Barcelona: Nightlife, Bars und Essen | reisereporter.de

Barcelona: 7 Tipps für Nightlife und Essen

Barcelona hat nachts ein zweites Gesicht: Wer einmal da war weiß, was gemeint ist! Die Rollläden der Bars öffnen sich, die Menschen strömen auf die Straße – das Nachtleben beginnt. Hier kommen 7 Tipps für dich!

Eine typische Bestellung in der Xampanyeria: Cava und Tapas.
Eine typische Bestellung in der Xampanyeria „Can Paixano": Cava Rosat, El Viejo mit Jamón Serrano, Croquetas und Queso.

Foto: Jochen Heimann

1. La Malandrina

„Fleiiiiiiiiissschhhhhh!" ist das Motto der Malandrina. Das uruguayanische Steakhaus gibt alles, um die Fleischeslust seiner Gäste zu befriedigen. Die Qualität dabei passt. Die Malandrina wird wenn dann von Einheimischen besucht, deshalb handelt es sich hierbei um einen echten „Straßentipp“.

Soll heißen: Es gibt bessere, schickere Steakhäuser in Barcelona, aber dieses ist hier echt. Das Fleisch ist perfekt auf den Punkt gebraten und die selbstgemachten Salsas vorweg sind köstlich! Esst euch aber auf keinen Fall am Brot mit der Salsa satt, denn diese Location ist für den großen Hunger bestimmt: Die hier angebotene gemischte Fleischplatte reicht locker für zwei Personen mit normalem Hunger. Sie besteht aus einem Ribeye Steak vom Rind, Lammmedaillons, einem Hühnerbrust-Filet und hausgemachten Würsten, sowie Pommes, Kartoffelsalat oder Salat als Beilage. Besonders die zwei verschiedenen hausgemachten Würste sind geschmacklich einfach eine echte Erfahrung!

Meine Empfehlung: Bestell dir das ganze am besten mit Salat. Dann hast du mehr von den leckeren Dips zum Brot vorweg und kannst das Fleisch noch mehr genießen. Die Malandrina ist recht schwer zu finden –man läuft gern vorbei. Es gilt also: Augen auf! Es lohnt sich.

#Parrillada de Carne

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2. Can Paixano – La Xampanyeria


Die Xampanyeria. Klein. Extrem lebendig. Einer der besten Plätze in Barcelona und vermutlich auf der Welt.

Folgender Plan: Du gehst gegen 13 Uhr nach Barceloneta, sonst wird es zu voll. Dann ab an die Theke und eine Flasche Cava bestellen. Du hast die Wahl zwischen Rosat, Selecte oder El Viejo. Der Rosat ist sehr lieblich, er gehört aber mindestens einmal bestellt, wenn du die Bar richtig kennenlernen willst. Der El Viejo ist die trockene Variante, der Selecte ist mein persönlicher Favorit: Halbtrocken und sehr süffig.

Zu der Flasche musst du zwei Tapas bestellen – am besten ohne dass man dich dazu auffordert. Hier ist die Plata de Xorico Mixta, also die gemischte Chorizo Platte zu empfehlen, genau so wie Jamón serrano (meint Serrano Schinken), Croquetas (hausgemachte Kroketten, gefüllt mit Käse und Hühnchenfleisch) und Boquerones Vinagre (Sardellen in Vinaigrette), sowie der Queso (Manchego-Käse).

Die Bocadillos (belegte Brötchen mit Xorizo und Co.) sind auch alle großartig! Keine falsche Scheu bei der Bestellung: Du kannst hier auch einfach auf einheimische Studenten / Barbesucher zugehen und dir eine Auswahl bestellen lassen, wenn du dich unsicher fühlst. Ich nehme immer das mit Morcilla, der katalanischen Blutwurst.

