28 Obdachlose im englischen Hull hatten sich bereits auf Feiertage in einem Hotel gefreut. Doch nur zwei Tage, nachdem ein lokales Obdachlosenprojekt 14 Doppelzimmer in einem Hotel gebucht hatte, wurden diese wieder storniert.

Ein klarer Fall von Diskriminierung, findet ein Mitarbeiter der Organisation. Er sei von dem Verhalten des Royal Hotel Hull einfach „enttäuscht und sehr wütend“. Vor allem, weil er den Zweck der Reservierung von Anfang an klar mittgeteilt habe.

Angst vor Verwüstung: Hotel storniert Buchung für Obdachlose über Weihnachten

Die Zimmer waren für den Zeitraum vom 24. bis zum 26. Dezember reserviert, um den Obdachlosen ein Weihnachtsfest mit einem Dach über dem Kopf zu ermöglichen. Die Kosten von rund 1.200 Euro waren bereits bezahlt.

Warum das Hotel die Buchung dann doch stornierte, begründete es zunächst nicht. Der „BBC“ zufolge soll das Hotel später gesagt haben, es habe erfahren, dass bei Buchungen der Gruppe im vergangenen Jahr ein Ibis-Hotel verwüstet worden sei. Sowohl Ibis als auch die Organisation dementieren dies aber.

 Seinen Frust teilt Carl Simpson von dem Obdachlosenprojekt Raise the Roof auf Facebook: 

Trotzdem gibt es bei dieser Geschichte noch ein Weihnachtswunder: Unter den Hunderten Kommentaren findet sich auch ein Manager eines Hilton-Hotels in der Stadt. Er bietet dem Projekt an, dass die Obdachlosen die Feiertage im Doubletree verbringen können – und zwar gratis. 

Weihnachten im Trockenen: Obdachlose freuen sich über Hotelübernachtungen

Einer der Obdachlosen, die im vergangenen Jahr Weihnachten im Hotel verbringen konnten, sagte: „Das ist das beste Weihnachtsgeschenk, das wir bekommen können. Es ist eine echte Bereicherung, wenigstens für ein, zwei Nächte von der Straße zu kommen.“