Die zehn gruseligsten Orte der Welt | reisereporter.de

Diese zehn Orte müssen Grusel-Fans gesehen haben

Besuch diese zehn Orte niemals!!! Es sei denn, du liebst es, dich zu gruseln. Dann: Nichts wie hin! 

Die Heilstätten in Beelitz haben eine magische Anziehungskraft für Urban Explorers und Grusel-Fans.
Die Heilstätten in Beelitz haben eine magische Anziehungskraft für Urban Explorers und Grusel-Fans.

Foto: pixabay.com/Alice12

Ob Puppeninsel, Geisterorte, verlassene Psychiatrien: Das sind für uns die zehn unheimlichsten Orte der Welt.

1. Die schaurige Puppeninsel in Mexiko

Hunderte verstümmelte Spielzeugpuppen hängen in den Bäumen der Moorlandschaft, aus leeren Augen schauen sie dich an. Gänsehaut! Die Isla de las Muñecas (deutsch: Puppeninsel) in Mexiko gehört definitiv zu den gruseligsten Orten der Welt. 

Die Geschichte dahinter: Die Insel hatte einst einen einzigen Bewohner. Dieser fand im Jahr 1951 ein totes Mädchen am Strand, sie war ertrunken. Fortan fühlte sich der Mann vom Geist des Mädchens verfolgt. Er begann, die Puppen in die Bäume zu hängen, um den Geist abzuschrecken. Diese hatten teils keine Augen und fehlende Gliedmaßen. Bis zu seinem Tod hing er fast 1.000 dieser gruseligen Puppen auf. Weiterer Gruselfakt: Der Bewohner ertrank 2001 genau an der Stelle, an der er 50 Jahre zuvor das Mädchen gefunden hatte. 

Wagst du die Mutprobe? Mehrmals täglich gibt es Bootsausflüge zu der Insel in Mexiko-Stadt.  

Get ready to get totally creeped out. ????????#halloweenseason #isladelasmuñecas (Produced by @wolffjosh)

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2. Das Reich der Toten: Die Katakomben von Paris

Reise in das Reich der Toten: 136 Stufen unter den Straßen von Paris liegt ein Massengrab. Aufgeschichtet in den Gängen eines 300 Kilometer langen Labyrinths liegen die Knochen von mehr als sechs Millionen Menschen. Es ist kalt hier unten. Und es riecht feucht und muffig.

Ursprünglich waren die Pariser Katakomben Steinbrüche. Mehr als 2.000 Jahre lang wurde dort weißer Kalkstein abgebaut. Aus ihm wurden bekannte Monumente der französischen Hauptstadt wie der Louvre oder Notre Dame gebaut. So entstand ein 300 Kilometer langes Labyrinth aus Gängen. Die Steinbrüche wurden im Jahr 1777 wegen vieler ungesicherter Hohlräume geschlossen. 

Ab 1786 wurden sie zum Massengrab. Aufgrund des Bevölkerungswachstums und Seuchen waren die Pariser Friedhöfe überfüllt. Die Stadt beschloss daher, viele Friedhöfe zu schließen und die Knochen aus den Gräbern in die Pariser Katakomben zu überführen. Sie wurden zum unterirdischen Beinhaus. Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts wurden die Gebeine von sechs Millionen Pariser Einwohnern dorthin überführt.

Die Katakomben dienten auch schon als gruselige Filmkulisse: 2014 wurde hier der Horrorstreifen „Katakomben“ gedreht. Darin entdeckt ein Archäologenteam in dem Labyrinth ein grauenvolles Mysterium. Seit dem Kinofilm ist der Hype noch größer geworden. 

Du kannst nur einen kleinen Teil des Labyrinths entdecken: 2 Kilometer sind zum Museum ausgebaut. Aber Vorsicht: Der Eingang zu den Katakomben wird auch „Barrère d’enfer“ (Schranke der Hölle) genannt…

Katakomben von Paris | 1 avenue du Colonel Henri Rol-Tanguy, 75014 Paris | Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10 Uhr bis 20.30 Uhr | Telefon: +33143224763 | Eintritt: 12 Euro, ermäßigt (18- bis 26-Jährige) 10 Euro, Unter-18-Jährige: frei 

3. Spukt’s hier? Die Beelitz-Heilstätten

Willkommen in Deutschlands gruseligstem Krankenhaus! Hier soll es spuken.Von 1898 bis 1930 war hier eine Tuberkuloseklinik untergebracht. Ein moderner Klinikkomplex mit bis zu 1.200 Betten, mit Badehaus und Kirche. 

Heute sind die Gebäude verfallen, von den Wänden bröckelt der Putz, die Fenster sind vernagelt oder eingeworfen, der Wind pfeift, Regen tropft durchs Dach. Hat sich da gerade etwas bewegt? Geisterjäger wollen in den ehemaligen Beelitz-Heilstätten starke Spukaktivitäten festgestellt haben…

Auf dem Gelände ereigneten sich zwei Mordfälle: 1991 erlangte der Serienmörder „Die Bestie von Beelitz“ schaurige Berühmtheit. Er ermordete in den Wäldern bei der Klinik die Frau eines russischen Chefarztes und deren Baby. Und in einem ehemaligen Pförtnerhaus erwürgte 2008 ein Hobbyfotograf ein Modell. 

