Verbraucherzentrale mahnt Ryanair wegen Handgepäck-Regel ab

Handgepäckregelung: Verbraucherschutz mahnt Ryanair ab

Schon länger stehen die neuen, strengeren Handgepäckregeln der irischen Billig-Airline in der Kritik. Der Verbraucherzentrale Bundesverband leitet jetzt rechtliche Schritte ein – und mahnt Ryanair ab.

Ryanair-Passagiere beim Boarden am London Stansted Airport.
Verbraucherschützer werfen Ryanair hinsichtlich der neuen Handgepäckregelungen Irreführung vor. (Symbolfoto)

Foto: imago/Peter Sandbiller

Seit rund drei Wochen gilt die neue Handgepäckregelung von Ryanair. Diese sieht vor, dass Passagiere nur noch ein kleines Gepäckstück kostenlos mit in die Kabine nehmen dürfen. Obwohl die Airline immer wieder beteuerte, dass dadurch den meisten Kunden keine zusätzlichen Gebühren entstehen würden, waren viele Passagiere sauer. 

Und auch offizielle Behörden wollen die Änderungen nicht hinnehmen. Die italienische Kartellbehörde hat die Einführung der neuen Handgepäckgebühren bereits verhindert.

Jetzt setzen deutsche Verbraucherschützer zum Schlag gegen den irischen Billigflieger an. 

Verbraucherschützer bemängeln unklare Angaben zum zulässigen Hangepäck

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) hat Ryanair wegen unzureichender Preisangabe und Irreführung abgemahnt. Das gab der Verband am heutigen Mittwoch bekannt. 

Die Begründung: Die Airline mache auf ihrer Website und im Buchungsvorgang unterschiedliche Angaben. Dadurch sei unklar, welche Gepäckstücke kostenfrei mitgenommen werden dürfen. Mal sei von einem kleinen Gepäckstück, dass unter den Sitz passt, mal von den genauen Maßen (40 Zentimeter mal 20 Zentimeter mal 25 Zentimeter) die Rede. Zudem werde durch die neue Regelung der Flugpreis indirekt erhöht.

Auch die Politik sollte Ryanairs Regelungen unterbinden

Zudem sieht der Verband die Politik am Zug. Die Bundesregierung müsse prüfen, „welches Gepäck als wesentlicher Bestandteil einer Flugreise ohne zusätzliche Kosten befördert werden muss“, sagt Marion Jungbluth, Leiterin des Teams Mobilität und Reisen beim VZBV.

Ryanair bezeichnet die „Behauptungen“ des VZBV als inkorrekt. Die Gepäckbestimmungen seien aus Sicht des Unternehmens sichtbar und transparent aufgeführt.

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