palais und Jugendstilläden neben geschmacklosen Fastfoodlokalen und kitschigen Souvenirshops.

Enge Gassen, hohe Häuser: Das Barri Gòtic in Barcelonas Altstadt.
Typisch für Barcelona: Die engen Gassen im Barri Gòtic,dem gotischen Viertel. Foto: Audi Deutschland

Vom Restaurant elBulli zum Tickets

Da der Mensch schließlich auch essen muss, lege ich einen kleinen Pitstopp im hippen Tickets ein. Im Sommer 2011 hat das wohl berühmteste Restaurant der Welt, das elBulli seine Türen geschlossen. Seit da lebt die Küche von Ferran Adrià in Form von Tapas in Barcelona weiter. Von aussen wirkt die Bar wie ein Kino. Plakate kündigen den Film an, der hier gedreht wird: "La Vida Tapa" – das Leben, eine Tapa. Über den roten Teppich schreitet man zur Billettkasse, über der groß "Tickets" leuchtet. Karten kann man hier jedoch keine kaufen. Einlass gewährt der Türsteher nur denen, deren Namen auf der Reservierungsliste steht. Im Innern eine Showküche, mehrere Bars und Stände. Die Gäste sitzen auf Gartenstühlen oder an Hochtischen. Es braucht einige Zeit, bis wir uns auf der unübersichtlichen Karte zurechtfinden. Wir ordern zum Auftakt Tapas, die mit elBulli gekennzeichnet sind. Von den sphärischen Oliven und Erdnüssen können wir nicht genug kriegen und bestellen nochmals eine Runde. Die Artischockenböden mit Wachtelei und Lachsroggen sowie das gefüllte Cornet mit Thunfischtatar überzeugen nachhaltig. Schön fürs Auge und geschmacklich ein weiteres Highlight: "Buey de Mar" ein Cannellono aus Avocado gefüllt mit Krabbenfleisch. Danach eine Portion köstlich marinierter Gänseleber. Zum Abschluss: lauwarmes Mandelküchlein mit flüssigem Kern und Himbeersorbet. Jeder einzelne Gang war ein Genuss – unser Gaumen hat im Laufe des Abends mehrere Saltos gemacht. Ein tolle Adresse für Foodies.

Streetart und Graffiti überall: Barcelona ist noch immer eine Künstler-Hochburg.
Graffitis wohin das Auge sieht: Streetart dominiert das Straßenbild von barcelona. Foto: Audi Deutschland

Hafenrundfahrt und Gondelbahn

Eine andere, aber nicht weniger interessante Art, den Hafen zu besichtigen, stellen die so genannten Golondrinas dar. Das sind kleine Boote, die an der Moll de les Drasannes in der Nähe des Monuments für Christoph Kolumbus ablegen und mit denen man eine Hafenrundfahrt machen kann. Von der Aussichtsplattform des Monument a Colom 43 kann zudem die gesamte Küstenlinie überblickt werden. Alternativ zu den Booten gibt es außerdem eine Gondelbahn (Telefèric de Montjuïc), die das ganze Hafenbecken überspannt. Sie verläuft zwischen der Torre de Sant Sebastián in Barceloneta und Miramar am Fuße des Montjuïc und bietet eine atemberaubende Aussicht.

Nicht nur Hafen-Romantik: Der Strand von Barceloneta

Barcelona ist eine Metropole am Meer und bietet seinen Besuchern auch einen schönen vier Kilometer langen Sandstrand, der direkt an das Viertel Barceloneta grenzt. An dem künstlich angelegten Platja gibt es alles was das Herz begehrt: Meer, Sand, Palmen, Wellen und eine schöne Promenade, Passeig de Marítim, die zum Flanieren einlädt. Der Badestrand ist sehr beliebt, aber dennoch sauber und ordentlich, da er regelmäßig gereinigt wird. Mehrere Skulpturen verschönern den Anblick, die vielen Läden versorgen die Besucher mit den kleinen Notwendigkeiten und auch Duschen stehen zur Verfügung.

Lieber Sportwagen als Seilbahn: Nach einem Stop am Hafen geht es Richtung Lloret de Mar.
Kurzer Stopp am Hafen, dann geht es weiter Richtung Lloret de Mar. Foto: Audi Deutschland

Hafenrundfahrt und Gondel sind nett – aber ein Sportwagen ist netter

Klar, Barcelona ist schön und aufregend. Aber ich hab da schließlich noch ein kleines Gimmick, das ich über dem Trubel der Stadt fast vergessen hätte: den R8. Also geht es raus aus dem Verkehrs-Moloch der Metropole. Endlich testen was in meinem Boliden steckt. Mit 540 PS und offenen Dach ist der Supersportler schon recht auffällig, deshalb gibt es für mich nur ein Ziel: Party-Hochburg Lloret de Mar. Sorgenfrei, leicht und mit einem Lächeln auf den Lippen rausche ich die Serpentinen des Hinterlands hinauf. 

Ab gehts in die Berge! Mit frischem Wind um die Nase und Bleifuß.
Offene Haare ohne Dach: Nicht empfehlenswert auf Dauer, aber muss einfach sein! Foto: Audi Deutschland

Nach ausgiebiger Testfahrt ab ins Hotel

Nach dem Ausflug geht es zurück nach Barcelona. Und dort wartet ein weiteres Highlight: Kaum eine architektonische Stilrichtung hat das Stadtbild von Barcelona so geprägt wie die des Modernisme – des katalanischen Jugendstils. "El Palauet" ist ein modernismisches Bürgerhaus aus dem Jahre 1906 und heisst "kleiner Palast". Privatsphäre wird gross geschrieben und nur ein diskreter Schriftzug weist daraufhin, dass sich hier ein kleines Suiten-Hotel versteckt. Hinter der reich verzierten Fassade mit Erker und Balkongittern aus Schmiedeeisen lässt man das geschäftige Treiben des Passeig de Gràcia hinter sich und taucht ein in ein intimes Refugium. Über die Eingangshalle gelangt man in zwei herrschaftliche Salons mit hohen Decken, prächtigen Stuckaturen, Säulen und Holztäfer. Der Nostalgielift bringt die Gäste zu ihren Suiten, die ganz in Weiss gehalten sind, um nicht vom Wesentlichen – den imposanten Decken abzulenken. Wer katalanischen Modernismus und Design vom Feinsten mag, wird das "El Palauet" lieben. Möbel von Eames, Citterio und Saarinen, Bäder von Philippe Starck, edle Stoffe und moderne Küchen verleihen den Suiten einen zeitgenössischen Touch. Perfekt für Familien und alle, die einen längeren Aufenthalt in Barcelona planen.

Die Stadt der 1000 Bars: Barcelona.
Auch typisch für Barcelona: Kleine Läden und Bars, einfach ins Untergeschoss der Häuser gebaut. Foto: Audi Deutschland

Fazit: Und wäre es nur eine Stunde, die ich für diese Stadt hätte: Ich würde sie mir nehmen. Barcelona hat einen unglaublichen Flair, tolle Menschen und der Sich-Treiben-Lassen-Faktor ist immens.

Mehr Infos zu Bars, Restaurants und Kultur sowie echte Insider-Tipps findest du hier:

Barcelona: Nightlife und Essen

Barcelona: 11 Insider-Tipps

Kultur in Barcelona

Barcelona: Die 4 wichtigsten Stadtteile

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Die Autorin
Seit über zwanzig Jahren arbeitet die Münchnerin in den Medien, erst als TV-Redakteurin weltweit, jetzt als Print-Journalistin mit eigenem Redaktionsbüro in Hamburg. Autos, Schnel ... mehr
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