München: 11 typische Dinge | reisereporter.de

11 Dinge, die es nur in München gibt

Dies ist definitiv eine Liebeserklärung an die bayerische Landeshauptstadt. Ausgerechnet von einem Hamburger – aber wenn du weiterliest, verstehen du wirst...

Blick vom Bayerischen Landtag auf die Münchner Maximilianstraße.
Blick vom Bayerischen Landtag auf die Münchner Maximilianstraße.

Foto: imago/Westend61

1. Brotzeit auf dem Viktualienmarkt

Geht immer! Zumindest von Montag bis Samstag von 7 bis 7. Natürlich kannst du auch „nur“ einkaufen, ist ja schließlich ein Markt. Aber: Für mich sind das Beste die Schmankerl. Meine Favoriten: Flußkrebs-Semmel bei Fisch Witte. Ein frisch gepresster Obst-Saft bei Müller's Natursäfte. Münchens beste Weißwurst bei Teltschik. Ein Espresso bei Espresso am Viktualienmarkt. Und zum Abschluss ein Glaserl argentinischen Malbec bei Miguel Servidio im Mercado Latino. Salut!

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2. Baden in der Isar

Wenn es mal so richtig heiß ist in München (meist im August, wenn die meisten Einwohner in den Ferien sind), gibt es keine bessere Abkühlung als ein Bad mitten.in.der.Stadt in der Isar. Bei 30 Grad plus fühlst du dich cool wie ein Eisbär, wenn du in den 16 Grad frischen Fluß springst. Ich tu's am liebsten am Flaucher. Treiben lassen im grün-klaren Wasser. Oder gegen den Strom kraulen. Gegenstromanlage natur.

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3. Kunst gucken

München hat eine Vielzahl an wirklich erstklassigen Museen, Galerien, Kunstsammlungen. Die drei Pinakotheken, das Museum Brandhorst, die Glyptothek. Mein Favorit ist die Städtische Galerie im Lenbachhaus. Und da ganz besonders die weltweit (!) größte Sammlung an Werken der Künstlergruppe „Der Blaue Reiter“, die 1911 von Wassily Kandinsky und Franz Marc in München gegründet worden war. Kandinsky erzählte 1930: „Den Namen Der Blaue Reiter erfanden wir am Kaffeetisch in der Gartenlaube in Sindesldorf. Beide liebten wir Blau, Marc – Pferde, ich – Reiter. So kam der Name von selbst.“ 

 

4. Trinken beim Charles

Ok, der Begriff ist SEHR abgedroschen. Aber Schumann's Bar am Hofgarten ist tatsächlich eine: Legende! Der Vorgänger in der Maximilianstraße ist vergessen, die vielen Fans von Barmann Charles Schumann kehren sehr gern und sehr regelmäßig bei ihm am Hofgarten ein. Warum? Die Räume sind warm und stylisch, Getränke und Speisen hochklassig. Aber in erster Linie zieht Schumann selbst die Menschen an, obwohl er absolut nicht der Typ ist, der sich gern verbrüdert.

Aber: Wer ihn bisher nur von Hochglanzplakaten als Model für Boss und Campari kannte, ist baff, wenn man ihn mit umgebundener Kochschürze im Garten hocken und Kartoffeln schälen sieht. Warum er das tut? „Es gibt kein Geheimnis der Schumann's Bratkartoffeln. Außer mir kann sie keiner machen.“ In der Mittagspause fährt Schumann Rad im Englischen Garten. Oder spielt Fußball mit seinen Köchen und Kellnern. Ich fragte ihn einmal, was für ihn das klassische Getränk sei für eine Bar. Eines, mit dem man nichts falsch machen könnte. Antwort: „Ein gutes Bier.“ 

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5. Schlemmen bei Käfer

Ein weiterer Klassiker in München. Die Käfer-Schänke in der Prinzregentenstraße in Bogenhausen. Von Top-Gastronom Michael Käfer, einem enorm kreativen Kopf, immer wieder erneuert und weiterentwickelt. Geblieben sind: Die zeitlose Qualität des Essens. Und der ganz besondere Charme der 12 total unterschiedlichen Käfer-Stuben für deine privaten Feiern.

Mein Favorit: War, ist und bleibt die Bauernente aus dem Ofen, mit Blaukraut, Reiberdatschi, Apfelmus. Habe ich dort schon Ende der 90er, Anfang der 2000er immer mal wieder gern mit Tennis-Held Boris Becker gegessen, als er mit seiner ersten Ehefrau Barbara in einer Stadtvilla bei Käfer um die Ecke in der Lamontstraße wohnte. Welches Getränk dazu am besten passt? Wir wählten einen unserer Lieblingsweine: Den Sauvignon Blanc von Cloudy Bay aus Neuseeland.

Als Verdauungsspaziergang bietet sich ein Rundgang durch den Käfer Feinkostladen im selben Haus an. Hier findest du eine Vielzahl von Anregungen und Waren für dein nächstes private dinner. 

