Zum Gedenken an ihren vor vier Jahren verstorbenen Sohn reiste ein Ehepaar aus London gemeinsam mit der Patentante des jungen Mannes nach Jamaika. 

An dem Tag, an dem ihr Sohn Alex Geburtstag gehabt hätte, wollte dessen Patentante Karen B. ihre Freunde Faye und Andrew S. mit Torte und Ballons auf dem Hotelzimmer überraschen. 

Überraschung zum Geburtstag des verstorbenen Sohnes geht schief

Diese Anweisung gab sie heimlich den Angestellten ihres Hotels, dem Royalton Jamaica Resort. Doch die überspannten den Bogen komplett: Als Karen später das Zimmer betrat, lag auf dem Bett eine lebensgroße, ausgestopfte Nachbildung von Alex. Eine gruselige Vorstellung.

Auf dem Schoß hatte die Puppe eine Torte, in der Hand eine Bierdose und auf dem Stoffgesicht waren Tränen abgebildet. Danaben hatten die Hotelmitarbeiter „Happy Birthday“ und „We miss you, Alex“ aus Blumen gelegt. 

Nachdem Karen sich von dem Schock erholt hatte, fotografierte sie die Szene und entfernte die Puppe, bevor ihre Freunde sie sehen konnte. „Ich war völlig entsetzt“, sagt Karen gegenüber dem Sender „BBC“. 

Reiseveranstalter Tui entschuldigt sich für „Missverständnis“

Die Mitarbeiter hätten Kleider aus den Schränken ihrer Freunde genommen und mit Handtüchern ausgestopft, um Alex nachzubilden. Noch heute frage sie sich, wie jemand überhaupt auf so eine Idee kommen könne. 

Karen und die Eltern des verstorbenen 22-Jährigen hatten den Jamaika-Urlaub über Tui gebucht. Der Reiseveranstalter entschuldigte sich im Nachhinein für dieses Erlebnis: „Wir denken, das war ein Missverständnis und sollte niemanden aufregen sollte.“

Die Gäste erhielten den vollen Reisepreis von 1.300 Pfund (umgerechnet rund 1.440 Euro) pro Person erstattet.