Teil 3: La Araucania
... aus der Reihe: „5 Orte, die du in Chile sehen musst"

Vulkane in der "Schweiz"

Sie gilt als die „Chilenische Schweiz“ und das zu Recht: Die wunderschönen Landschaften und satten Wiesen machen La Araucania zu einem begehrten Reiseziel für Outdoor-Fans. Circa 600 Kilometer südlich der Hauptstadt Santiago gelegen, umfasst sie ein Küstengebiet im Westen, eine Wald- und Wiesenlandschaft mit Vulkanen im Zentrum und den Anden im Osten. Im Südwesten der Region liegen mehrere Süßwasserseen und gemäßigte Regenwälder die durch Nationalparks wie den „Huerquehue Nationalpark“ und den „Conguillío Nationalpark“ geschützt sind.

Die letzte Eruption des Villarrica fand Anfang März 2015 statt.
Der Vulkan Villarrica im Nationalpark La Araucania. Letzte Eruption: 3. März 2015 Foto: Julia Jerg

Kostenlos wohnen beim Bio-Bauer

Mich hat es schon mehrere Male in diese Gegend zurückgezogen, einmal blieb ich sogar für einige Monate in der Gegend zwischen Temuco und Villarrica, um an einem ökologischen Hausprojekt mitzuhelfen. Generell gibt es in Chile viele Umwelt- und Nachhaltigkeits-Projekte, die offen für internationale Helfer sind. Weniger arbeitsintensiv, aber dennoch zu einer einzigartigen Erfahrung, kann ein Besuch auf einem familiengeführten Bio-Bauernhof werden. Über die Organisation WWOOF Chile (World Wide Opportunities On Organic Farms) sucht man sich den passenden Ort und schließt sich für ein paar Tage oder Wochen einem Betrieb an, wo man gegen Kost und Logis ein paar Stunden pro Tag aushilft.

Fruchtbar durch Vulkanasche: Die Wiesen der Nationalparks leuchten im saftigen Grün.
Grüne, saftige Wiesen im Tal: Durch die vulkanischen Aktivitäten ist das Gelände der Nationalparks sehr fruchtbar. Foto: Julia Jerg

Öffentliche Schwimmbäder, gespeist aus heißen Quellen

Wer in seinem wohlverdienten Urlaub aber nicht an Arbeit denken möchte, findet in La Aurancania genügend Aktivitäten zum Zeitvertreib. Beispielsweise liegen um den Touristenort Pucón natürlich heiße Quellen, die zu öffentlichen Schwimmbädern umgewandelt wurden. Sie können vor allem nach Erklimmen eines der umliegenden Vulkane zu herrlicher Entspannung verhelfen. 
Mit dem Bus oder Mietwagen erreicht man beispielsweise „Los Pozones“ von Pucón aus innerhalb von 20 Minuten. Der Eintritt variiert nach Tageszeit, ab 18 Uhr steigen die Preise von 8000 auf 10.000 chilenische Pesos (von 10 auf 13,50 Euro).


Beliebte Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten in La Araucania:

  • Besteigung des Vulkans Villarrica

  • Ausflug ans Meer: Von der größten und zentral gelegenen Stadt Temuco dauert es circa 2 Stunden bis an die Küste

  • Übernachtung in einer Berghütte mit Besuch im Thermalbad in den Anden 

  • Wandern im Nationalpark „Conguillio“

  • Skifahren im „Reserva Nacional Malalcahuello”

Tipp: Die Wintermonate sind regenreich und kalt. Wer sich viele Outdoor-Aktivitäten vornimmt, sollte die Monate April bis Oktober meiden.

Eispickel, feste Schuhe, wasserfeste Kleidung: Nur gut vorbereitet geht es auf den Berg.
Nicht nur wegen der Wetterumschwünge: Chile liegt empfindlich hoch. Gute Kleidung und Schutzausrüstung sind daher ein Muss. Foto: Julia Jerg

Alle Episoden findest du hier:

 

... Teil 1: San Pedro de Atamaca

... Teil 2: Patagonien und Feuerland

... Teil 3: Teil 3: La Araucania

... Teil 4: Elqui-Tal (Valle del Elqui)

... Teil 5: Valparaíso und Viña del Mar