Hamburg: Tipps für schlechtes Wetter | reisereporter.de

Hamburg: Die 8 besten Schietwetter-Aktivitäten

Das sprichwörtliche Hamburger Wetter gibt's eigentlich nicht. In Hamburg scheint die Sonne jedes Jahr durchschnittlich 1.550 Stunden, genauso oft wie in Düsseldorf oder Köln. Trotzdem: Hier sind 8 Tipps, wie du die Stadt bei Schietwetter genießt.

Dunkle Gewitterwolken über dem Hamburger Hafen.
Dunkle Gewitterwolken über dem Hamburger Hafen? Kein Grund für City Blues ... Mit unseren Tipps genießt du Hamburg auch bei Schietwetter.

Foto: imago/Michael Wigglesworth

1. Feiner Sand mit Schönwetter-Garantie

Karibik-Feeling im Norden: In zwei Hallen wird der schneeweiße Sand per Fußbodenheizung auf tropische Temperaturen gebracht. Hier lässt sich Hamburger Schmuddelwetter bei Beachvolleyball oder Strandsoccer perfekt vergessen. Acht Felder stehen für verschiedene Spielstärken zur Verfügung, die Sauna ist im Preis mitinbegriffen. Tipp für Ruhebedürftige: Erst abends buchen, tagsüber feiern vor allem am Wochenende gerne Kinder mit ihren Freunden im „Beach Center“ ihre Geburtstage.

„Beach Center“ | Alter Teichweg 220, 22049 Hamburg | Montag bis Sonntag 10 bis 24 Uhr, pro Stunde kosten vier Spieler 39 Euro 

 

2. Tropen-Expedition

Das „Tropen Aquarium“ ist der perfekte Ort, um bei Nieselregen in andere Welten einzutauchen. Im Eingangsbereich der auf Tropentemperaturen geheizten 8.000-Quadratmeter-Anlage warten frei laufende Kattas auf die Besucher. Anfassen und Füttern ist nicht erlaubt. Doch wer Glück hat, dem springen die niedlichen Kletterkünstler auf die Schulter. Danach geht es auf vier Ebenen in verschiedene Welten, vom Regenwald über Wüsten bis zum Amazonas und ins offene Meer. Insgesamt 14.000 exotische Tiere lassen sich hier in Aquarien, Höhlen und Gehegen bestaunen. Highlights sind die Nilkrokodile und  das große Hai-Atoll.

Durch eine konkav gebogene 14 Meter lange und sechs Meter hohe Spezialscheibe lassen sich von einer Tribüne im Halbdunkel die Bewohner studieren: Verschiedene Haiarten, Rochen, ein riesiger Zackenbarsch und etliche andere Fische ziehen in den 1,8 Millionen Litern Salzwasser ihre Bahnen.  

„Tropenaquarium“ | Lokstedter Grenzstraße 2, 22527 Hamburg | Täglich 9 bis 18 Uhr | Eintritt für Erwachsene 14 Euro, Kinder 10 Euro 

Mrekulli????

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3. Klettern wie an der Nordwand

Die perfekte Location zum Abhängen: Norddeutschlands größtes und modernstes Kletterzentrum bietet auf 3.500 Quadratmetern Kraxel-Fläche Parcours für jede Schwierigkeitsstufe. Anfänger sind in der 2013 für 5,3 Millionen Euro gebauten Anlage im Inselpark Wilhelmsburg genauso gut aufgehoben wie Profis. Besonders spektakulär ist die große Glasfront, die sich bei gutem Wetter auch öffnen lässt. Angeboten werden hunderte von Routen, Bouldern (Klettern ohne Seil) und Stunden mit Trainern (29 Euro für 90 Minuten).

„Nordwandhalle“ | Am Inselpark 20, 21109 Hamburg | Montag bis Freitag 10 bis 23 Uhr, Samstag bis Sonntag 10 bis 22 Uhr | Eintritt: 15,50 Euro für Erwachsene, 7,50 Euro ab 14 Jahren 

Bouldersession set by Frankenmann & Ösi #nordwandhalle #elbroyal #torstenhans #cliffhangerphotography

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4. Hamburgs Museumsschiffe

Als echter Hamburger lässt man sich auch von Schietwetter nicht davon abhalten, an der Elbe zu sein. Und sei es nur auf den Museumsschiffen. Bei Regen lädt im Hafen die Rickmer Rickmers zur Besichtigungstour ein. Der stählerne Dreimaster, der 1896 vom Stapel lief, gehört an seinem festen Liegeplatz an den Landungsbrücken fest zum Bild des Hamburger Hafens.

Ebenfalls an den Landungsbrücken liegt die Cap San Diego. Das größte fahrtüchtige Museums-Frachtschiff der Welt wird von 45 ehrenamtlich tätigen Seemännern in Schuss gehalten und bildet mit seiner eleganten weißen Silhouette eins der Wahrzeichen der Stadt.

Vor dem Fischmarkt hat vor sechs Jahren U-434 festgemacht. Das ehemalige sowjetische Spionage-U-Boot ist heute als Museumsschiff eine beliebte Touristenattraktion. Einst mit 24 Torpedos bewaffnet, konnte das mit einer Tarnbeschichtung ausgestattete 90-Meter-Schiff bis zu 60 Knoten unter Wasser laufen und bis zu 400 Meter tief tauchen.

