New York City: Dos and Don’ts für den Christmas-Trip

New York City: Dos and Don’ts für den Christmas-Trip

Mit New York City zur Weihnachtszeit verhält es sich ähnlich wie mit kandierten Äpfeln auf dem Jahrmarkt: zu süß, zu bunt und ungesund. Einmal im Jahr muss das für reisereporterin Christina aber einfach sein.

Wenn’s etwas mehr sein darf: NYC-Baumschmuck.
Wenn’s etwas mehr sein darf: NYC-Baumschmuck.

Foto: Mänz

Machen wir uns nichts vor: Manhattan ist im Dezember viel zu voll, viel zu laut und überkitscht – und wer an Reizüberflutung oder Enochlophobie leidet, der kapituliert bereits, bevor er überhaupt einen Fuß aus dem Hotel gesetzt hat.
 
Doch zwischen Irrsinn und Chaos hat es die Stadt geschafft, sich ihre ganz eigene, wundervolle Magie zu bewahren. Ihr müsst euch ja nicht unbedingt mit dem Rest der Welt über den Times Square schieben.
 
Deshalb hier meine aktuellen Tipps für den Christmas-Trip nach New York:

Machen

Transport: Wenn ihr ohne viel Gepäck (zumindest bei der Einreise – und vielleicht sogar allein) anreist, könnt ihr beim Transfer nach Manhattan richtig viel Geld sparen. Ihr werdet es sowieso noch schnell genug los. Nehmt vom Airport JFK oder Newark Bahn oder U-Bahn statt Taxi. Ist zur Rushhour sogar schneller. 

In Manhattan selbst seid ihr derzeit wirklich am schnellsten zu Fuß oder mit der U-Bahn unterwegs (am besten hat man immer eine aufgeladene Metrocard in der Tasche).

Schönste Nebensache: Ein Spätnachmittag an der Bar vom NoMad Hotel. Chic, dunkel, gemütlich. Kreative Cocktails, interessante Menschen.

Elegant: Die Bar vom NoMad Hotel.
Elegant: Die Bar vom NoMad Hotel. Foto: Mänz

Immer (und immer wieder) ein Must: Die Tanne, Eislauffläche, Rockettes Christmas Spectacular, Saks Fifth Avenue: Epizentrum von „Christmas in New York“ sind das Rockefeller Center und die umliegenden Straßen. Hier führt – wenigstens für einen schnellen Blick – kein Weg dran vorbei. Größte Chance, mehr als nur Menschenmassen zu sehen: zwischen 21 Uhr und 9 Uhr. Ja, man muss auch Opfer bringen.

DER Baum am Rockefeller Center – Christmas-Epizentrum von Manhattan.
DER Baum am Rockefeller Center – Christmas-Epizentrum von Manhattan. Foto: Mänz

Kulturell wertvollste Weihnachtstradition: das Nutcracker Ballet im Lincoln Center.

Romantischte Weihnachtstradition: Eislaufen im Central Park. Auch wenn ihr auf Kufen tendenziell stümperhaft daherkommt. Macht nichts. Zauberhaft in der Abenddämmerung.

Muss sein: Eislaufen im Central Park.
Muss sein: Eislaufen im Central Park. Foto: Mänz

Schönstes Hotel in der Weihnachtszeit: Das Lotte New York Palace. Zauberhafte Deko. Da wird an nichts gespart.

Lecker: Eggnog (Eierlikör) schmeckt nach amerikanischen Weihnachten. Solltet ihr unbedingt probieren.

Eggnog – das Nationalgetränk zur Weihnachtszeit. Findet ihr im Kühlregal.
Eggnog – das Nationalgetränk zur Weihnachtszeit. Findet ihr im Kühlregal. Foto: Mänz

Erhaben: Sonntags zum Gottesdienst in die Saint Patrick’s Cathedral! Auch wenn du kein Wort verstehst: Es ist gut, mal für einen Moment innezuhalten.

Volles Haus: Gottesdienst mit dem Erzbischof von New York in der Saint Patrick’s Cathedral.
Volles Haus: Gottesdienst mit dem Erzbischof von New York in der Saint Patrick’s Cathedral. Foto: Mänz

Opulent: Die Weihnachtsschaufenster der Edelkaufhäuser. In diesem Jahr wieder besonders fantasievoll: Bergdorf Goodman, Tiffany’s, Saks Fifth Avenue.

