Es ist eine echte Invasion: Etwa 13.000 Menschen sind in der vergangenen Woche an den Stränden von Queensland von Portugiesischen Galeeren gestochen worden – dreimal mehr als im Vergleichszeitraum 2018. Die meisten Vorfälle gab es in den bei Urlaubern extrem beliebten Regionen Gold Coast und Sunshine Coast.

Das Gift der Nesseltiere führt zu extrem schmerzhaften Quaddeln auf der Haut und ist vor allem für Allergiker oder geschwächte Personen gefährlich. Ein Kontakt mit den Nesselzellen kann im schlimmsten Fall tödlich enden.

Quallenalarm: Beliebte Strände an der Gold Coast gesperrt

Allein am Wochenende wurden knapp 3.600 Menschen wegen der Stiche behandelt, teilte „Surf Live Safing Queensland“ mit. Der Offizier des Rettungsdienstes Jeremy Sturges sagte dem Portal „news.com.au“, es sei eine regelrechte „Plage“: „Ich habe so etwas noch nie gesehen.“

Die Invasion der Nesseltiere sorgte dafür, dass beliebte Strände, darunter der Rainbow Beach, geschlossen werden mussten. Die Quallen werden aktuell aufgrund ungewöhnlich starker Winde in Richtung Küste und an die Strände getrieben, berichtet „BBC“.

Sturges warnte davor, die Quallen, die am Strand liegen, anzufassen. Sie seien dann genauso gefährlich wie im Wasser. „Menschen sind verletzt worden, als sie nur am Strand entlangliefen. Hebt sie nicht hoch und tretet nicht auf sie, sonst werdet ihr gestochen“, so der Rettungsoffizier.

Von Portugiesischer Galeere gestochen: Was dann zu tun ist

Was im Fall eines Stichs der Portugiesischen Galeere zu tun ist: Die Tentakel mit einem Handtuch oder ähnlichem abnehmen, die Stelle mit Meerwasser abspülen und dann in warmes Wasser legen. Wenn nötig, auch Eispacks verwenden. No-Go: Essig draufschütten.

Im vergangenen Jahr hatte es auch mehrfach Quallenalarm auf Mallorca und an anderen Stränden in Spanien gegeben. Auch dort waren mehrere beliebte Strände gesperrt worden.