Das Betreten des Gebäudes ist ohne Genehmigung zwar verboten. Das hält Jugendliche und Gefahrensucher aber nicht davon ab, an Halloween illegale Partys in dem ehemaligen Krankenhaus zu feiern. Du kannst dir die verlassenen Gebäude aber auch aus der Luft anschauen, vom Baumkronenweg über den Beelitz-Heilstätten.

 

4. Prypjat in der Ukraine: Die Geisterstadt

Einst blühte die Stadt Prypjat in der Ukraine vor Leben. Eine Kirmes wurde aufgebaut. Riesenrad und Autoskooter warteten auf die ersten Rummelbesucher. Im Schwimmbad in der Nähe tobten Kinder mit ihren Eltern.

Doch dann geschah vier Kilometer entfernt in Tschernobyl das Atomunglück: Am Mittag des 27. April 1986, 36 Stunden nach der Katastrophe, erklang im Radio eine Durchsage: sofortige Evakuierung. Die 50.000 Einwohner ließen alles liegen, glaubten sie doch, zurückzukommen. Doch das geschah nie. Zurück blieb eine Geisterstadt, in der die Zeit stehen geblieben ist. 

Heute kannst du die Stadt besichtigen, da die Hauptstraßen dekontaminiert wurden. Ein beklemmendes Gefühl. 

#childrenshome #chernobyl #abandonedplaces #exploring #lostplaces

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5. Auf dieser Burg in Irland spukt es!

Das ist das spukigste Schloss Irlands! Das Leap Castle steht auf einem gewaltigen Felsen. Und eine Gestalt, die nach Schwefel stinkt, soll in den Kerkern und den unteren Stockwerken umherspuken.

Einst war es die Festung des O’Carroll-Clans. Nachdem Mulrooney O’Carroll 1532 gestorben war, entbrannte zwischen seinen beiden Söhnen ein heftiger Streit um die Erbfolge. Der eine soll schließlich seinen Bruder, einen Priester, während einer Messe in „The Bloody Chapel“ erstochen haben. Der Priester soll seitdem im Leap Castle sein Unwesen treiben.

Während Renovierungsarbeiten neben der „blutigen Kapelle“ stießen Arbeiter Anfang des 20. Jahrhunderts zudem auf ein grausames Verlies: Der Raum hatte ein zweieinhalb Meter tiefes Loch mit einem tödlichen Holzpfahl in der Mitte. Darauf waren die Leichen von Dutzenden Gefangenen aufgespießt.

Leap Castle | Burg im County Offaly | Telefon: +353868690547 

 

6. Die Knochenkapelle in Portugal

Diese Touristenattraktion der Stadt Évora in Portugal ist nichts für schwache Nerven. Über dem Eingang der Kapelle steht auf Portugiesisch: „Unsere Knochen, die hier liegen, erwarten eure.“ Und wenn du eintrittst, bist du umgeben von Tausenden menschlichen Überresten: Vom Boden bis zur Decke sind Schädel und andere menschliche Knochen verbaut. 

Die Geschichte: Die kleine Capela dos Ossos (deutsch: Knochenkapelle) wurde im 16. Jahrhundert von Franziskanermönchen erbaut. Sie wurde zur letzten Ruhestätte für Hunderte exhumierter Körper von Friedhöfen der Stadt. Die Friedhöfe waren überfüllt, und durch die Maßnahme wurde Platz für neue Körper geschaffen. Die exhumierten Körper sollten in der Kapelle näher bei Gott sein. Die Knochenkapelle gehört zum Kirchenkomplex Igreja de Sao Francisco zwischen dem Jardim Publico und dem Praça de Giraldo.

Capela dos Ossos | Praça 1º de Maio, 7000-650 São Pedro, Évora | Täglich von 9 Uhr bis 12.50 Uhr und von 14.30 Uhr bis 1.45 Uhr (im Winter bis 17.15 Uhr) | Eintritt: Erwachsene 2 Euro, Kinder und Senioren 1,50 Euro, Fotos kosten 1 Euro  

#bonechapel #evora #alentejo #portugal #capeladosossos

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7. Die Knochenkirche in Sedletz

Du glaubst, es gibt nur eine Knochenkirche auf der Welt? Weit gefehlt. Noch morbider ist das Sedletz-Ossarium in der Allerheiligenkirche in Sedletz, einem Vorort der tschechischen Stadt Kutná Hora. Die Kirche ist dekoriert mit den Gebeinen von 40.000 Menschen. Sie zieren einen achtarmigen Kronleuchter und Kerzenständer. Sogar den Altar. Knochen hängen als Girlanden kreuz und quer unter der Decke. Ein Schauermärchen zum Anfassen.