Hast du deine Bestellung dann beendet, landest du pro Flasche und inklusive der Tapas vor 17 Uhr (solange gilt das Angebot) bei sagenhaften 11-12 Euro. Ab 17 Uhr gibt es keine Flaschen mehr, sondern den Cava nur noch glasweise bei einem Preis von 90 Cent bis 1,10 Euro. Das Prinzip der "Zwangsbestellung" bei den Tapas hat übrigens seine Begründung darin, dass die Xampagneria kein Ort sein möchte, an dem man sich sinnlos betrinkt. Du sollst den Tag und das leichte Leben genießen, aber nicht exzessiv konsumieren. Behalte diesen Umstand im Hinterkopf und benimm dich entsprechend. Das Leben hier ist entspannt, die Leute tolerant und offenherzig. Ballermann-Gegröle oder anderes unpassendes Verhalten, sind einfach fehl am Platz und zerstören die Stimmung. Der ein oder andere (oft britische) Gast wird deshalb auch schon einmal des Ladens verwiesen. In der Straße vor der Xampanyeria wird das öffentliche Alkoholverbot in Spanien übrigens von einem Bar-eigenen Security strikt durchgesetzt.

Tipp: Im hinteren Teil des Ladens ist der Fabrikverkauf. Hier gibt es alles, was du im Laden bestellen kannst auch haltbar verpackt zum Mitnehmen. Das beinhaltet auch alle Cava-Sorten. Inzwischen sprechen übrigens alle Mitarbeiter im Laden relativ gut englisch. Besonders an der Theke des Fabrikverkaufs.

PS: Solltest du geneigt sein, ein wenig Cava mit nach Hause zu nehmen – die maximale zollfreie Ausfuhrmenge der EU liegt bei 60 Litern Schaumwein-Getränken. Der Kofferraum wird also einmal voll.

 

3. Rita Rouge

Das Rita Rouge ist eine entspannte kleine Bar im Raval, bei der man für einen kurzen Nachmittagssnack perfekt einkehren kann. Hier gibt es leckere Kleinigkeiten, doch das Tartar ist besonders empfehlenswert: Günstig und verdammt gut! (kostet um die 9 Euro.) Dazu „una clara“: das katalanische Alster, zubereitet aus Moritz oder Estrella, dem lokalen Biersorten und echtem Zitrussaft (Orange oder Zitrone). Kein Vergleich zu unserem Alster!

 

4. Taberna Blai Tonight

Bei der Taberna Blai Tonight im Raval ist ein Pflichtbesuch fällig. Hier gibt es die sogenannten Pinchos, kleine Baguettes belegt mit allen Köstlichkeiten der Region – und das bedeutet hier tatsächlich Köstlichkeiten!

Du gehst einfach zum Tresen in der Bar, bedienst dich selbst und nimmst deine Kostbarkeiten mit zu deinem Platz. Die Abrechnung findet über die Spieße in den Pinchos statt: Verschiedene Farben haben verschiedene Preise. Die extravaganteren Pinchos, zum Beispiel belegt mit Ziegenkäse, kandierter Walnuss, Feige und Honigsoße, kosten dabei erschreckende DREI Euro! Die normalen, zum Beispiel mit Tomaten-Aioli, Xorizo und Piemento (kleine grüne Paprika) belegt, kosten 1 Euro. Am Ende gehst du einfach mit deinen gesammelten Spießen zur Kasse, bezahlst, das wars.Mit Getränken (Cava, Bier, Softdrinks) landest du so meist bei maximal 15 Euro und bist pappsatt und hast meist einen leichten Schwipps.

Die Atmosphäre vor den Pincho Bars ist unvergleichlich und die Carrer de Blai ist voll davon – du hast also die freie Auswahl!

 

5. Nou Candanchu

Nou Candanchu liegt mitten im Gracia am Placa de la Vila de Gracia und ist mein absolutes Lieblingsrestaurant in Barcelona. Hier gibt es authentische, katalanische Küche in superangenehmen Ambiente. Der Platz drum herum ist abends belebt, aber auf keinen Fall anstrengend oder stressig und ist dazu noch sehr schön beleuchtet.

