Thailand: Zehntausende Touristen fliehen vor Tropensturm „Pabuk“

Thailand: Zehntausende Touristen fliehen vor Tropensturm

Zehntausende Touristen sind geflohen, es gibt Notunterkünfte für Urlauber und Einheimische, der Flugverkehr auf Koh Samui ist eingestellt. Die Angst vor Tropensturm „Pabuk“ in Thailand ist groß.

Erste Ausläufer des Tropensturms „Pabuk“ sind in Thailand auf Land getroffen.
Erste Ausläufer des Tropensturms „Pabuk“ sind in Thailand auf Land getroffen.

Foto: twitter.com/ThaiPBS

Es könnte der schlimmste Tropensturm seit Jahrzehnten werden: Der Süden Thailands bangt vor „Pabuk“. Die ersten Ausläufer erreichten die Küste der Provinz Nakhon Si Thammarat am Mittag und brachten Sturm, heftigen Regen und bis zu fünf Meter hohe Wellen mit sich. 

Nach Angaben der Meteorologiebehörde bewegt er sich nun mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 75 Kilometern pro Stunde in Richtung Nordwesten auf die Provinz Surat Thani zu – dort liegt auch die beliebte Urlaubsinsel Koh Samui. An diesem Samstag soll der Sturm auch die Touristenziele Phuket und Krabi treffen.

Etwa 30.000 Küstenbewohner in Nakhon Si Thammarat wurden evakuiert. Dort beschädigte der Tropensturm etliche Gebäude – die befürchteten großen Zerstörungen blieben bislang jedoch aus. 

„Pabuk“ wird offenbar schwächer und könnte bald zu einem tropischen Tiefdruckgebiet herabgestuft werden, wie die thailändische Zeitung „Khao Sod“ berichtet.

Thailand: Tropensturm „Pabuk“ erreicht Urlaubsinseln am Freitag

Auf den Inseln Koh Phangan, Koh Samui und Koh Tao wurde zunächst die höchste Warnstufe ausgerufen – seit Silvester haben bis zu 50.000 Menschen aus Angst vor dem Tropensturm die Inseln verlassen. 

Bereits am Mittwoch ertrank vor Koh Samui ein 56-jähriger russischer Tourist, der trotz gehisster roter Flagge ins Meer gegangen war.

Im Landkreis Amphoe Lang Suan wurden buddhistische Tempel entlang der Küste evakuiert. Der Similan-Nationalpark bleibt bis Samstag geschlossen. 

Bilder und Videos von Einheimischen und Toruisten zeigen heftige Regenwälle und Wellengang in den südlichen Regionen von Thailand. 

Kein Flugverkehr nach Koh Samui, Fährbetrieb eingestellt

Wegen des Tropensturms wurden alle Flüge von und nach Koh Samui vorsorglich abgesagt. Der Flughafen in der Provinz Nakhon Si Thammarart ist seit Donnerstagabend geschlossen, am Airport Surat Thani wurde am Freitag ebenfalls der Flugbetrieb eingestellt.

Urlauber, die bis Donnerstagabend keinen Platz mehr auf einer Fähre bekamen, müssen auf den Inseln bleiben, denn der Fährbetrieb ist nun eingestellt. Auch Boote dürfen im Süden Thailands nicht mehr aufs Meer fahren.

Im ganzen Süden Thailands wird mit heftigen Regenfällen gerechnet, auch in den Urlaubsregionen an der Andamanensee wie Phuket oder Krabi sowie in den südlichsten Provinzen Pattani, Narathiwat und Yala.

„Pabuk“ ist der erste Tropensturm seit 30 Jahren, der die Region außerhalb der Monsunzeit trifft. Die Meteorologiebehörde warnte, dass er für ähnliche Zerstörungen sorgen könnte wie Tropensturm „Harriet“ im Jahr 1962. Damals starben fast 1.000 Menschen.

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