Stundenlang durfte am Flughafen Hannover am Samstag kein Flugzeug mehr starten oder landen. Mehrere Flüge wurden gestrichen, 22 Maschinen wurden zu anderen Airports umgeleitet. Es lief ein Polizeigroßeinsatz, nachdem ein Mann gegen 15.40 Uhr versucht hat, mit einem Auto in den Sicherheitsbereich zu gelangen.

Flugverkehr am Flughafen Hannover nach Sicherheitsvorfall eingestellt

Er hatte nach Angaben der Polizei Hannover ein Tor durchbrochen und war dann aufs Vorfeld gerast. Dort soll er versucht haben, einer Maschine der griechischen Fluggesellschaft Aegean Airlines zu folgen, die gerade gelandet war, berichtet die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ (HAZ). Es handelt sich dabei um Flug AA3 812 von Athen.

Doch der Autofahrer konnte gestoppt und überwältigt werden. Ein Bombenentschärfungskommando wurde angefordert, um das Auto mit polnischem Kennzeichen zu untersuchen. Der Mann soll unter Drogen gestanden, Kokain und Aphetamine genommen haben.

Sicherheitsvorfall am Flughafen Hannover: Mann stand unter Drogen

Der junge Mann soll nach dem Bericht der „HAZ“ bei seiner Vernehmung gesagt haben, dass er nicht aus Polen stamme, aber aus Europa. Ein terroristischer Hintergrund könne weitestgehend ausgeschlossen werden, so die Bundespolizei.

Die Sicherheitsbereiche des Airports waren gesperrt, es fand mehr als vier Stunden lang keine Abfertigung statt. Passagiere warteten in den vorderen Bereichen der Terminals A und B.

Flughafen Hannover: Mehrere Flüge fallen aus

Vom Flughafen Hannover-Langenhagen aus gibt es innerdeutsche und internationale Flugverbindungen. Die Airline Tuifly hat ihre Basis in Hannover und fliegt von dort viele Ziele an. Nach dem Vorfall wurden drei Flüge gestrichen, seit 20.05 Uhr läuft der Flugbetrieb wieder.