Die Kellnerin mit den leicht punkigen Haaren (wenn sie noch da ist) spricht übrigens perfekt deutsch, da sie in Deutschland studiert hat. Man muss sich also beim Bestellvorgang keinen abbrechen, sondern kann, ganz ohne unhöflich zu wirken, einfach auf deutsch bestellen. Auf Plätze musst du, besonders im Sommer, öfters mal ein wenig warten. Dann einfach in die Schlange neben den Außenplätzen einreihen oder diese eröffnen!

Im Nou Candanchu kann übrigens bedenklos die gesamte Karte querbeet bestellt werden, alles ist gut. Im Zweifel frag' einfach nach Empfehlungen der Küche. Ich würde dir, auch wenn du dem skeptisch gegenüber stehen solltest, die Morcilla (katalanische gebratene Blutwurst) empfehlen, die hier ganz hervorragend zubereitet wird: In Apfelzwiebeln, mit einem Hauch Zimt und Piment.

Für einen Verdauungsspaziergang eignet sich übrigens der Weg in den nahen Parc Güell, der besonders nachts noch einmal einen anderen, wunderschönen Blick über Barcelona garantiert.

Getting started for the night.

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6. Peix d‘Or

Peixd‘Or liegt im Stadtteil Exaimple und ist, wie der Name schon sagt, ein Fischrestaurant (und ein ganz besonders gutes noch dazu).

Hier geht es eher ums Mittagsgeschäft: Du kommst rein, suchst dir an der Kühltheke frischen Fisch in der Auslage aus und dieser wird dann sofort für dich zubereitet – mit der Beilage, die du dir wünscht. Wenn du draußen sitzen möchtest, zahlst du etwas mehr, da im Peix d'Or eigentlich kein Service angeboten wird. Die Bedienungen sind hier nicht besonders freundlich. Wir haben deshalb drinnen gesessen, wo du ausgerufen wirst, wenn dein Essen fertig ist (und es klimatisiert ist). Im Gegensatz zu den Bedienungen ist das Essen hier richtig gut! Für die Qualität ist der Preis zwar angemessen, aber immer noch erschwinglich.

Beim Bestellen ist Selbstbeherrschung nötig: Alles in der Kühltheke sieht super lecker aus und besonders in hungrigem Zustand, kann einem das zum Verhängnis werden. Eine besondere Empfehlung sind die kleinen Scampi: Diese werden inklusive Kopf verputzt – kein Problem, da sie so knusprig frittiert werden, dass sie eigentlich eher wie fischige Chips schmecken.

Insgesamt ist das Peix d'Or ein schöner Platz zum Mittagessen. Für einen Verdauungsspaziergang eignet sich hier der Weg über den Arc de Triomf, in den dahinter liegenden Parc de la Ciutadella zum dahinter liegenden Mittelmeer.

Fara meniuri, degetul aratator devine generatorul gusturilor aici in cartier la noi.

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7. La Boqueria

La Boqueria, „die Markthalle“, ist die größte der zahlreichen Markthallen in Barcelona und die attraktivste für einen kurzen Touri-Besuch. Hier gibt es alles, was das Herz begehrt. Egal ob du zum Einkaufen kommst, nur für einen kleinen Snack oder um die vielfältigen Warenangebote zu begutachten: Von fangfrischem Fisch, über lebendige Hummer, über frittiertes Fingerfood wie Sardellen, Gemüse und Co., über Tüten voll Serrano Schinken für 2 Euro, bis hin zu frischen Frucht-Smoothies (einer für 1,50 Euro, zwei für 2 Euro): Hier gibt es alles!

La Boqueria hasta la bandera #homesick #travel #travelgram #spain #catalonia #barcelona #globalcitizen #laboqueria

A photo posted by Alejandro Ribón (@alspiegel) on

 

Übrigens: „Chipirones" sind nicht nur kleine, scharf angebratene, leckere Tintenfische. Es ist auch ein frech gemeinter Kosename für hübsche junge Männer und Frauen.

Wenn du jetzt Lust auf Barcelona bekommen hast, gibt es hier noch ein bisschen Raval-Lebensgefühl für dich:

 

Mehr Infos zu Bars, Restaurants und Kultur sowie echte Insider-Tipps findest du hier:

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Barcelona: Die 4 wichtigsten Stadtteile

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