Die Vorläufer des Leipziger Neuseenlands waren die Braunkohlen-Tagebaue, die in der Region um Leipzig/Halle zum Teil schon seit den 1930er-Jahren betrieben wurden. In der rohstoffarmen DDR nahmen die Dimensionen der Tagebaue stark zu, die Braunkohle-Industrie beschäftigte damals zehntausende Menschen. "Mondlandschaft" hieß das Urteil für die Region bis 1989.
 
Prägend für Leipzig waren im Norden der Tagebau Breitenfeld (1986 Beginn der Förderung) und im Südraum die Tagebaue Cospuden (Beginn 1981), Zwenkau und Espenhain (Beginn jeweils in den 1930er Jahren). Mit dem Ende der DDR war auch das Aus der Braunkohleförderung an den Leipziger Stadträndern absehbar.
 
Im Rahmen der Renaturierung der ehemaligen Braunkohlegewinnung und deren Anlagen entstanden und entstehen aus den Tagebaurestlöchern zahlreiche Gewässer, die sich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten füllen werden und die teilweise mit Kanälen verbunden werden sollen. Der Seenverbund soll einmal eine Wasserfläche von etwa 70 Quadratkilometern einnehmen.
 
An die alten Braunkohlezeiten erinnert ein Bergbau-Technik-Park, in dem der komplette Förderzyklus eines Tagebaubetriebes dokumentiert wird. Dazu gibt es weitere Museen und Denkmäler. Auch über den noch aktiven Tagebau kannst du dich informieren.