Schnee-Chaos: Hunderte Menschen in Bayern und Österreich eingeschneit

Schnee-Chaos: Hunderte Menschen sind eingeschneit

Blockierte Straßen, eingeschneite Gebiete, Lawinengefahr: Die Lage in Deutschland und Österreich wird immer dramatischer. Auch in Sachsen waren zeitweise die ersten Orte von der Außenwelt abgeschnitten.

Starker Schneefall am Alpenrand und im Allgäu. Die Bundesstraße 308 zum Oberjoch nach Österreich ist Schnee bedeckt.
Neben den Alpenstraßen, wie hier im Allgäu, türmt sich meterhoch der Schnee – wenn sie überhaupt noch befahrbar sind.

Foto: imago/Arnulf Hettrich

Die Schneemassen halten die Alpenregion weiter in ihrem frostigen Griff: In großen Teilen des österreichischen Bundeslandes Salzburg sowie in drei weiteren Bundesländern das Landes gilt die höchste Lawinenwarnstufe fünf.

In Deutschland ist mittlerweile neben Bayern auch Sachsen vom Schnee-Chaos betroffen.

Sachsen: Erste Orte von der Außenwelt abgeschnitten

Auch in Sachsen waren zeitweise die ersten Orte komplett von der Außenwelt abgeschnitten. So war der Ort Carlsfeld im Erzgebirge nach Infos des „MDR“ gestern Abend nicht mehr erreichbar. Die Schneemassen türmen sich dort mehr als einen Meter hoch auf. Der Räumungsdienst ist im Dauereinsatz, um Straßen und Gehwege vom Schnee zu befreien.

Inzwischen sei der Ort jedoch wieder erreichbar. Trotzdem rät der Bürgermeister Urlaubern aktuell von einer Anreise ab. Die Skilifte und Loipen seien geschlossen.

Auch die Innenstadt von Oberwiesenthal ist nach Infos des Redaktionsnetzwerkes Deutschland nicht erreichbar, alle Zufahrten sowie der Grenzübergang nach Tschechien sind gesperrt.

Schnee-Chaos in Bayern: Autofahrer verbringen Nacht auf A8

In Bayern sorgte das Schnee-Chaos dafür, dass Hunderte Menschen die Nacht auf der Autobahn A8 verbringen mussten. Auf der Strecke zwischen Ulm-Ost und Mühlhausen hatte sich ein 35 Kilometer langer Stau gebildet, weil etliche Lkw im Schnee feststeckten und den Verkehr blockierten. Ersthelfer versorgten die Menschen mit Decken und warmen Getränken. 

Orte in Bayern und Österreich sind eingeschneit

In Südbayern sind die Siedlung Buchenhöhe in Berchtesgaden und die Gemeinde Jachenau wegen Schnees weitgehend abgeschnitten.

Auch in Österreich sind immer mehr Orte nicht erreichbar – darunter Galtür in Tirol. Insgesamt sind „wetter.at“ zufolge mehr als 40 Orte von der Außenwelt abgeschnitten. In der Steiermark sitzen weiterhin etwa 350 Urlauber in der Gemeinde Hohentauern fest.

Aktuell wird darüber beraten, in welchen Gebieten der Steiermark die Menschen ihre Häuser und Höfe verlassen müssen. Knapp 30 Gebäude sind offenbar von möglichen Lawinen bedroht.

Hunderte Skilifte in Österreich und Bayern geschlossen

Auch am Donnerstag stehen wegen der Lawinengefahr in Österreich Hunderte Skilifte still – nach Angaben des Portals „Skiresort.de“ sind mehr als 700 Lifte geschlossen. Geöffnet sind aktuell (noch) rund 1.480. In Bayern sind aktuell 186 Skilifte dicht.

Am Mittwochnachmittag mussten 35 Wintersportler aus einem Sessellift auf der steirischen Reiteralm in Österreich gerettet werden. Ein Baum war auf das Förderseil gekracht, dadurch musste die Bahn gestoppt werden, berichtet „wetter.at“.

Kommentare
Erhalte täglich Reisegeschichten, folge uns auf Facebook:
Zur
Startseite