Museum im Winter: entdecke Hannovers Vielfalt
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Museum im Winter: entdecke Hannovers Vielfalt

Das sollten nicht nur Hannoveraner kennen: Die Landeshauptstadt hat die Welt bewegt - mit Adel, Wissen und Technik. Davon und von der weltweiten Kunst- und Kulturgeschichte können sich die Museums-Besucher der Stadt überzeugen.

Element K
Von Welfen, Trends und Grenzüberschreitungen

Foto: Element K

Hannover besticht mit ganz schön viel Geschichte und Tradition. Entdecken kann man das an vielen Ecken, doch besonders gut lässt sich die Historie in den Museen nachvollziehen und erleben.

Epochale Trends in angewandter Kunst

Das Museum August Kestner ist Heimat der Kulturgeschichte. Doch hinter der modernen Fassade in heller Kassettenfenster-Optik versteckt sich ein Neorenaissance-Bau aus dem 19. Jahrhundert, dessen Schönheit im Inneren nach wie vor zu bewundern ist. Und ähnlich kontrastreich ist auch das Programm des Hauses. Die Sammlung reicht vom alten Ägypten bis in die Gegenwart - mit einem Schwerpunkt auf angewandter Kunst und Design. Zum Gründungsbestand gehörten etwa Münzen, die vom Namensgeber, dem Diplomaten August Kestner, an die Stadt übergingen. Mit weiteren Stiftungen bekannter Hannoveraner, wuchs die Sammlung des Museums - dazu gehörten der Industrielle Friedrich Culemann und der Notar Horst Egon Berkowitz. In „Prachtstücke“ werden derzeit Alltagsgegenstände aus dem Barock gezeigt. Der Prunk und Protz an den Höfen war eben auch in Gewand und Schmuck zu sehen, durch den Handel mit fernen Gegenden wurden erstmals exotische Motive auf Gebrauchsgegenständen zu einem Trend. Welche Design-Entwicklungen es heute gibt, können Studenten der Fachhochschule dank einer Kooperation im Museum präsentieren.
Das älteste städtische Museum beschäftigt sich zudem mit der Provenienzforschung, also der Rückführung von in der NS-Zeit beschlagnahmter Kunst. Gemeinsam mit dem Stadtarchiv, der Stadtbibliothek und dem Historischen Museum werden Besucher über Fortschritte, Schwierigkeiten und künftige Aufgaben informiert - etwa wie Privatpersonen und Erben ausfindig gemacht und entschädigt werden können.

Skulptur im Museum August Kestner
Diese und weitere Skulpturen kannst du im Museum August Kestner bestaunen Foto: Element K

Bildende Kunst überschreitet Grenzen

Aus bürgerlichen Kreisen und von privaten Kunstinteressierten entstand schon im frühen 19. Jahrhundert der Kunstverein Hannover. Ausrichtung war und ist es, zeitgenössische und bildende Kunst zugänglich zu machen. Im Künstlerhaus, dem ehemaligen Museum für Kunst und Wissenschaft, mit dem schwingenden Kronleuchter vor dem Eingang, treffen der Kunstverein, Literaturhaus, Kino und Stiftungen aufeinander.

Kunst ist nicht mehr nur ein Gemälde, auch nicht bloß in Alltagsgegenständen zu finden, Kunst überschreitet Grenzen und regt zum Denken und Fühlen an. So heißt es über die aktuelle Ausstellung des Künstlerkollektivs Flavs und Tatars: „Es geht den Künstler*innen um das Denken in Sprache und die hiermit einhergehende Frage nach Identitätsbildung sowie kulturelle Kodierungen“.

