8 Tipps für das Steinhuder Meer | reisereporter.de

8 Tipps für einen perfekten Tag am Steinhuder Meer

Egal ob du Tourist, frisch nach Hannover gezogen oder Ureinwohner mit Fernweh bist  –  hier kommen die Tipps für deinen perfekten Tag am Steinhuder Meer!

Bootsanleger mit Segelboot bei Abendrot am Steinhuder Meer in Niedersachsen.
Bootsanleger mit Segelboot bei Abendrot am Steinhuder Meer in Niedersachsen.

Foto: imago/imagebroker

1. Lass das Auto stehen und fahr Fahrrad

Hannover ist zwar nicht unbedingt ein Traum für Radfahrer, der Weg raus aus der Stadt in Richtung Steinhude ist jedoch traumhaft: Entlang des Mittellandkanals und durch die Leinemasch geht es durch eine grüne Idylle zum Steinhuder Meer. Die Wege sind meist asphaltiert, sodass du mühelos nach anderthalb Stunden das Ziel erreichst. Tipp für Kurzentschlossene: Beim Passieren der Stadt Wunstorf bietet sich noch die Gelegenheit, die vergessene Sonnencreme günstiger als am Tourismus-Hotspot der Region zu kaufen.

Schnellstraße Mittellandkanal: Wer fix sein will mit dem Rad, fährt hier lang.
Der Mittellandkanal, die Ihme, die Leine und die Eilenriede sind in Hannover richtige Fahrrad-Schnellstraßen. Schneller kommst du nicht durch die oder aus der Stadt. Foto: Jochen Heimann

 

 

2. Gib den versteckten Plätzen eine Chance

Rund um das Steinhuder Meer verläuft ein perfekt ausgebauter Radwanderweg, welcher euch unter anderem zum Badestrand Weiße Düne“ führt: Feiner Sand, ausreichend Platz und ein extrem geringes Gefälle beim Betreten des Wassers laden zum Verweilen ein. Der Kiosk vor Ort ist nicht der günstigste, bietet aber immer eine kühle Erfrischung zu Strand-fairen Preisen. Der Ausblick auf Steinhude und den Kali-Berg wird abends besonders schön, wenn die Sonne über dem Deister versinkt.

Hot-Spot für Familien: Der Badestrand "Weiße Düne" am Steinhuder Meer.
Der Strand "Weiße Düne": Hier gerade leer, im Sommer aber bevölkert von Familien. Foto: Jochen Heimann

 

3. Such' dir die richtigen versteckten Plätze aus

Der Badestrand weiße Düne ist idyllisch. Wären da nicht — besonders in der Hochsaison — diese Horden von Familien. Nur ein paar Minuten Fahrradweg entfernt befindet sich der Kite-Surf-Spot des Steinhuder Meers. Hier gibt es zwar nicht ganz so viel Strandfläche, dafür aber bei ausreichend Wind immer etwas zu sehen. Geduldet wird, wer Rücksicht nimmt: Die Surfer brauchen ausreichend Platz, um ihre Kites abzulegen. Daher solltest du deinen Astralkörper nicht zwangsweise mittig auf der Fläche drapieren. Abends eignet sich der Ort übrigens auch für kleine Lagerfeuer direkt am Wasser. Der Sonnenuntergang lohnt sich hier besonders im Herbst, weil die Sonne dann am günstigsten steht.

Idyllisch und unbelebt: Der Nachbarstrand von "Weiße Düne", an dem sich die Kite-Surfer sammeln.
Der Strand neben "Weiße Düne" ist deutlich unbelebter und idyllischer. Achtung: Rücksicht nehmen auf Kite-Surfer. Foto: Jochen Heimann

 

4. Tapp nicht in Touri-Fallen

Das Steinhuder Meer und besonders Steinhude stehen kulinarisch vor allem für eins: geräucherten Aal. Dementsprechend viele Fischbuden und -restaurants gibt es im Ort. Rund um die Grünfläche im touristischen Kern von Steinhude verkehren die meisten, den Kaffeefahrten entsprungenen Menschen mit grau-melierter bis silberner Haarpracht. Das kulinarische Angebot ist hier daher etwas kostenintensiver. Nur ein paar Meter weiter gibt es allerdings kleine Fensterverkäufe, ausstaffiert mit liebenswerten Omis, die dir deine Fischbrötchen frisch zubereiten. In den meisten Fällen sind diese um ungefähr 30 Prozent günstiger, als bei der Konkurrenz an der Promenade.

