"Wenn ich ans Paradies denke, kommt mir sogleich Irland in den Sinn. 2014 habe ich in Dublin und Umgebung unter der Regie von Christian Schwochow mehrere Wochen lang den Historien-Zweiteiler „Die Pfeiler der Macht" gedreht und bin währenddessen diesem magischen Land verfallen.

Jeanette Hain mit Kind in Irland.
Jeanette Hain bereiste mit ihrer Familie Irlands Westküste. Foto: privat

Dublin hat einen quirligen, liebevoll, charmanten Herzschlag, der verzaubert und einen nicht mehr aus seinem Bann lässt. Bei einem Spaziergang durch die Altstadt beschleicht einen des öfteren das Gefühl, in der "Winkelgasse " von Harry Potter gelandet zu sein. Am Nachmittag, wenn sich langsam der Feierabend über die Stadt legt, öffnen sich die Pubs und man sitzt mit einem Mal am Guinessmeer, bis die Sonne zwischen den Häusern versinkt. Wenn einen die Sehnsucht nach einem unverbauten Blick überkommt, kriegt man einen der Schönsten in Powerscourt, Wicklow, geschenkt, vom prächtigen Herrenhaus in den 19 Hektar großen Park, der sich majestätisch bis zum Horizont erstreckt. Ich hätte nie vermutet, dass mich ein angelegter Garten faszinieren könnte, aber dieser blühende Traum tut es.

Irlands Westküste
Faszinierende Landschaft. Foto: privat

Nach den Dreharbeiten bin ich noch zwei Wochen an der Westküste mit dem Auto entlanggefahren. Gerade im Herbst glüht die Region Connemara, im Westen des County Galway, in einem rostigen Rot, vereinzelt stromern Schafe umher. Da kann es einen auch nicht aus der Ruhe bringen, wenn die Umstellung auf den Linksverkehr gelegentlich einen Rückspiegel kostet. Und: Selbst in solchen Situationen beweisen die Iren Gelassenheit und Humor."