Kanareninsel Lobos nimmt Eintritt: Angst vor zu vielen Touristen

Angst vor zu vielen Touris: Kanareninsel nimmt Eintritt

Sie galt einst als Geheimtipp, heute fahren Tausende Touristen mit dem Boot von Fuerteventura auf die kleine Isla de Lobos. Aus Angst vor Overtourism verlangt die Insel ab dem kommenden Jahr Eintritt.

Die Isla de Lobos ist bei Touristen inzwischen sehr beliebt.
Die Isla de Lobos ist bei Touristen inzwischen sehr beliebt.

Foto: imago/imagebroker

Sie ist nur 4,58 Quadratkilometer groß, doch am Wochenende strömen täglich bis zu 2.000 Touristen auf die unbewohnte Insel Lobos. Sie machen eigentlich Urlaub auf Fuerteventura und wollen bei einem Tagestrip die Vulkanlandschaft, die Lagunen und die Salzseen beim Wandern entdecken.

Isla de Lobos: Zu klein für die vielen Touristen

Umweltschützer sind wütend. Sie sagen, dass viele der Boote, die Touris zur Insel bringen, illegal seien. Für viele Fuerteventura-Urlauber sei der Besuch auf Isla de Lobos inzwischen ein Must-do. Dabei gebe es zwischen einheimischen Pflanzen- und Vogelarten nichts für Touristen zu tun – außer der Möglichkeit, Fotos zu machen. Und das zerstöre nur die Natur.

Es gibt bereits ein Limit von 200 Besuchern pro Tag, doch das wird bisher ignoriert. Nun sollen ab der ersten Januarhälfte 2019 Kontrollen eingeführt werden, kündigt das Rathaus von Fuerteventura an.

Außerdem sollen Touristen Eintritt zahlen, wenn sie die Insel betreten wollen. Die Gebühr soll ebenfalls ab Januar erhoben werden, das Geld soll für den Erhalt, die Reinigung und die Überwachung der Insel verwendet werden. 

Gleichzeitig sind im kommenden Jahr zwei archäologische Ausgrabungen und ein neues Freiluftmuseum geplant. Am Strand von La Calera wurden bei ersten Ausgrabungen im Jahr 2012 Hinweise auf eine römische Siedlung gefunden. Am Strand soll sich einst eine Werkstatt zur Herstellung von Purpur aus der Seeschnecke befunden haben.

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