Aal direkt aus dem Fenster: Das Lächeln gibt es gratis.
Aal gibt's in Steinhude überall. Bei den kleinen Buden ist er deutlich günstiger und schmeckt genau so gut. Foto: Jochen Heimann

 

5. Tapp doch ab und zu in Touri-Fallen

Wie es sich für einen richtigen Tag am Steinhuder Meer gehört, muss Boot gefahren werden. Für die kleinen Motorboote mit Elektromotor (entspannt), braucht es allerdings einen Führerschein und einen nüchternen Fahrer. Bei den Tretbooten (sehr anstrengend) spielen Ausweise und Pegel eine untergeordnete Rolle. Wer es nicht von Klassenfahrten kennt, kann sich auch einer Gruppe auf einem „Auswanderer“ (die größeren Holzmotorboote mit Fahrer) anschließen und beispielsweise die Insel Wilhelmstein besichtigen. Die gewiefte Bootsverleih-Mafia (siehe Bild) trifft natürlich Preisabsprachen, was ein Umgehen teurer Touristenfallen an dieser Stelle unmöglich macht. Also rein ins Vergnügen!

Nicht ganz günstig, aber ein Muss: Boote mieten in Steinhude.
Ein Boot mieten und rumschippern gehört am Steinhuder Meer einfach dazu. Foto: Jochen Heimann

 

6. Nimm das nötigste an Kultur mit

Wie schon erwähnt, ist Steinhuder Meer = Aal und Aal = Steinhuder Meer. Deshalb solltest du, wenn du nicht unbedingt scharf drauf bist, dass dir hunderte Insekten um die Nase flattern (Insektenmuseum), zumindest einer der ansässigen Aalräuchereien einen Besuch abstatten. Dort kannst du sowohl den Aalen beim Schwimmen zugucken als auch ihren nächsten Zustand — geräuchert — bewundern. So kannst du beim nächsten Mal in seriöser Runde mit Fachwissen und kulturellem Interesse glänzen.

Aal, Lachs, Sprotte, Hering: In Steinhude wird alles geräuchert.
Aal räuchern ist in Steinhude Tradition. Einige Räuchereien gewähren einen Blick hinter die Kulissen. Foto: Jochen Heimann

 

7. Seeluft macht hungrig – hier kommt die Lösung

Wenn du inzwischen genug vom Trubel an der Promenade hast, dir die Fischrestaurants vor Ort zu teuer waren und dich das Brötchen vom Fensterverkauf schon lange nicht mehr zufriedenstellt, kommt jetzt ein echter Geheimtipp: Einen Katzensprung von Steinhude entfernt befindet sich der kleine Ort Hagenburg. Dort gibt es nicht viel. Außer ein paar Wohnhäusern und dem Gewerbegebiet am Ortsausgang, in dem Fischfeinkost Lindemann ansässig ist — natürlich inklusive Fabrikverkauf. Wenn du also richtig Hunger hast und trotzdem dein Portemonnaie schonen willst, kehrst du hier ein. Das Hauptgericht liegt bei großzügigen Portionen zwischen 6 und 9 Euro. Wer nicht soweit fahren möchte, findet übrigens auch einen Stand von Lindemanns Fischfeinkost in der Markthalle Hannover.

Günstig und gut: Fischfeinkost Lindemann in Hagenburg.
Fischfeinkost Lindemann in Hagenburg ist ein Traditionsbetrieb. In dem Fabrikverkauf lässt sich sehr günstig und gut essen. Foto: Jochen Heimann

 

8. Lass den Tag angemessen ausklingen

Der Tag neigt sich dem Ende entgegen. Entweder bist du jetzt mit der S-Bahn ab Neustadt am Rübenberge oder ab Wunstorf zurückgefahren oder du warst so motiviert und hast dich tatsächlich wieder aufs Rad geschwungen. Ist letzteres der Fall, muss das auch belohnt werden: Am Mittellandkanal entlang kommst du, später entlang der Leine und Ihme, direkt in Hannover Linden an. Hier lädt das Strandleben zum Entspannen ein. Bestell dir ein kaltes Getränk zur Belohnung und genieß den Sonnenuntergang über der Ihme. Dieses Mal aber wirklich. Du hast es dir verdient!

Oh yes, Kurzurlaub vorm Urlaub! ⛱☀️

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Der Autor
Medien-Nerd und Sneakersammler, sprich' mich auf Barcelona an, wenn du Fernweh-Monologe ertragen kannst. Mit mir kann man kochen und dabei über Gott und die Welt und Kneipenkultur ... mehr
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