Schnee-Chaos: Hotel in Bayern nach Lawinenabgang evakuiert

Schnee-Chaos: Hotel in Bayern von Lawine verschüttet

Im Ort Balderschwang im Oberallgäu wurde am frühen Montagmorgen das Hotel Hubertus von einer Lawine erfasst. Bereits seit gestern sind Urlauber und Einheimische in dem Ort eingeschlossen.

Starker Schneefall am Alpenrand und im Allgäu. Die Straße zum Argenbühler Ortsteil Eisenharz ist gesperrt.
Viele Straßen im Allgäu und am Alpenrand bleiben gesperrt.

Foto: imago/Arnulf Hettrich

Die Hotelgäste in Balderschwang hatten Glück im Unglück: Obwohl ihr Hotel kurz nach 5 Uhr morgens von einer Lawine erfasst worden war, wurde niemand verletzt. Jetzt erholen sich die Urlauber von ihrem Schock und werden auf andere Häuser in dem Ort verteilt.

Die Lawine rollte bis in den Wellnessbereich des Hotels Hubertus, die Fenster von zwei Zimmern wurden ebenfalls von den Schneemassen eingedrückt – das berichtet das RedaktionsNetzwerk Deutschland in seinem Newsblog. Zum Glück musste aber nur eine Person medizinisch versorgt werden – sie hatte nach der Lawine einen Schwächeanfall erlitten.

Seit Sonntag ist der 1.100-Einwohner-Ort eingeschneit, Rettungskräfte können nur mit Schneeketten über den eigentlich gesperrten Riedbergpass nach Balderschwang kommen. Insgesamt sei die Lage dem Bürgermeister zufolge aber ruhig, die Leute fühlten sich auch nach der Lawine noch sicher.

Bayern: Weiterhin große Lawinengefahr

Im Süden Bayerns gilt derzeit die Gefahrenstufe vier. Der Lawinenwarndienst Bayern informiert, dass Sturm und Neuschnee die Lage bis Montagabend weiterhin angespannt halten werden. Und auch wenn der Schnee in den kommenden Tagen weniger werden soll – die Lawinensituation bleibe angespannt.

 Auch der Deutsche Wetterdienst warnt vor Schneebruch und Lawinenabgängen:

Auch Teile von Österreich versinken in den Schneemassen, besonders dramatisch ist die Lage im Westen unseres Nachbarlandes. Mittlerweile sind „wetter.at“ zufolge 17.000 Menschen eingeschneit. Vielerorts in Tirol und in den Zillertaler Alpen gilt die höchste Lawinenwarnstufe fünf.

Schnee behindert Reiseverkehr: Der Fernpass ist gesperrt

Der Fernpass in den Tiroler Alpen zählt zu den meistbefahrenen Pässen in den Ostalpen. Seit Sonntagabend ist die wichtige Verbindung zwischen Deutschland und Österreich gesperrt. Wie lange die Sperrung andauern wird, steht noch nicht fest. Autofahrer können den Pass nur großräumig über die A12 umfahren.

Lawine verschüttet Bahnstation in der Schweiz

Im Schweizer Skiort Klosters ist in der Nacht zu Montag ebenfalls eine Lawine abgegangen. Sie hat die Mittelstation der Gotschnabahn in Klosters begraben. Aufgrund von Orkanböen bleibt das Skigebiet heute geschlossen. 

Bereits am Sonntagmittag wurden zwei Eiskletterer in Platta von einer Lawine verletzt. Das berichtet die Schweizer Nachrichtenseite „20 Minuten“.

Hunderte Skilifte in Österreich und Bayern stehen still

Seit Samstag hat sich die Zahl der geschlossenen Skilifte wieder mehr als verdoppelt: Derzeit sind in Österreich rund 750 Lifte gesperrt, doppelt so viele sind noch in Betrieb. In Bayern ist mehr als die Hälfte der Skilifte geschlossen, insgesamt stehen 235 von 428 still. Darüber informiert das Portal „Skiresort.de“.

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