Der gigantische Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull in Island ist schon einige Jahre her, trotzdem brodelt es unter der Erde des Landes permanent. Eine Ausnahme ist der Thrihnukagigur-Vulkan, denn dieser ist seit mehr als 4.000 Jahren nicht mehr ausgebrochen. Was für ein Glück, denn das ermöglicht dir eine Tour ins Erdinnere.

Island: Abenteuertour ins Innere des Vulkans

Bei der geführten Tour, die allerdings nicht ganz billig ist (ab 299 Euro), wanderst du in einer kleinen Gruppe knapp drei Kilometer über das erkaltete Lavafeld zur Spitze des einst aktiven Vulkans.

Oben angekommen, steigst du dann in einen offenen Lift, der aus ein paar Metallgittern besteht, und fährst durch den schmalen Eingang hinab in die Tiefe des Kraters.

Mit dem Lift gelangst du durch den schmalen Gang in die große Kammer des Vulkans.
Mit dem Lift gelangst du durch den schmalen Eingang in die große Kammer des Vulkans. Foto: imago/Joana Kruse

Im Vulkan sehen Urlauber Island von innen

Was zunächst für Beengung sorgen könnte, löst sich schnell in Staunen auf, denn unter der Erde entfaltet sich die Magmakammer des Vulkans in die Breite und funkelt einem in allen Regenbogenfarben entgegen.

In 120 Metern Tiefe können Touristen den Höhlenforscher in sich befreien, mit der Kopflampe die schmalen Gänge erkunden und durch die flaschenförmige Öffnung nach oben blicken.

Rund 50 Minuten dauert die Wanderung auf den inaktiven Vulkan.
Rund 50 Minuten dauert die Wanderung auf den inaktiven Vulkan. Foto: imago/Nature Picture Library

Der große Raum im Inneren des Vulkans ist übrigens ein echtes Naturwunder, denn normalerweise wird die Magmakammer, in der sich das flüssige Gestein anstaut und auf den Ausbruch wartet, nach der Eruption von kalter, harter Lava verschlossen.

Im Thrihnukagigur scheint es aber so, als sei die Magma unterirdisch abgeflossen. Zurückgelassen hat sie einen bunten Hohlraum, dessen Besichtigung du dir während deines Island-Trips nicht entgehen lassen solltest.