Shutdown: US-Nationalparks haben ein Fäkalien-Problem

Shutdown: US-Nationalparks haben ein Fäkalien-Problem

Viele Nationalparks der USA sind derzeit geschlossen oder laufen nur auf Sparflamme. Das führt zu Problemen mit Müll und Ausscheidungen: Einige Besucher nutzen statt gesperrter Toiletten den Straßenrand.

Eine Straße im Death-Valley-Nationalpark in den USA.
Einige Urlauber hinterlassen im Death Valley nicht nur Müll, sondern auch Kot und Urin am Straßenrand. (Symbolfoto)

Foto: imago/ZUMA Press/Nic Coury

Zwar sind trotz der noch immer andauernden Haushalthaltssperre in den USA einige Nationalparks weiterhin geöffnet. Diese haben nun aber ein Problem: Viele Toiletten sind gesperrt – und einige Besucher verrichten ihre Notdurft deshalb am Straßenrand.

Im Yosemite-Nationalpark mussten deshalb am Montag zwei Campingplätze und ein Waldgebiet schließen. Wie ein Sprecher des Parks der „Los Angeles Times“ berichtete, stelle menschlicher Kot und Urin an den Straßen mittlerweile ein gesundheitliches Risiko dar. Im Joshua-Tree-Nationalpark wurden am Mittwoch beliebte Campingplätze für Besucher gesperrt, so „CNN“.

US-Nationalparks versinken in Müll und Fäkalien

Reisende werden deshalb dringend gebeten, Toiletten in den benachbarten Ortschaften zu besuchen und dort auch ihren Müll zu entsorgen, bevor sie in die Parks fahren. Denn die Mülleimer der Nationalparks werden während des Shutdowns ebenfalls nicht geleert.

Auch im Death Valley mussten einige Toiletten schließen. Diese waren zunächst geöffnet, aber weder gereinigt noch mit neuem Toilettenpapier ausgestattet worden. Jetzt mussten einige geschlossen werden: Sie waren so verunreinigt, dass sie ein Gesundheitsrisiko darstellten.

Was der Shutdown in den USA für Reisende bedeutet

Wie lange der Shutdown in den USA noch anhält, bleibt unklar. Die Haushaltssperre ist am 22. Dezember in Kraft getreten, da sich Präsident Trump bisher nicht mit den Demokraten im Kongress auf die Finanzierung der Mauer zu Mexiko einigen konnte. Bis der Shutdown beendet ist, bleiben außerdem die staatlichen Museen in den USA geschlossen.

Bei bisherigen Haushaltssperren wurden die Nationalparks des Landes komplett für Besucher gesperrt. Unter der Trump-Regierung können Urlauber die Parks zwar besuchen, diese sind allerdings extrem unterbesetzt: Ein Viertel der Regierungsmitarbeiter ist derzeit nicht im Dienst oder arbeitet ohne Bezahlung.

Kommentare
Erhalte täglich Reisegeschichten, folge uns auf Facebook:
Wellness auf Usedom
Zur
Startseite