Cannabis-Besitz: Urlauber drohen 15 Jahre Knast auf Bali

Cannabis: Urlauber drohen 15 Jahre Knast auf Bali

Pip Holmes (45) aus Cornwall wollte eigentlich nur einen schönen Urlaub auf der indonesischen Insel verbringen – jetzt sitzt er wegen Drogenbesitzes im Knast. Ihm drohen bis zu 15 Jahre Bali-Gefängnis.

Pip sitzt momentan auf Bali fest und wartet auf sein Urteil.
Pip sitzt momentan auf Bali fest und wartet auf sein Urteil.

Foto: Twitter/Pip Holmes

Bali, die Insel der Götter, ist weltweit für ihre atemberaubende Natur und die perfekten Wellen bekannt – Indonesien vor allem für die besonders strengen Drogengesetze. Und die spürt der Engländer Pip Holmes aktuell am eigenen Leib.

Der 45-jährige Surfer und Maler aus Cornwall sitzt nämlich wegen des Besitzes von drei Gramm Cannabisöl auf Bali fest. Und sein Gerichtsurteil könnte dramatisch ausfallen.

Bis zu 15 Jahre Knast für Cannabis auf Bali

Pip befindet sich schon seit Oktober auf der Insel, wollte dort die Wellen genießen und in Ruhe malen. Doch als er Anfang Dezember ein Päckchen mit Cannabisöl abholen wollte, warteten die Beamten schon auf ihn.

In dem Paket lagen insgesamt drei Gramm THC-Öl, die Pip zur Behandlung seiner Arthritis benötige.

Dass das Öl für den Engländer ein wichtiges Medikament ist, wollen die indonesischen Behörden aber nicht wissen. Dort ist der Besitz jeglicher Drogen strengstens verboten, zwischen Marihuana und Kokain werde gesetzlich kein Unterschied gemacht.

Wegen dieser strengen Gesetze könnte Pip jetzt bis zu 15 Jahre auf Bali weggesperrt werden – und zwar im Kerobokan-Knast, einem der härtesten und gefährlichsten Gefängnisse der Welt.

Pip braucht Spenden für den THC-Prozess

Mittlerweile wurde Pip von der Zelle im Polizeibüro in eine Entzugseinrichtung gebracht. Er werde behandelt wie ein Drogenjunkie.

Um seine Freilassung zu beschleunigen, hat er nun ein ganzes Team von Anwälten engagiert, die für seine Rechte kämpfen. Im schlimmsten Fall drohen ihm zwischen fünf und 15 Jahren Bali-Knast, im besten Fall muss er einige Monate in einer Entzugsklinik auf der Insel verbringen.

Weil der gesamte Prozess und seine Anwälte viel Geld kosten und Pip so schnell wie möglich zu seinen Kindern nach Cornwall zurück möchte, sammelt er jetzt auf seiner Website Spenden.

Insgesamt braucht er 100.000 US-Dollar. „Ich hatte noch nie solche Angst“, schreibt Pip. Bis Mitte Januar muss er das Geld für seinen Prozess aufgetrieben haben.

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