Das neue Jahr beginnt in Dänemark mit einem schrecklichen Zugunglück: Um 7.35 Uhr am heutigen Mittwochmorgen kamen sechs Passagiere eines Zuges ums Leben, 16 weitere wurden verletzt. Insgesamt befanden sich rund 130 Menschen an Bord.

Zugunglück in Dänemark: „Wie in einem Katastrophenfilm“

Der Zug war von Aarhus unterwegs nach Kopenhagen, als er auf der Storebæltsbroen, der 18 Kilometer langen Brücke über den Großen Belt, mit Teilen eines Güterzugs kollidierte. Daraufhin musste der Zug abrupt bremsen.

„Es fühlte sich an, wie im Film“, beschreibt eine Passagierin den dramatischen Unfall gegenüber dem Nachrichtensender „TV2“. Fenster zerbarsten, die Menschen im Zug waren schockiert. Für die betroffenen Passagiere wurde in Nyborg ein Krisenzentrum eingerichtet, in dem sie psychologiesch betreut werden.

Nach Zugunglück: Verkehr zwischen Fünen und Seeland eingeschränkt

Am Mittwochmittag wurde der Autoverkehr auf der Brücke in beide Richtungen wieder freigegeben, Autos dürfen aufgrund starker Winde aber maximal 50 Kilometer por Stunde fahren. Die Polizei von Fünen ermahnt Autofahrer, Einsatzfahrzeugen Platz zu machen, keine Bilder von der Unglücksstelle aufzunehmen und nicht über die Autobahn nach Nyborg zu fahren.

Noch immer sind Polizei und Rettungshelfer auf der Brücke im Einsatz. Bis voraussichtlich Donnerstagmorgen fahren keine Züge zwischen Korsør und Nyborg auf der Storebælt-Brücke. Stattdessen sind Busse als Schienenersatzverkehr im Einsatz.

Da die Brücke aufgrund des starken Sturms für Autofahrer gesperrt war und es zu langen Staus vor der Brücke kam, hatte es die Polizei zunächst schwer, zur Unglücksstelle zu gelangen.