Teil 3: Maya-Stätte Chichén Itzá
... aus der Reihe: Mexiko: 8-Stationen-Rundreise auf Yucatán

Einstige Hochkultur, heute Touristenmagnet

Inmitten des Dschungels liegt eine der Hauptattraktionen der Halbinsel: die weltberühmten Mayaruinen, Chichén Itzá. Imposante Stein-Pyramiden thronen auf einer über 6.5 Quadratmeter großen Fläche und laden den Besucher auf eine beeindruckende Reise in die Geschichte der Ureinwohner Mexikos ein. Die Anfänge der einst beliebtesten Stadt der Maya reichen bis ins Jahr 600 zurück. Bis ins 13. Jahrhundert nutzte das Volk die Stadt als strategischen Handelspunkt auf der Halbinsel. Heute ziehen die gut erhaltenen Ruinen massenweise Touristen an – weshalb man leicht das Gefühl fürs Mystische verlieren kann.

Wer die Wahl hat sollte unbedingt am Morgen schon anreisen. Dann kann man eventuell noch vor der großen Touristenflut ein paar ruhige Momente genießen und eventuell ein menschenleeres Foto vor einer der Pyramiden ergattern.

Panther im Dschungel, Verkäufer am Hals

Es dauert ungefähr drei bis vier Stunden um das Gelände mit ausreichend Aufmerksamkeit zu erkunden. Diese wiederum kann sehr beeinträchtigt werden: die Souvenirverkäufer haben es sich zum Hobby gemacht, die Aufmerksamkeit der Touristen mit Pantherlauten auf sich zu ziehen. Was anfangs noch lustig und wirklich verwirrend sein kann (bedenkt man, dass man sich inmitten des Dschungels befindet), ging uns nach einer Weile ganz schön auf die Nerven und lenkte ein wenig vom Eigentlichen ab.

Früh kommen, bedeutet Platz haben: Dann sind weniger Touristen da.
Wenn du früh genug da bist, sind die alten Ruinen der Maya noch nicht von Touristen überlaufen. Foto: Julia Jerg

Tipp: Obwohl Chichén Itzá ein absolut sehenswertes Zeugnis der Maya Kultur ist, kann der dort herrschende Massentourismus ein wenig erschlagend wirken. Ein Besuch der weniger bekannten aber dennoch beeindruckenden Mayastätte Uxmal ist daher sehr zu empfehlen. Außerdem: In der Nähe der Parkanlage von Chichén Itzá gibt es ein paar Unterkünfte und könnte die Alternative zur sonst sehr beliebten Tagestour von Cancún aus sein. Man könnte sich die Fahrtzeit von dreieinhalb bis vier Stunden auf zwei Tage verteilen und hätte es sicher etwas entspannter.

Die Maya-Stätte ist ein beliebtes Touristen-Ziel.
Die Maya-Stätte zieht jährlich tausende Besucher an. Foto: Julia Jerg

Baden und Essen nach einem anstrengenden Tag

Ich schloss mich einer Gruppe an und fand den Tag zwar anstrengend aber dank der vielen Stopps auf dem Hinweg und der komfortablen Sitze im Bus fand ich es recht angenehm. Wir hielten zum Baden an einer der Cenotes auf dem Weg und aßen zu Mittag in einem traditionellen Restaurant bevor wir überhaupt in Chichén Itzá ankamen. Insgesamt dauerte die Tour von 9 Uhr bis 21 Uhr und kostete 45 USD.

Mietwagen sind eine echte Alternative

Alternativ kann man sich ein Auto mieten und auf eigene Faust die Gegend erkunden. Wir trafen einige Backpacker die uns von ihren Ausflügen erzählten und meinten dass es absolut sicher und stressfrei auf den Straßen verlaufe. Innerhalb Cancúns ist der Verkehr allerdings ein wenig chaotisch und wirklich nur stressresistenten Fahrern zu empfehlen.

Transport

Zwischen Cancún und den an der Riviera Maya gelegenen Orten Playa del Carmen und Tulum sowie der Innlandroute nach Uxmal operieren sowohl 1. Klasse-Busse des Unternehmens ADO als auch die günstigere Variante der „Colectivos“ (komfortable Mini-Vans). Die ADO Busse fahren stündlich ab, während die Colectivos losfahren sobald sie voll sind. Da Colectivos eine sehr übliche Reiseform ist, füllen sie sich meist recht schnell und Wartezeiten von 10 Minuten bis zur Abfahrt werden oft nicht überschritten.

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