Nach Gatwick-Chaos: Anti-Drohnen-Geschosse für Flughäfen

Nach Gatwick-Chaos: Anti-Drohnen-Geschosse für Airports

Wegen Drohnensichtungen war der Flughafen London-Gatwick im Dezember mehr als einen Tag lang gesperrt. So etwas soll nie wieder passieren – und daher bekommt der Airport jetzt Anti-Drohnen-Geschosse.

Am Flughafen London-Gatwick herrschte Chaos, rund 150.000 Passagiere waren betroffen.
Am Flughafen London-Gatwick herrschte Chaos, rund 150.000 Passagiere waren betroffen.

Foto: imago/Xinhua

33 Stunden lang ging gar nichts mehr am Flughafen London-Gatwick: Weil Drohnen über dem Rollfeld gesichtet wurden, war der Airport ausgerechnet zum Weihnachtsverkehr 2018 dreimal gesperrt worden. Mehr als 1.000 Flüge fielen aus, etwa 150.000 Fluggäste waren vom Chaos betroffen.

Gatwick und Heathrow: Flughäfen haben eine Drohnenabwehr

Um eine Wiederholung zu verhinden, haben sich die Londoner Flughäfen Heathrow und Gatwick eine militärische Drohnenabwehr gekauft. Diese sei bereits auf einem Dach installiert und in Betrieb, teilte der Airport Gatwick mit. 

Sie könne die Kommunikation zwischen einer Drohne und dem Betreiber entdecken und blockieren. Das System habe eine Reichweite von etlichen Kilometern.

Außerdem will das britische Parlament neue Gesetze verabschieden, die den Weg für Anti-Drohnen-Raketen an britischen Flughäfen ebnen. Behörden sollen mehr Möglichkeiten für militärische Gegenmaßnahmen bekommen – und mit Signalblockern sowie Jagddrohnen ausgestattet werden.

Drohnensperrzone an Flughäfen wird erweitert

Zusätzlich wird die Drohnensperrzone um große Flughäfen von einem auf fünf Kilometer erweitert. Das kündigte Verkehrsminister Chris Grayling im Parlament an, berichtet die britische „Sun“.

Der Airport London-Gatwick ist nach Heathrow der zweitgrößte Flughafen in Großbritannien und der siebtgrößte in Europa

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