Derzeit wird in Australien mit Hochdruck nach Monika B. gesucht. Die 62-jährige Touristin aus Deutschland ist am 1. Januar zu einer Wanderung auf den abgelegenen Wanderwegen rund um Alice Springs aufgebrochen – und seitdem nicht zurückgekehrt. Jetzt sucht die Polizei das Gebiet mit Drohnen ab.

Deutsche Touristin seit mehr als einer Woche in Alice Springs vermisst

Motelmitarbeiter meldeten Monika gestern als vermisst, weil sie schon am 5. Januar aus dem Desert Palms Resort hätte auschecken sollen. Außerdem verpasste sie ihren Flug nach Darwin am selben Tag. Bilder einer Überwachungskamera zeigen, wie sie ihr Motel in Shorts und mit einem roten Tagesrucksack am Neujahrstag verlässt: 

Die Polizei steht mit der deutschen Botschaft in Kontakt und arbeitet mit den Nationalparks in der Umgebung zusammen, um auf beliebten Wanderwegen wie dem Larapinta Trail nach Monika zu suchen.

In ihrem Zimmer fand die Polizei Broschüren über die Region und geht deshalb davon aus, dass Monika dort wandern wollte. Das teilte eine Polizeisprecherin in einem Livevideo auf Facebook mit. Wer Monika seit ihrem Verschwinden gesehen hat, soll dringend die Polizei kontaktieren. 

Bei Hitze können Wanderungen im Red Center lebensbedrohlich sein

Noch stehe laut Polizei nicht fest, ob Monika beispielsweise entführt wurde oder sich beim Wandern verlaufen hat. Sicher ist aber: Die Wanderwege bei Alice Springs können im australischen Sommer für Touristen sehr gefährlich werden. Nicht selten steigen die Temperaturen über 45 Grad. 

Der australische Nachrichtensender „ABC“ berichtet, dass vor einem Jahr ein amerikanischer Tourist (33) auf dem Larapinta Trail gestorben ist, weil er eine falsche Abzweigung genommen hatte.

Alice Springs ist ein abgelegener Ort im Northern Territory, der vor allem als Ausgangspunkt für Ausflüge zum Ayers Rock bekannt ist.