Extravagant: Weihnachtsschaufenster von Bergdorf Goodman.
Extravagant: Weihnachtsschaufenster von Bergdorf Goodman. Foto: Mänz

Shopping: Wer tatsächlich im Konsumrausch ist (der Umtauschkurs ist schlecht!), sollte sich seine Trophäen unbedingt einpacken lassen. Nirgendwo gibt es so schöne Schachteln, wird so liebevoll verpackt wie in den Shoppingtempeln Barneys oder Henri Bendel.

Schicke Schachteln von Henri Bendel.
Schicke Schachteln von Henri Bendel. Foto: Mänz

Mehr Shopping: Zur Weihnachtszeit gibt es an vielen Ecken Pop-up-Stores. Wer, wo, wie lange erfahrt ihr aktuell zum Beispiel bei Time Out New York. Andersherum gibt es Geschäfte, die vor einem halben Jahr noch in Blogs gehypt wurden, allerdings kurzfristig die Miete nicht mehr zahlen konnten.

Also: Wenn ihr einen ganz speziellen Laden aufsucht (gerade im West oder im East Village, in Soho oder im Meatpacking District), solltet ihr euch vorher informieren, ob es den überhaupt noch gibt.

Noch mehr Shopping: Nach guten Deals fragen, ohne gleich wie auf einem Basar zu schachern. Ich habe die Erfahrung gemacht: Irgendwas geht immer.

Die rote Schleife macht’s: Cartier ist eines der meistfotografierten Geschäfte in der Weihnachtszeit.
Die rote Schleife macht’s: Cartier ist eines der meistfotografierten Geschäfte in der Weihnachtszeit. Foto: Mänz

Meine NYC-Lieblingsgeschenke für mich selbst: Kaffeebecher (zum Beispiel von Fred/Barneys oder Dean and Deluca), Kosmetik der Traditionsapotheke CO Bigelow und Thanksgiving-Artikel (derzeit natürlich reduziert) vom Kochwunderland Williams-Sonoma.

Und noch ein spezieller Tipp, der mir wirklich am Herzen liegt: Seid gegenüber New Yorkern besonders freundlich, aufmerksam, aufgeschlossen und großzügig (vor allem beim Trinkgeld). Kriegt ihr alles zurück! Karma.

Schlicht und ikonisch: Der Schneekristal über der Fifth Avenue.
Schlicht und ikonisch: Der Schneekristal über der Fifth Avenue. Foto: Mänz

Lieber nicht machen

Weihnachtsmärkte: Es gibt diverse – vom Columbus Circle über Bryant Park bis zum Union Square. Aber: Das können wir Europäer einfach besser.

Der Holiday Market am Bryant Park in New York.
Der Holiday Market am Bryant Park in New York. Foto: imago/Levine-Roberts

Nur an Shopping denken: Schnäppchen sind in New York eine Illusion.

Essen fotografieren: Ist besonders in New York peinlich. Wenn wir schon mal beim Thema sind: Auch nicht überall mitten auf der Straße für Selfies stehen bleiben. Gerade bei den Menschenmassen ist das unerträglich. Absolutes No-Go (aber nicht selten): Beim Gottesdienst in der Kirche laut telefonieren oder Videos machen.

Ein Tourist macht mit seinem Handy am Times Square ein Selfie.
Ein Tourist macht mit seinem Handy am Times Square ein Selfie. Foto: imago/Pacific Press Agency

Hörbar lästern: In New York wird (gerade jetzt) sehr viel Deutsch gesprochen.

Ohne Reservierung im Lieblingsrestaurant aufschlagen: Derzeit ist es an den besten oder angesagtesten Orten gerammelt voll.

Zu viel Bargeld dabeihaben: In einigen Läden kannst du eh nur noch mit Karte zahlen.

Jeden Preis umrechnen: Das verhagelt dir die gute Laune.

Sich von der Hektik und vom Shoppingwahn anstecken lassen: Findet euer eigenes Tempo, eure eigenen Wege und eigenen Orte. An Auswahl mangelt es nicht.

Und damit: Happy Holidays!

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