Nationalspieler Ari Skulason über seine Heimat Island

„Huuuuh, Huuuuuh, Huuuh“ Die Fußball-Wikinger aus Island waren die Mannschaft der Herzen bei der Fußball-EM 2016. Prompt fuhren mehr Touristen nach Island. Was ist dort so besonders? Wir haben Mittelfeldspieler Ari Skulason gefragt.

Island war als Underdog schnell die Mannschaft der Herzen bei der EM 2016.
Fußball-Europameisterschaft 2016 - Isländische Fußballfans verfolgen auf einer Grobildleinwand am Hügel Arnarholl in Reykjavik das Fussballspiel Island-Frankreich.

Foto: imago/Seeliger

Warum sollte man nach Island reisen?

„Es ist ein tolles, wunderschönes Land mit einer fantastischen und vielseitigen Natur. Es gibt viele Orte die man besichtigen sollte, wie beispielsweise die Blaue Lagune und die heißen Quellen."

Was sind deine Lieblingsplätze in Island?

„Mein Lieblingsplatz ist mein zu Hause, das Haus meiner Eltern. Dann auf jeden Fall die geothermalen Schwimmbäder und natürlich der Fußballplatz."

Was sollten Touristen in Island unbedingt sehen?

„Sie müssen unsere geothermalen Schwimmbäder bzw. die heißen Quellen ausprobieren. Das ist ein Muss. Wenn sie die Zeit haben, sollten sie auch die Vestmannaeyjar (Deutsch: Westmännerinseln) besuchen. Das sind viele kleine Inseln im Süden Islands. Das ist richtig schön. Natürlich auch die Blaue Lagune. Die meisten Leute fahren aber mit Autos zu den Gletschern und probieren Sachen wie Schneemobilfahren und gehen in die heißen Quellen. Das ist auch super."

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Was kannst du uns über Reykjavik erzählen?

„Ich habe dort bis 2003 gelebt. Es ist eine wirklich tolle Stadt. Es sind viele Touristen da und es gibt viele schöne Plätze. Außerdem natürlich viele gute Restaurants und Bars. Reykjavik ist außerdem ein sehr sicherer Ort, Island ist ein sicheres Land für Touristen. Man weiß aber nie, was das Wetter bereithält. Man kann an einem Tag alles haben: Regen, Schnee und Sonne. Darauf sollte man sich auf jeden Fall vorbereiten, wenn man plant nach Island zu fahren."

Was sollten Touristen in Reykjavik unbedingt unternehmen?

„Man sollte Downtown zu den Anlegestellen gehen. Dort ist das Konzerthaus Harpa. Das ist sehr schön. Und dann haben wir noch das Perlan. Das ist ein großes Haus mit einer Glaskuppel. Es sieht etwas aus wie Wassertanks mit einer Glaskuppel. Von dort aus hat man einen wunderschönen Blick über ganz Reykjavik. Es gibt viele tolle Sachen, die man sich in Reykjavik ansehen sollte, aber mehr fällt mir im Moment nicht ein."

Hast du ein Lieblingsrestaurant, das wir unbedingt testen müssen?

„Es gibt jede Menge gute Plätze, um lecker zu essen. Meistens bin ich im Hotel und gehe dann zur nächsten Pizzeria. Meine Lieblingspizzeria heißt Eldsmidjan. Dort machen sie die Pizzen wie in Italien. Das ist mein Favorit."

Welche typisch isländischen Gerichte magst du am liebsten?

„Wir nennen es Kjötsúpa (Fleisch-Suppe). Sie ist im Grunde die Nationalsuppe Islands. Die ist wirklich sehr, sehr gut. Es ist eine Suppe mit vielen Fleischstücken darin und auch etwas Gemüse. Du musst es wirklich probieren, um zu verstehen, warum es ein tolles traditionelles Gericht ist."

Hast du eine Bar in die du besonders gern gehst?

„Wenn ich zu Hause bin, bin ich meistens mit der Nationalmannschaft unterwegs. Aber wenn man auf die Laugavegur-Straße geht, findet man viele gute Bars, die sehr beliebt sind. Das ist eine lange Straße, im Grunde die Haupteinkaufsstraße.  Die Jüngeren gehen meist ins B5. Das ist heutzutage ein Hit."

Nach und während der Euro. Hast du dich manchmal darüber gewundert, dass die ganze Welt sich auf einmal für euer Team/Euer Land begeistert?

„Die Leute in Island spielten verrückt. Sie hat das Fußballfieber gepackt, sie wollten alle nach Frankreich kommen. Aber klar hat unser Erfolg auf der ganzen Welt für Aufmerksamkeit gesorgt. Und vor allem unser Kapitän hat am meisten davon mitbekommen. Aufgrund seines Bartes. Er war danach in den USA und die Leute haben ihn erkannt und angesprochen. Und auch in den anderen Ländern waren die Leute begeistert davon, was unser kleines Land geschafft hat. Jeder kennt jetzt Island, weil es in allen Zeitungen und im Fernsehen war, was wir erreicht haben. Es war fantastisch zu sehen. Und jetzt hoffen wir zur WM 2018 zu kommen und eine noch bessere Leistung abrufen zu können."

Viel Glück dafür! Eine letzte Frage. Wenn du mal frei hast: Wie verbringst du am liebsten deinen Urlaub und wo?

„Bevor wir ein Kind hatten, sind wir gern nach Thailand geflogen. Das war fantastisch. Aber jetzt versuchen wir die Zeit mit der Familie zu verbringen. Die Familie meiner Frau lebt in Oslo, also fahren wir dort hin oder wir fahren nach Island."

 

 

Über Ari Skulason

Ari Freyr Skulason wurde am 14. Mai 1987 in Reykjavik geboren. Dort wuchs er auf und spielte bis 2003 bei Valur Reykjavic. Anschließend wechselte der defensive Mittelfeldspieler ins Ausland. 2009 berief ihn sein Land in die Nationalmannschaft. Seit 2012 gehört er aber erst richtig ins Team.  Seitdem bestritt er eine Reihe von Länderspielen für Island. Bei der EM gehörte er zur Stammelf, war auch beim legendären Sieg gegen England auf dem Platz. Beim Spiel gegen Frankreich gelang ihm eine Torvorlage. Der Mann mit der Nummer 23 ist aus dem Team nicht  mehr wegzudenken. Nach der EM wechselte er von Odense BK zum KSC Lokeren in Belgien. Skulason ist verheiratet und hat zwei Kinder. 

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Die Autorin
Maren Christoffer, freie Autorin und Videojournalistin. Sie ist immer auf Achse. Am wohlsten fühlt sich die gebürtige Sauerländerin dort, wo Wind und Wasser in greifbarer Nähe sind ... mehr
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