Der heftige Wintereinbruch mit starkem Schneefall hat bereits am Wochenende dazu geführt, dass am Flughafen München mehr als 130 Flüge gestrichen werden mussten. In Österreich saßen Hunderte Passagiere stundenlang in einem Zug fest, weil ein Baum wegen der Schneemassen auf die Gleise gestürzt war. Auch mehrere Skiorte waren von der Außenwelt abgeschnitten.

Sechs Menschen sind bereits gestorben – darunter zwei deutsche Skifahrer, die in Österreich abseits der gesicherten Pisten gefahren waren. Sie wurden von einer Lawine erfasst.

Österreich: Skigebiet Hochkar wird komplett evakuiert

Ein Ende des Schneechaos ist auch am Montag nicht in Sicht. Ein Skigebiet wird sogar komplett geräumt! Gesperrt ist das Skigebiet Hochkar bereits seit Samstag, doch nun wird es evakuiert. Alle Urlauber und Einwohner, die vor Ort sind, werden ins Tal gebracht. 

„Das hat es meines Wissens in der Geschichte des Hochkars noch nie gegeben“, sagt Göstlings Bürgermeister Friedrich Fahrnberger dem Portal „nön.at“.

Doch der Ort könne die medizinische Versorgung nicht garantieren, die Hochkar-Alpenstraße sei wegen der Lawinengefahr voraussichtlich noch bis Donnerstag gesperrt. Auch Helikopterflüge seien wegen des Wetters nicht möglich. 

Das Skigebiet liegt rund 150 Kilometer entfernt von Wien und hat acht Liftanlagen sowie zwei Förderbänder, die die 19 Kilometer Piste verbinden.

Bayern: Straßensperrungen und Bahnverspätungen

In den bayerischen Ostalpen gilt überall die zweithöchste Lawinenwarnstufe. Etliche Straßen sind gesperrt – unter anderem sind einige Grenzübergänge zu Österreich nicht erreichbar, berichtet der „Bayerische Rundfunk“.

Auch viele Züge können am Montag nicht fahren. Vor allem im Süden und Westen des Bundeslandes gibt es Probleme: Mehrere Strecken im Allgäu sowie in Richtung Wolfratshausen, Starnberg, Holzkirchen und Garmisch-Partenkirchen sind gesperrt. Eine Übersicht hat die Bahn online zusammengestellt.