Auf dem malerischen Indian Ocean Drive, einer Küstenstraße nördlich von Perth, ereignete sich am Sonntagnachmittag ein Horrorunfall, bei dem zwei chinesische Touristen starben. Weil das nicht der erste tödliche Unfall auf der Straße ist, macht sich Australiens Tourismusminister jetzt Sorgen um den Ruf. Das berichtet „ABC“. 

Touristenminibus stürzt auf Gegenfahrbahn

Der Unfall ereignete sich am Sonntag in der Nähe des kleinen Krabbenfischerdorfs Lancelin, etwa 90 Minuten nördlich von Perth gelegen. Eine Gruppe chinesischer Touristen fuhr in einem Minibus auf der Traumstraße, die auch zu den berühmten Pinnacle Rocks führt.

Kurz vor der Reisegruppe streifte ein 66-jähriger Fahrer mit seinem Toyota Hilux ein Landcruiser-Gespann. Der Anhänger stürzte um, und der Toyota-Fahrer geriet noch weiter auf die Gegenfahrbahn.

Dort kam es zu dem tödlichen Zusammenstoß mit dem Kleinbus. Ein chinesischer Tourist und der Fahrer starben noch am Unfallort. Ein weiterer Tourist verstarb im Krankenhaus, in das elf weitere Urlauber mit zum Teil schweren Verletzungen eingeliefert wurden.

Der zerstörte Minibus.
Der zerstörte Minibus (weißes Fahrzeug) transportierte chinesische Touristen. Zwei starben bei dem Unfall. Foto: twitter.com/christyswhitle

Australien: Ist die Traumstraße zu gefährlich?

Bereits im vergangenen Jahr kam es auf der viel befahrenen Straße zu einem schweren Unfall: Drei Menschen, darunter ein sechsjähriger Junge, starben südlich von Lancelin bei einem Frontalzusammenstoß. Daraufhin war die Höchstgeschwindigkeit von 110 auf 100 Kilometer pro Stunde gesenkt worden.

Der Tourismusminister der Region, Paul Papalia, wehrt sich Medienberichten zufolge gegen die Behauptung, das die Straße möglicherweise eine Gefahr für Touristen darstelle.

Die Werbekampagne für den „Road Trip State“ soll entsprechend weiterlaufen. Es gäbe genügend Material für Besucher, sich vorab über das Fahren in Westaustralien zu informieren, so Papalia.