 

6. Mit Weltstars im Heart feiern

Mancher bekannte und anerkannte Szene-Experte bezeichnet den Club (Restaurant und Bar) am Lenbachplatz als sein „Wohnzimmer“. Was vor allem daran liegt, das Betriebsleiter Dominic Mölzl es mit seinem eingespielten Team wie kein Zweiter versteht, für seine Gäste eine wunderbare Wohlfühl-Atmosphäre zu schaffen. Die neben Münchner Prominenten wie Bastian Schweinsteiger auch Weltstars aus anderen Branchen zu schätzen wissen. Erst unlängst feierten so unterschiedliche Menschen wie Justin Bieber und Kevin Spacey im Heart. Und gingen mit einem Lächeln im Gesicht in die Nacht...

 

Das schönste Ritual im Heart: Jede Nacht um zwei läuft „Don't Stop Believin'“ von Journey, dazu werden an die Gäste Wunderkerzen verteilt. Wer sich da nicht wie dahoam in seinem Wohnzimmer fühlt, dem ist nicht zu helfen.

 

7. Frühstücken mit Alpenblick

Das Hotel Bayerischer Hof am Promenadeplatz mit seiner ebenso charmanten wie diskreten Chefin Innegrit Volkhardt ist eine Münchner Institution. Es gibt viele schöne Dinge, die du dort (außer gut übernachten) tun kannst: Fantastischen Jazz live im Night Club erleben von internationalen Größen wie George Benson und Al Jarreau. Exotisch essen und trinken im Trader Vic's. In der Wellness-Oase Blue Spa die Zeit vergessen...

Und ein einmaliges Frühstück genießen. Auf der Dachterrasse oder in der Lounge vom Blue Spa im 7. Stock des Hotels. Mit einem herrlichen Panoramablick über München. Bis hin zu den Alpen. Guten Ausblick. Und Appetit natürlich! 

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8. Schauspieler in der Straßenbahn treffen

Vorweg: Die Straßenbahn nennt niemand in München so. Die heißt hier Tram. Das kommt aus dem Englischen und ist die Kurzform von Tramway. Die Münchner lieben ihre Tram. Manche Abschnitte der Linien (derzeit insgesamt 13) sind wie Rundfahrten durch die schönsten Teile dieser schönen Stadt. Die schönste Linie von allen ist die 25. Die fährt vom Max-Weber-Platz bis raus nach Grünwald. In Grünwald wohnt unter anderem die Schauspiel-Ikone Senta Berger („Willkommen bei den Hartmanns“).

Und wie fährt die wohl am liebsten in die Münchner Innenstadt? Richtig: Mit der 25. Obwohl sie einst als Taxifahrerin (in München: Taxlerin) „Die schnelle Gerdi“ in einer erfolgreichen ZDF-Serie unterwegs war.

Übrigens: Mit der 19 kannst du eine kleine Sightseeing-Tour machen. Die Tram fährt an vielen Touristenattraktionen vorbei.

 

9. Die ganze Welt in einem Haus erklärt bekommen

Der legendäre frühere Bürgermeister Christian Ude hat es einmal so auf den Punkt gebracht: „Münchner Kinder lernen mehr für's Leben im Deutschen Museum als in der Schule“. Und wir stimmen zu: Wo er recht hat, hat er recht. Im Deutschen Museum gibt es nichts, was Kinder (und: sind wir das nicht alle?) nicht interessiert. Autos, Bahnen, Flugzeuge. Hochspannung, Gießerei, Glasblasen. Sternwarte, Schifffahrt, Amateurfunk. Und sogar ein nachgebautes Bergwerk mit einem 1.000 Meter langem Stollen gilt es zu erkunden. Der Spruch ist platt, aber passt perfekt: Ein Riesenspaß für Groß und Klein!

 

10. Surfen in the city

Im Sommer hat man sich als Münchner längst an diesen Anblick gewöhnt: Junge Frauen und Männer, die in Badeklamotten mit dem Surfboard unter dem Arm Richtung Englischer Garten schlendern. Manchmal auch auf dem Rad oder Skateboard unterwegs.

Allerdings: Auch im Winter stürzen sich die Münchner Surfer in die Welle vom Eisbach am Haus der Kunst, dann in Neopren gezwängt. Von der Brücke an der Prinzregentenstraße schauen ihnen täglich Schaulustige zu. Wenn du nicht live dabei sein kannst: Schau dir den Film „Keep Surfing“ von Bjoern Richie Lob an. Sehr sehr lässig, der.

 

11. Leben & leben lassen im Brenner

 Es war, ist und bleibt eines meiner Lieblingsrestaurants in München: Das Brenner in der Maximilianstraße. Immer gut besucht, immer stimmt der Service des aufmerksamen Personals, immer haben Essen und Trinken eine gleichbleibend hohe Qualität. Und immer, wenn das für dich wichtig ist, entdeckst du ein bekanntes Gesicht (Schauspieler, Fußballer, Politiker, Manager, Model) unter den täglich bis zu 2.500 zufriedenen Gästen. Wobei letzteres den Brenner-Betreibern Rudi Kull und Albert Weinzierl herzlich egal ist. Mein Tipp: Fisch (z.B. Saibling aus Wolfratshausen) oder Fleisch (Entrecote aus Argentinien) vom offenen Grill. Oder am besten beides!    

 

 

 

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