Maurice, wo haben Sie einen besonderen Urlaub verbracht?
Ich habe im August einen Roadtrip an der Westküste der USA gemacht. Einfach ein Auto gemietet und los gefahren. Mein Wunsch war es dort zu halten und zu schlafen, wo ich es schön finde. Und so ging es von Los Angeles los, den Küsten-Highway 1 entlang nach San Francisco.

Maurice Gajda am Pazifik – Westküste der USA.
San Francisco hat Maurice Gajda am meisten fasziniert. Foto: privat

Und? Wie war’s?
Vieles an so einem Trip ist magisch. Die Pazifikküste verändert sich von Bucht zu Bucht. Die weiten Strände von L.A., die kargen Berge um Malibu, die Erdbeer-Plantagen in Oxnard bis hin zur Steilküste in Big Sur. Und San Francisco ist meine absolute Traumstadt! Toll sind die offenen Menschen. Man kommt sofort ins Gespräch, egal wie schüchtern man ist, lernt neue Leute und Perspektiven kennen. Unglaublich, wie viele Amerikaner Verbindungen nach Deutschland haben!

Wie sind Sie auf dieses Reise gekommen?
Ich fahre gerne Auto, war mir nur nicht ganz sicher, ob ich an der Ost- oder Westküste fahren möchte. Viele schwärmen immer vom Highway 1, das ist mir nie ganz aus den Kopf gegangen. Als ich dann Fotos von Big Sur und den Surferstränden auf einem Instagram-Profil eines Freundes sah, stand fest, wohin die Reise gehen soll.

Pier am Pazifik – Westküste der USA
USA – Faszination Westküste. Foto: privat

An welchen Moment erinnern Sie sich am liebsten?
An den Dolores in San Francisco. Hier trifft der lockere Lebensstil der Bay-Bewohner auf eine grandiose Aussicht auf Dowtown, umrahmt von Palmen. Sich hier einfach mit einer Decke eine Stunde ins Gras zu setzen, lohnt sich garantiert.

Maurice Gajda am Pazifik – Westküste der USA.
Der Dolores Park in San Francisco. Foto: privat

Was sollte man sich sonst noch auf jeden Fall anschauen?
Die Küste von Big Sur ist einfach atemberaubend. So oft kann man gar nicht mit dem Auto halten, wie man Fotos machen möchte. Was dagegen nicht sehenswert ist: der Pier 35 in San Francisco. Total überlaufen. Die berühmten Seehunde finden sich viel näher in anderen Städten an der Küste. In Monterey gibt es die Seehunde gleich neben dem Pier, der locker mit dem in San Francisco mithalten kann. Und dort kann man auch Wale beobachten. Generell sollte man wissen, dass Eintrittsgelder und auch Parkgebühren wesentlich teurer sind als in Deutschland. 

Sind Sie auch ausgegangen?
Ja, und wie! Die Region hat alles zu bieten. Für Veganer sind die Großstädte in Kalifornien ein Paradies. Das Saturn Café in Santa Cruz hat nicht nur eine 50s Retro-Future Dekoration, sondern auch die berühmtesten Pommes der Küste. In San Francisco ist das Gracias Madre ein absolutes Muss und ein Frühstück im Herbivore kann wunderbar mit einer Shoppingtour in der Valencia Street verbunden werden. Vintage! Aber auch Fisch- und Meeresfrüchte-Fans kommen auf ihre Kosten. Frisch gefangen an der Küste, gibt es nur lokalen Fisch vor Ort. In drei Wochen Tour habe ich allerdings keinen einzigen Hamburger gegessen. Sicher kann man maximal amerikanisch essen, aber das wäre mir zu einseitig gewesen.

Maurice Gajda ("Galileo") am Pazifik.
Maurice Gajda genießt den Sonnenuntergang. Foto: privat

Ihr Geheimtipp?
Ein Tagesausflug in den Achterbahnenpark Six Flags bei Santa Clarita. Hier stehen die sensationellsten Bahnen der Welt und es bietet sich die Gelegenheit, nach all den vielen Eindrücken dieser wundervollen Reise, den Kopf freizufahren.

Was würden Sie das nächste mal anders machen?
Nächstes Mal würde ich etwas eher nach Hotels suchen und vorher verbindlich buchen. Das kurzfristige Finden von Hotels macht Spaß, aber es kostet aber grundsätzlich gute 30 Euro mehr pro Nacht.

Maurice Gajda ("Galileo") am Pazifik.
Maurice Gajda liebt die Vielfalt an veganen Restaurants in Kalifornien. Foto: privat