Wie alles begann:
Ende letzten Jahres schauten wir uns die Zeitung an.
Zwischen Politik und Sport
entdeckten wir ein besonderes Wort.
„Reisereporter“ stand dort in fetter Schrift.
Wir wussten sofort, dass uns das betrifft.

In Kooperation mit TUI konnte man das beste Jahr seines Lebens gewinnen
diese Chance durfte uns nicht entrinnen. 
Sie warben mit Reisen zu den schönsten Orten der Welt
und das alles ohne Geld.
Jeden Trip würden sie bezahlen
unsere Aufgabe war es dafür auf den Social-Media-Kanälen zu strahlen.

Der Deal schien zu perfekt, um wahr zu sein,
und wir stürzen uns in die Bewerbungsphase hinein.
Während Carina und Edu in einem Vorstellungsvideo auftraten so multikulturell
lieferten sich Jane und Julia mit einem pinken Gummiflamingo ein Duell.
Sein Name war Heinz und er war frech wie die Nacht.
Das hatten wir beiden Mädels bei unserem Plan nicht bedacht.
In unserer Fantasie diente der Vogel lediglich als Komparse.
Jedoch war Heinz der geborene Showhase.
Er unterbrach uns bei jedem Wort und stellte uns als „seine Mädels“ dar.
Dass wir gewinnen würden, war für ihn klar.
Noch bevor die Voting-Phase der Zuschauer feststand, 
hatte der Flamingo bereits seine Koffer in der Hand.
Ohne Zweifel und völlig entspannt
verkündete er bei seiner Arbeit den Ruhestand.

Carina, Edu, Jane und Julia
waren hingegen dem Verzweifeln nah.
Nichts auf der Welt wollten sie mehr,
Alle vier liebten das Reisen so sehr.
Als der Tag der Entscheidung dann endlich gekommen war, 
Heinz sich bereits am Flughafen verkaufte als DER reisereporter-Star,
schlugen die Herzen so schnell wie nie,
alle hatten weiche Knie.

Dann kam die Nachricht.
Die vier Reisereporter waren wir, 
inklusive pinkem Gummitier.
Tränen vor Freude und Luftsprünge aus purem Glück:
Jetzt gab es wirklich kein Zurück.
Bereits in unseren Kreisen
waren wir bekannt als die Experten fürs Reisen.
Und das würden wir nun allen beweisen.

In Sri Lanka machten Carina und Edu den Start,
genossen Kokosnüsse statt Salat,
fuhren mit dem Zug 
und bekamen von der Vielfältigkeit des Landes nicht genug. 

Danach ging es weiter mit dem verrückten Trio in Peru
wo Flamingo Heinz fand neue Freunde im Nu.
Alpakas, so weit das Auge sah,
fand sich schnell ein neues Paar.
Während Jane und Julia die Schönheit des Machu Picchu genossen,
konnte Heinz nicht lassen seine Flossen
von Alpaka-Dame Cloudi.
Mit den Worten „Wir sehen uns dann auf der Kreuzfahrt im Juli“
entflog das Gummitier in die Flitterwochen.
Unsere Herzen waren jedoch nicht wirklich gebrochen.
Endlich ein bisschen Frieden und Ruh, 
so erlebten wir Peru.

Das nächste Reiseziel war Lissabon
wo Israel den Euro Vision Song Contest gewonn.
Carina und Edu fieberten aufgeregt mit
und wir verfolgten auf Instagram jeden Schritt.
Was für ein spannendes Konzert
und jede Sekunde sehenswert.
Die beiden probierten den Nationalfisch des Landes, Sardinen,
und verzogen dabei ein bisschen die Mienen.
Doch wer nicht probiert, der oft verliert.
So sagt man doch so schön, 
da kann man auch kurz mal über komischen Geschmack stöhn’.

Im Sommer gab es dann zwei Reisen der besonderen Art,
es gingt für uns alle auf Kreuzfahrt!
Carina machte sich mit „Mein Schiff“ auf ins Mittelmeer,
Jane und Julia genossen die Reise nach St. Petersburg sehr.
Schmackhaftes Essen rund um die Uhr,
bei Massagen Entspannung pur. 
So konnten wir jeden Städteausflug mit allen Sinnen genießen,
während wir auf unserem Schiff anschließend die Seele baumeln ließen.