„Cap San Diego“ | Überseebrücke, Hamburg | Täglich 10 – 18 Uhr | Erwachsene 7 Euro, Kinder (unter 14 Jahren) 2,50 Euro

„Rickmer Rickmers“ | Täglich 10 bis 18 Uhr | Landungsbrücke, Ponton 1a | Erwachsene 5 Euro, Kinder (4 bis 12 Jahre) 3 Euro

„U-Boot-Museum“ | Fischmarkt 10, 22767 Hamburg | Montag bis Samstag 9 bis 20 Uhr, Sonntag 11 bis 20 Uhr, Erwachsene 9 Euro, Kinder (6 bis 12 Jahre) 6 Euro 

To reach a port, we must set sail... ???? #rickmerrickmers

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5. Wellness Deluxe

Das coolste Spa der Stadt: Wer im Meridian Alstertal unter der großen Glaskuppel seine Bahnen im runden Pool zieht, fühlt sich wie ein VIP, nachts schwimmst du hier buchstäblich unter Sternen. Zu der weitläufigen Anlage mit Fitness- und Wellness-Bereich gehören sechs Saunen, eine davon mit orientalischem Ruheraum, eine große Dachterrasse und sechs Solarien.

„Meridian Alstertal“ | Heegbard 6, 22391 Hamburg | Montag bis Mittwoch 7 bis 23 Uhr, Dienstag und Donnerstag 9 bis 23 Uhr, Samstag und Sonntag 9 bis 22 Uhr, Tageskarten ab 20 Euro 

 

6. Indoor-Paradies zum Austoben

Wohin, wenn die Kids Bewegung brauchen? Hamburg hat zahlreiche Indoor-Spielplätze und Event-Locations, der größte und beliebteste davon ist das „Rabatzz“. Hier ist der Name Programm: Auf 3.500 Quadratmetern können die Kleinen auf zahlreichen Attraktionen toben, hüpfen, klettern, rutschen und spielen. Highlights sind das XXL-Kletterlabyrinth, die Riesenwellenrutsche und der Hochseilgarten. Besonders Mutige stürzen sich von den „Twin Falls“, Deutschlands steilster Doppel-Freifallrutsche. Tipp für Eltern: Drei bis vier Stunden einplanen, danach sind die Kids ausgepowert und auch die Erwachsenen lassen es dann angesichts des Lärmpegels in der Riesenhalle gerne wieder etwas ruhiger angehen.

„Rabatzz“, Kieler Straße 571, 22525 Hamburg | Montag bis Freitag 14 bis 19 Uhr, Samstag und Sonntag 10 bis 19 Uhr | Eintritt: Erwachsene 7,50 Euro, Kinder (unter 3 Jahre) 5,50 Euro, Kinder (3 bis 18 Jahre) 10,50 Euro 

#afterwork ???????? Indoorspielplatz, heute für Erwachsene geöffnet!

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7. Drei Museen in einem

Museen sind nur etwas für alte Leute? Dann schauen Sie sich doch mal die „Hamburger Kunsthalle“ näher an. Zwei Jahre lang wurde der wuchtige Gebäudekomplex für insgesamt 22 Millionen Euro renoviert. Jetzt sind erstmals Altbau, Neubau und die Galerie der Gegenwart so begehbar, dass ortsunkundige Besucher sich nicht in den drei Sammlungen auf insgesamt 13.000 Quadratmetern verlaufen.

Wer sich für den Besuch der größten und bedeutendsten Kunstsammlung Hamburgs interessiert, sollte vorher entscheiden, was er sehen möchte: Beliebte Dauerbrenner sind etwa die Galerie des 19. Jahrhunderts u. a. mit Werken von Caspar David Friedrich und Max Liebermann und die Klassische Moderne (u. a. Edward Munch, Franz Marc, Emil Nolde). Dazu gibt es jedes Jahr Sonderausstellungen, die oft zu Publikumsmagneten werden, wie 2016 die große Manet-Schau. Von Oktober 2016 bis zum 22. Januar 2017 locken Meisterwerke des Surrealismus mit Werken von Dali, Ernst, Miro und Magritte.

„Hamburger Kunsthalle" | Glockengießer Wall, 20095 Hamburg | Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr, Montag geschlossen,  Eintritt wochentags 12 Euro, am Wochenende und an Feiertagen 14 Euro, Kinder und Jugendliche frei  

 

 

8. Krimis und Kuchen

Diese Mischung auf Café und Buchladen gibt’s in Hamburg nur einmal: Wer bei Regen ein paar Stunden überbrücken muss oder beim Shopping einfach mal eine Pause braucht, sollte bei „Jussi – mein skandinavisches Krimicafé“ in Eppendorf vorbeischauen. Hier gibt es eine umfangreiche Krimiauswahl von Mankell bis Arne Dahl, dazu Astrid Lindgrens Kinderbücher und nordische Reiseliteratur. Wer die Titel probelesen will, kann im Laden einen Ebook-Reader ausleihen. Zur Krimikost werden selbstgebackene skandinavische Kuchen, Kekse und vegane Gebäck-Varianten gereicht.

„Jussi – mein skandinavisches Krimicafé“ | Lehmweg 35, 20251 Hamburg | Dienstag bis Samstag 10 bis 19 Uhr, Sonntag 10 bis 22 Uhr

 

 

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Die Autorin
Schon mit 15 Jahren flog Bruntje Thielke für zwei Monate nach Nicaragua, wo sie unter abenteuerlichen Verhältnissen bei einer 11-köpfigen Familie wohnte. Die Reisefreude und Abente ... mehr
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