Ryanair-Streiks: Das neue Jahr 2019 beginnt mit Arbeitsniederlegungen

Ryanair: Das neue Jahr 2019 beginnt mit Streiks

Bereits zu Beginn des Jahres 2019 drohen Flugausfälle und Verspätungen bei Ryanair. Das Kabinenpersonal der irischen Billig-Airline will an drei Tagen im Januar streiken. Welche Rechte Reisende haben.

Bei Ryanair drohen auch im neuen Jahr Streiks. (Symbolfoto)
Bei Ryanair drohen auch im neuen Jahr Streiks. (Symbolfoto)

Foto: imago/Chris Emil Janßen

Rund 1.800 Kabinenpersonalmitglieder von Ryanair in Spanien sind zum Streik im neuen Jahr 2019 aufgerufen. Am Dienstag, 8. Januar, Donnerstag, 10. Januar, und Sonntag, 13. Januar, sollen sie ihre Arbeit jeweils für 24 Stunden niederlegen. Auch in Deutschland könnten Reisende wegen des Streiks von Flugausfällen und Verspätungen betroffen sein. 

Mit diesen Warnstreiks wollen die Gewerkschaften USO und Sitcpla ihren Forderungen an den irischen Billigflieger Nachdruck verleihen. Sie fordern, dass die weitgehend nach irischem Recht geschlossenen Arbeitsverträge durch Verträge nach spanischem Recht ersetzt werden.

Ryanair-Streik: Haben Passagiere Anspruch auf Entschädigung?

„Reisende, deren Ryanair-Flüge gestrichen werden, haben unter Umständen Anspruch auf eine Entschädigung in Höhe von bis zu 600 Euro pro Person, sofern sie weniger als 14 Tage vor dem eigentlichen Abflugtermin über den Ausfall ihres Fluges informiert wurden“, sagt Laura Kauczynski, Expertin für Fluggastrechte des Fluggasthelfer-Portals „Airhelp“. Gleiches gelte für Passagiere, deren Flüge ihr Ziel mit mindestens drei Stunden Verspätung erreichen.

Ab einer Verspätung von mehr als fünf Stunden muss die Airline den Passagieren den vollen Ticketpreis erstatten. Ein Recht auf Verpflegung am Flughafen (Mahlzeiten und Getränke) haben Passagiere bereits bei einer Verspätungen von mehr als zwei Stunden und einer betroffenen Flugstrecke von über 1.500 Kilometern.

Ryanair: Bereits 2018 war ein heftiges Streikjahr

Streiks der Piloten und des Kabinenpersonals sorgten im Juli 2018 für Hunderte Flugausfälle, davon betroffen waren rund 100.000 Reisende. Ende September streikte dann auch das Kabinenpersonal in Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Italien, Portugal und Spanien.

In Deutschland einigten sich die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit und Ryanair Anfang Dezember auf ein Eckpunktepapier zur Beilegung des Tarifkonflikts mit den Piloten in Deutschland. Demnach sollen bis Ende März insgesamt vier Tarifverträge geschlossen werden – auf der Grundlage deutschen Rechts. In Großbritannien, Portugal und Italien schloss Ryanair ähnliche Vereinbarungen mit den Arbeitnehmern.

Kommentare
Erhalte täglich Reisegeschichten, folge uns auf Facebook:
Wellness auf Usedom
Zur
Startseite