Alles war perfekt und wir sind im schwimmenden Paradies dahingeflossen, 
doch dann hat sich der verrückte Vogel mal wieder selbst abgeschossen.
Eines Abends trauten wir unseren Augen kaum,
der Flamingo stand vor uns in Hemd und Saum.
Die Kapitänsmütze hing ihm schief ins Gesicht.
Er schrie nur: „Leute, ihr glaubt es nicht!
Ein neuer Job auf dem Schiff gehört mir, die alleinigen reisereporter seid nun ihr.“
Natürlich kam es später anders, als wir dachten (es hätte uns zwar gefreut sehr), 
aber dazu später mehr. 

Als Nächstes landeten Jane und Julia in Rumänien
und waren von Nostalgie umgeben.
Die alte Stadt hatte einen magischen Hauch,
das Untold-Festival aber auch!
Während tagsüber Alltag und Ruhe nahmen die Vorderhand, 
waren abends alle außer Rand und Band.
Die Gesichter mit Glitzer geschmückt, 
tanzten und lachten wir zu wilder Musik wie verrückt. 
Eine Stadt voll mit Gegensatz, 
bekommt in unserer Erinnerung auf jeden Fall einen besonderen Platz. 

Von der Stadt ab auf ein gemütliches Land, 
war die Insel Paros das Nächste, was auf dem Programm stand.
Carina und Edu genossen das Idyll zwischen der bunten Blumenpracht, 
dieser Ort war wirklich für die Entspannung gemacht.
Mit Pferden ritten sie durch das blaue Meer
und genossen die Auszeit sehr.

So ruhig sollte es allerdings nicht weitergehen, 
denn Jane und Julia sollten in Neuseeland mit einem Camper ein paar Schafe ummähen.
Nach vierzig Stunden Reisezeit
begann für die beiden Mädels die aufregendste Zeit.
Ein Wohnmobil, so groß wie ein Raumschiff und wie eine Herde Elefanten so schwer, 
ging es auf in den Linksverkehr.
Harakirimäßig und äußerst rasant
waren sie schnell in Neuseeland bekannt.
Zwei blonde Mädels allein in der Wildnis mit einem Gekicher so laut, 
da gab es niemanden, den diesen Anblick nicht von den Socken haut.
Survival-Training statt Shoppingtrip,
die beiden nahmen wirklich jedes Abenteuer mit. 

Das nächste Ziel sollte für Carina und Edu dann Brasilien sein
doch sie würden dort nicht sein allein.
Ein Zusammentreffen mit der Familie von Edu war die Kirsche auf dem Sahnehäubchen, 
und ein wunderschönes Erlebnis für die beiden Turteltäubchen.
Weder Krokodile im Amazonas mit scharfen Zähnchen 
noch Spinnen, so groß wie Hähnchen, 
konnten das Glück der beiden kleiner machen.
Dafür würden sie dieses Erlebnis zu sehr in ihrem Herzen bewachen. 

Im Dezember ging es für Jane und Julia zum Rodeln nach Oberjoch
doch damit nicht genug, es kam schöner noch!
Carina und Edu kamen überraschend dazu 
und wir verstanden uns alle im Nu.
Zuvor hatten wir uns im realen Leben noch nicht kennengelernt, 
wir kannten uns lediglich über die Social-Media-Welt.

Wir wanderten gemeinsam im Schnee,
wärmten uns auf urigen Alphütten mit Tee.
Hatten die größte Gaudi beim Schlittenfahren
und konnten uns an Mehrgängemenüs im Hotel laben.
Wir erzählten und lachten,
wir verstanden uns so gut, wie wir es niemals dachten.
Auch Heinz trafen wir mit seiner neuen Schneefrau Sabine im Wellnessbereich,
dieser Machoflamingo bekam wirklich jede weich.

Voll mit Freude und Glück
denken wir an das schönste Jahr unseres Lebens zurück.
Noch unseren Enkelkindern werden wir später von diesem Abenteuer erzählen, 
wir würden diesen Weg immer wieder wählen.

Wenn wir das hier nun so berichten
und auch noch versuchen, den Schluss zu dichten, 
müssen wir uns wirklich ein Tränchen verkneifen.
Wir hätten nicht besser können wachsen und reifen.
All die Abenteuer, Erlebnisse und Inspirationen haben uns zu größeren Menschen gemacht, 
und wir haben lange nicht mehr so oft und viel aus vollem Herzen gelacht.

Tausend Dank für die schönste Zeit – nun sind wir für die Überraschung Ende Januar bereit.