Die zwei Fischer aus Costa Rica waren seit dem 1. Dezember vermisst worden. Nachdem sie vom Hafen der Stadt Puerto Limón in Costa Rica aus losgefahren waren, warfen sie ihre Netz aus. Während sie warteten, schliefen sie eine Runde. Doch als die beiden Männer wieder aufwachten, hatte starker Wind ihr Boot abgetrieben. Der Treibstoff reichte nicht mehr aus, um zurückzufahren, und so trieben sie auf dem offenen Meer.

Fischer treiben 20 Tage auf dem Meer – Essen reicht nur für sieben Tage

20 Tage später wurden sie vom Kreuzfahrtschiff „Empress of the Seas“ gerettet – völlig entkräftet, aber gesund. Das teilte James Van Fleet, Chefmeteorologe bei der Reederei Royal Caribbean, auf Twitter mit. 

Die Besatzung wurde am 21. Dezember rund 200 Kilometer vor der Südküste Kubas auf das Lichtsignal der zwei Männer aufmerksam. Deren Boot war inzwischen mehr als 1.000 Kilometer von Puerto Limón entfernt.

„Sie hatten nur genug Essen und Wasser für sieben Tage. Daher war die Versorgung mit Wasser die oberste Priorität, dann bekamen sie Fisch zu essen“, so Van Fleet über die ersten Stunden nach der Rettung. Der Chefmeteorologe postete außerdem Fotos von der Rettungsaktion: 

Dass das Royal-Caribbean-Schiff die Fischer retten konnte, ist fast ein Wunder. Denn eigentlich sollte der Kreuzer eine ganz andere Route fahren. Aufgrund schlechter Wetterverhältnisse wurde er von Cienfuegos in Kuba nach Ocho Rios in Jamaika umgeleitet, berichtet „CNN“.

Der Chefmeteorologe Van Fleet kommentiert: „Hätten wir die Reiseroute nicht geändert, um besseres Wetter zu bekommen, wären wir zu diesem Zeitpunkt nie an diesem Ort gewesen. Manchmal ist ein bisschen Glück alles, was man für ein Wunder braucht.“