Hunderte Erdstöße begleiten seit Heiligabend den Ausbruch des Ätna auf Sizilien. Der heftigste Erdstoß der Stärke 4,8 hat die Menschen in der Region rund um den Vulkan Mittwochnacht gegen 3.20 Uhr aufgeschreckt. Etwa 30 Personen wurden verletzt. 

Ätna-Ausbruch: Erdbeben sorgt für Panik auf Sizilien

Das Beben sorgte für Schäden an Gebäuden in und um Catania, berichtet die italienische Zeitung „Republicca“. Im Ort Fleri brach ein Haus zusammen, in Bongiardo wurde die Hauptkirche stark beschädigt.

In der Gemeinde Zafferana Etnea ging Ascheregen nieder, Menschen seien in Panik auf die Straße gerannt. Die Autobahn 18 zwischen Catania und Messina ist aus Sicherheitsgründen teilweise gesperrt.

Das Epizentrum des Bebens lag in der Nähe der drei Gemeinden Viagrande, Trecastagni und Aci Bonnacorsi nördlich der Stadt Catania, es ereignete sich in nur einem Kilometer Tiefe.

Ätna: Aus zwei Kilometer langem Spalt fließt Lava

Durch den Ätna-Ausbruch am Montag habe sich am Vulkan ein zwei Kilometer langer Spalt gebildet, aus dem sich Lava ergoss, teilte das Nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) mit. 

Ätna-Ausbruch legt Flugverkehr am Airport Catania lahm

Wegen der riesigen Aschewolke fielen an Heiligabend und am ersten Weihnachtsfeiertag zahlreiche Flüge am Flughafen Catania aus. Der zweitgrößte Flughafen von Sizilien war zeitweise sogar komplett gesperrt. Auch am Mittwoch starten und landen Flugzeuge teilweise noch mit Verspätungen, teilte der Airport mit.

Der etwa 3.330 Meter hohe Ätna ist der aktivste Vulkan in Europa und seit Juli besonders aktiv.