Die Unzufriedenheit in Frankreich wächst – ebenso die Zahl der gewaltbereiten Teilnehmer der „Gelbwesten“. Für das Wochenende werden Proteste und Chaos erwartet. Paris-Urlauber müssen daher mit erheblichen Einschränkungen rechnen und umplanen – etliche berühmte Sehenswürdigkeiten bleiben geschlossen.

„Gelbwesten“-Proteste: Eiffelturm bleibt geschlossen

So kann etwa der Eiffelturm am Samstag nicht besichtigt werden. „Die angekündigten Demonstrationen erlauben es uns nicht, Besucher unter angemessenen Sicherheitsbedingungen zu empfangen“, teilt der Betreiber auf Twitter mit. Das Geld für bereits gekaufte Tickets werde automatisch zurückerstattet. 

Auch der weltberühmte Louvre, das Musée Delacroix, das Musée d’Orsay und der Jardin des Tuileries bleiben am Samstag geschlossen. 

Kulturminister Franck Riester sagte: „Wir müssen unsere Kulturstätten in Paris und überall in Frankreich schützen.“

Geschäfte auf den Champs-Élysées bleiben geschlossen

Auch auf dem beliebten Boulevard Champs-Élysées sollen die Geschäfte am Samstag nicht öffnen. Die Einzelhändler wurden dazu aufgefordert, ihre Türen und Zugänge zu versperren.

Dass gewaltbereite Demonstranten auch vor der Zerstörung berühmter Sehenswürdigkeiten keinen Halt machen, ist am Arc de Triomphe zu sehen.

Schwere Schäden am Arc de Triomphe 

Der Präsident des Zentrums für Nationaldenkmäler, Philippe Bélavel, postete Bilder auf Twitter. Diese zeigen, dass „Gelbwesten“ unter anderem Vitrinen, Marmorbüsten und die Telefonanlage zerstört haben.

Bélavel schreibt, dass der Triumphbogen bis auf Weiteres geschlossen bleibe – der Etat der Sehenswürdigkeit reiche nicht aus, die Reparaturen schnell durchzuführen. Es seien Schäden in Höhe von bis zu einer Million Euro entstanden.

Auswärtiges Amt warnt vor Ausschreitungen in Paris

Das Auswärtige Amt rät Touristen, Demonstrationen zu meiden und mit Straßensperren sowie anderen Behinderungen zu rechnen.

Am Wochenende sei insbesondere in der Innenstadt mit „Ausschreitungen und Auseinandersetzungen zwischen gewalttätigen Demonstranten und den Sicherheitskräften“ zu rechnen. Über mögliche Einschränkungen im Nahverkehr können sie sich über die Webseite der Pariser Verkehrsbetriebe informieren.