Auf den Spuren der Natur in außergewöhnlichen Erlebniszentren

Schneeweiße Kreidefelsen, röhrende Hirsche und majestätisch-gleitende Kraniche - so empfängt Mecklenburg-Vorpommern seine Gäste. Ein Großteil dessen, was in anderen europäischen Regionen selten oder ausgestorben ist, kommt hier noch vor. Ein Drittel der Landesfläche steht unter Naturschutz. Drei Nationalparks, drei Biosphärenreservate und sieben Naturparks bewahren eine beeindruckend vielfältige Tier- und Pflanzenwelt. Um hinter die Kulissen der Natur zu schauen, ist ein Besuch in den 29 Erlebniszentren wirklich empfehlenswert. 

Hoch hinaus im Naturerbe Zentrum Rügen

Den Wald aus der Perspektive eines Vogels sehen? Auf dem Baumwipfelpfad des Naturerbe Zentrums Rügen inmitten des DBU Naturerbes Prora ist das möglich. Spannende Erlebnisausstellungen und Wanderungen begeistern Naturfreunde: Auf Augenhöhe mit mächtigen Baumkronen führen 1.250 Meter durch wilden Buchenwald. Immer im Kreis um eine Buche herum geht es hinauf zum „Adlerhorst“. 82 Meter über dem Meeresspiegel hast du so einen fantastischen Blick über Rügen.

Wandeln zwischen Wipfeln: Der Baumwipfelpfad auf Rügen.
Baumwipfelpfad des Naturerbe Zentrums Rügen: zu Fuß durch die Baumkronen eines urwüchsigen Buchenwaldes laufen. Foto: Naturerbe Zentrum Rügen

Nationalpark-Zentrum Königsstuhl im Nationalpark Jasmund

Das Nationalpark-Zentrum Königsstuhl ist das Besucherzentrum des Nationalparks Jasmund. Auf der Aussichtsplattform Königsstuhl in 118 Metern Höhe hast du einen majestätischen Blick bis ins weite Blau der Ostsee. In diesem Nationalpark-Zentrum begeben sich die Besucher auf 2.000 Quadratmetern interaktiver Ausstellung auf eine Reise durch die Zeit des Kreidemeeres bis heute.

Zeitreise: Von der Kreidezeit bis heute
Im Nationalpark-Zentrum Köhnigsstuhl erleben die Besucher eine interaktive Zeitreise von der Kreidezeit bis heute. Foto: Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL/Lehmann

Auf Expedition durch das Tierreich

Im Zoo Rostock, dem besten Zoo Europas 2015, begegnet ihr 4.500 Tieren aus 320 verschiedenen Arten aus aller Welt. Im Darwineum wird die Entstehung des Lebens auf der Erde hautnah erlebbar. Das Herz des lebendigen Museums schlägt in der Tropenhalle – hier leben Gorillas und Orang-Utans in friedlicher Gesellschaft mit Brazzameerkatzen und Faultieren.

Warm, kuschelig, interessant: Die Tropenhalle im Darwineum im Zoo Rostock.
Die Tropenhalle im Darwineum im Zoo Rostock ist besonders an kalten Tagen einen Besuch wert. Foto: Zoo Rostock/Gohlke

Im Zoo Schwerin gibt es das einzige Nashorn-Gehege in Norddeutschland. Beim Spaziergang durch den uralten Baumbestand lassen sich in naturnahen Gehegen Giraffen und Tiger entdecken. Hoch über Nasenbären und Kapuzineraffen kannst du direkt im Baumhaus übernachten.

Die Wildnis der Bären kannst du in Westeuropas größtem Bärenschutzzentrum, dem Bärenwald Müritz entdecken, mitten in der Mecklenburgischen Seenplatte gelegen. Hier leben, in einem naturbelassenen Wald, Braunbären, die aus nichtartgemäßer Haltung gerettet wurden. Der neu gebaute Naturentdeckerpfad mit Labyrinth und Höhenpfad bietet Spaß für Jung und Alt. Ab 2017 erwartet dich hier ein neues Besucherzentrum.

Bärenwald Müritz: Entspanntes Plätschern im Sonnenuntergang.
Bärendame Kasia genießt den goldenen Schimmer des Sonnenuntergangs im Bärenwald Müritz Foto: BÄRENWALD Müritz/Michal Vasile

Gigantische Wale und heimische Süßwasserfische

50 riesige Meerwasseraquarien setzen die Unterwasserwelt von Ostsee, Nordsee und Nordatlantik im Ozeanum Stralsund atemberaubend in Szene: Über eine freitragende Rolltreppe von der Länge eines Blauwals, gelangt man in die europaweit einzigartige Ausstellung. Im „Offenen Atlantik" mit 80 Quadratmeter Sichtfläche taucht man zum Beispiel ab zu Makrelen, Zackenbarschen, Rochen, Ammenhaien und einem Sandtigerhai. In einer anderen Halle schweben die Riesen der Meere: originalgroße Modelle von Walen.

Wale, Krebse, Haie: Das Ozeanum.
Gigantische Wale und winzige Krebse – sie begegnen sich im Ozeaneum wie im Meer. Foto: Johannes Maria Schlorke

Im Müritzeum in Waren (Müritz) findest du Deutschlands größte Aquarienlandschaft für heimische Süßwasserfische und das Welcome-Center für die Seenplatte. Besucher erleben Deutschlands wasserreichste Landschaft aus der Vogelperspektive, begegnen 1.000-jährigen Baumgiganten und gehen dem Moor auf den Grund. Sie staunen über mehr als 50 Fischarten, Krebse, Wasserschnecken sowie Schildkröten und schließen Bekanntschaft mit dem heimlichen König der Müritz, dem Goldenen Hecht.

Tief hinab: Das Aquarium im Müritzeum.
Ein besonderer Höhepunkt ist der moderierte Tauchgang im Tiefenaquarium im Müritzeum. Foto: Müritzeum/Werk3

Ob nun bei interaktiven Ausstellungen oder Führungen mit einem echten Ranger – wer Natur entdecken und verstehen möchte, ist in Mecklenburg-Vorpommern genau richtig. Hier finden Naturfreunde und gestresste Großstädter auch in der Hochsaison Ruhe und Entspannung.