Stadtgeschichte in Gold und Plastik

Das Historische Museum befand sich ursprünglich in der Cumberlandschen Galerie, die inzwischen zum Staatstheater gehört. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde es in einem Oesterlein-Neubau am Hohen Ufer wiedereröffnet. Ein Teil der alten Stadtmauer und des Beginenturms sind in das Museum integriert worden. Wobei der Wehrturm passender Weise bereits zuvor als Künstleratelier genutzt wurde. Seit 2014 kann er nach einer Sanierung wieder als begehbares Exponat im Rahmen einer Führung besichtigt werden. An der Stadtmauer, also der Rückseite des Museums, prangt als Lichtinstallation des Künstlers Joseph Kosuth ein Zitat von Gottfried Wilhelm Leibniz.
Eine völlig andere Welt tut sich im Inneren auf. Neben der gemeinsamen Arbeit an der Provenienzforschung mit dem Museum August Kestner, wird Geschichte derzeit ganz leicht und spielerisch in einer Playmobil-Ausstellung aufbereitet. Dabei werden neben den Spielzeug-Welten, die verschiedene Epochen darstellen, entsprechende Objekte aus der Sammlung des Museums gezeigt. Die goldenen Kutschen mit den detailreichen Schnitzereien lassen jeden Besucher vom höfischen Leben träumen.
Im Vordergrund des Hauses steht immer die Hannoversche Geschichte: Vom Fürstentum Calenberg über das Königreich Hannover bis zur Messestadt.
Die Dauerausstellung des Historischen Museums wird zurzeit neu konzipiert und ist daher vorrübergehend nicht zu besichtigen. Die Kutschenhalle und die Sonderausstellungen sind weiterhin für die Besucher*innen geöffnet.

Bild auf Welfen-Kutsche
Gemälde auf einer der Kutschen im Historischen Museum Foto: Element K

Welfen Gelehrte im Schloss

Als Abteilung des Historischen Museums wurde 2013 das Museum Schloss Herrenhausen eröffnet. Das ursprüngliche Barockschloss aus dem 17. Jahrhundert wurde im 19. Jahrhundert nach klassizistischen Ansprüchen umgebaut. Nach der Zerstörung im zweiten Weltkrieg steht es seit 2012 wieder - rekonstruiert. Neben einem Tagungszentrum und Festsaal wird in den Museumsräumen die Geschichte der Welfen vor Ort erzählt. Etwa, wie das einstige Lusthaus zur Sommerresidenz mit Orangerie und dem bis heute ebenso sehenswerten, barocken Garten entstand.

Im Ostflügel tritt man auf viele bekannte Persönlichkeiten, wie etwa den Universalgelehrten Leibniz und Kurfürstin Sophie. Leibniz stand im engen Kontakt mit der Kurfürstin und ihrer Tochter Sophie Charlotte, die maßgeblich zur Gestaltung des Gartens beitrug. Gemälde, Bücher, Fotografien und Alltagsgegenstände werden in hochmodernen Räumen präsentiert, in denen Leuchtschrift auf Samtgeschmeide an den Wänden trifft. Die Schatzkammer zeigt kostbare Exponate der Barockzeit, im Westflügel geben wechselnde Sonderausstellungen Einblicke in spannende Themenwelten.

Eingang zum Museum Schloss Herrenhausen
Eingang zum Museum Schloss Herrenhausen Foto: Element K

Hannovers Geschichte ist in Wahrheit ziemlich golden, manchmal auch aus buntem Plastik in Form von Spielzeugfiguren, aber sicher nie Grau. Das ist sehens- und wissenswert. Genauso wie die wechselnden Sonderausstellungen immer wieder spannend anzuschauen sind. Natürlich bieten die Museen auch Führungen für verschiedene Interessengruppen an, es gibt Lesungen und Vorträge, die Programmhefte sind immer dick gefüllt. Mit der Museumscard können Kunst- und Kulturinteressiert für 60 Euro ein Jahr lang die zehn teilnehmenden Häuser bei freiem Eintritt besuchen. In der Langen Nacht der Museen geht das ein Mal im Jahr sogar zu später Stunde.

Weitere Informationen rund um das Thema Museen in Hannover findest du natürlich auch unter www.visit-hannover.com!

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