Die Geschichte dahinter: Die fränkisch-bömische Fürstenfamilie Schwarzenberg kaufte das Kirchengebäude im 19. Jahrhundert. Im Jahr 1870 bauftragte sie den Holzschnitzer František Rint mit der morbiden Innenausstattung. Dazu dienten die im Untergeschoss der Kirche eingelagerten Knochen von etwa 40.000 Menschen. 

Sedletz-Ossarium | Zámecká 127, 284 03 Kutná Hora-Sedlec | Öffnungszeiten: November bis Februar täglich von 9 Uhr bis 16 Uhr, April bis September von 8 bis 18 Uhr, Oktober und März von 9 bis 17 Uhr | Eintritt: 3,50 Euro 

The incredible bone chandelier in Sedlec Ossuary. See more details @atlasobscura (link in bio) #VisitCZ

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8. Die Geisterinsel in Japan

Hashima war eine laute, hektische Insel. Sie hatte eine der höchsten Bevölkerungsdichten, die jemals festgestellt wurden. 5.300 Menschen auf gerade einmal 160 mal 480 Metern. Der Grund: der Kohleabbau-Boom.

Doch heute ist die Insel in Japan völlig verlassen. Die Scheiben in den grauen Wohnblöcken sind zersprungen, der Putz bröckelt. Aber: Die Möbel stehen noch in den Wohnungen. Die Fernsehgeräte sehen so aus, als könnten sie jederzeit angeknipst werden. Spielzeug liegt auf dem Teppich im Wohnzimmer. Die Tische sind noch gedeckt, staubige Teller, Gläser und Besteck liegen auf Tischdecken.  

Warum haben die Menschen die Insel vor 40 Jahren fluchtartig verlassen? 1974 war der Kohle-Boom plötzlich zu Ende. Die Regierung in Japan setzte auf Erdöl. Im Januar wurde das Ende der Förderung auf Hashima angekündigt, zwei Monate später war die Insel menschenleer. Und ist es bis heute. Gespenstisch.

Übrigens: Die Insel Hashima war auf der Kinoleinwand. Sie diente im James-Bond-Film „Skyfall“ als Kulisse für die Festung des Bösewichtes Raoul Silva.  

 

9. Verwirrte Seelen in Forest Haven

Die verlassene Psychiatrie Forest Haven könnte gut als Kulisse für einen Horrorfilm dienen. Oder spukt es dort wirklich?

In den verwitterten Gebäuden stehen Rollstühle, Behandlungstische, Betten, Koffer, Kleidung von Patienten, Medikamente, Stühle und sogar Patientenakten. Alles wurde zurückgelassen. Und inmitten dieser Kulisse sollen verlorene Seelen ihr Unwesen treiben…

Mehrere Hundert Menschen starben in der ehemaligen psychiatrischen Anstalt Forest Haven Laurel im US-Bundesstaat Maryland. Viele unter bis heute ungeklärten Umständen. Von 1925 bis 1991 war das psychiatrische Krankenhaus noch in Betrieb. Veraltete und umstrittene Therapien wie Lobotomien und Elektroschocks sollen hier angewandt worden sein.

1991 wurde das Krankenhaus aufgrund von Klagen zahlreicher Patienten, die dort über Jahrzehnte schwer misshandelt und vernachlässigt worden sein sollen, und von deren Verwandten geschlossen. Seitdem werden die Gebäude dem Verfall überlassen – und sind unheimlicher denn je. Das Gelände wird von der örtlichen Polizei überwacht.

Dental Chair at the Forest Haven Asylum #foresthavenasylum

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10. Die Untoten der Insel

Du magst Strandspaziergänge? Bald vielleicht nicht mehr. Auf Sylt und Amrum könnte es passieren, dass du einem Gonger begegnest…

Du läufst in der Dämmerung durch den Sand. Es wird langsam dunkel, der Wind spritzt dir die Gischt des Meeres ins Gesicht. Plötzlich steht ein Gonger vor dir. Ein Untoter, der sein Unwesen auf einer der Nordfriesischen Inseln treibt. Ein unschuldig Ermordeter, Gotteslästerer, Selbstmörder oder Verfluchter. In Geschichten heißt es, dass du einem Gonger niemals die Hand reichen darfst. Es könnte sein, dass deine verbrennt, schwarz wird und abfällt.

Auch Seemänner, die auf See gestorben sind, kehren als Gonger zurück. Wer auf dem Meer stirbt, will die Nachricht seines Todes überbringen. Nachts kommt er in der Kleidung, in der er gestorben ist, aus dem Wasser und besucht das Haus seiner Nachfahren. Dort löscht er das Licht und legt sich zu einem schlafenden Bewohner. Auf der Bettdecke hinterlässt er eine Spur aus Salzwasser. 

Über die Gonger von Sylt gibt es sogar einen Film: „Gonger – Das Böse vergisst nie“. Schaurig-gruselig, zu Halloween genau das Richtige!  

 

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