Montecristo: Auf diese Insel dürfen pro Jahr nur 1.000 Touristen

Auf diese Insel dürfen pro Jahr nur 1.000 Touristen

Du suchst für deinen Urlaub ein absolut nicht überlaufenes Ziel? Dann sollte Montecristo ganz oben auf deine Liste. Aber du musst Geduld haben, auf den Besuch auf der Insel musst du nämlich drei Jahre warten.

Wenn das kein Geheimtipp ist: Auf einen Besuch auf Montecristo musst du im Durchschnitt drei Jahre warten.
Wenn das kein Geheimtipp ist: Auf einen Besuch auf Montecristo musst du im Durchschnitt drei Jahre warten.

Foto: imago/Westend61

Montecristo ist einer der exklusivsten Orte in ganz Italien: Pro Jahr dürfen lediglich 1.000 Besucher auf die Insel – und das auch nur in einem Zeitraum von zweieinhalb Monaten.

Montecristo: Für diese Insel brauchen Touristen eine Genehmigung

Wer sie betreten will, muss eine Genehmigung beantragen. Und wenn die erteilt wurde, müssen Touristen im Durchschnitt drei Jahre lang warten, bis sie endlich auf die Insel dürfen. Aber: Die Geduld lohnt sich!

Montecristo ist mit 10,4 Quadratkilometern die viertgrößte und am weitesten vom Festland entfernte Insel des toskanischen Archipels. Bis zum 16. Jahrhundert war sie die Heimat einer Klostergemeinde, doch heute ist sie bis auf eine kleine Wildhüterstation komplett unbewohnt. Übernachtungen sind dort nicht erlaubt.

Die Insel hat zwar keinerlei touristische Infrastruktur, dafür aber jede Menge atemberaubende Landschaft. Die gesamte Insel steht unter Naturschutz, um ihre Einzigartigkeit zu schützen. Nur auf drei Wanderwegen dürfen Urlauber Montecristo erkunden.

Die Insel hat eine der ursprünglichsten Pflanzenwelten im gesamten Mittelmeerraum – mit Erika, Rosmarin, Zistrose und italienische Strohblumen. Die Pflanzen sind alle nur mittelhoch, sodass es auf Montecristo kaum Schatten gibt.

Zudem leben auf der Insel viele Tierarten, darunter eine sehr seltene Froschart sowie seit mehreren Hundert Jahren auch wilde Ziegen. Diese kamen vermutlich mit Seefahrern nach Montecristo. 

Außerdem machen zahlreiche Zugvögel auf ihrem Weg Richtung Süden und zurück auf der Insel Station.

Die Insel wurde durch den Roman „Der Graf von Monte Cristo“ berühmt

Gebäude gibt es neben der Wildhüterstation nur noch zwei: Die Villa Reale in der Bucht Cala Maestra, die im 19. Jahrhundert gebaut wurde und heute ein kleines Naturkundemuseum beherbergt, und eine Klosterruine.

Dieses Gebäude wurde im Jahr 1553 von Piraten zerstört, heute ist die Ruine – die auf einem Hügel über dem tiefblauen Tyrrhenischen Meer thront – halb von Sträuchern und Gräsern überwachsen.

Und über der ganzen Insel schwebt der Mythos des „Grafen von Monte Cristo“ – der Abenteuerroman handelt vom jungen Seemann Edmond Dantès, der einen auf Montecristo vergrabenen legendären Schatz findet. Die Insel im Roman hat allerdings wenig mit der echten zu tun.

Wer auf die Insel will, darf das nur im Rahmen eines geführten Tagesausflugs. Eine Fährverbindung gibt es nicht, Besucher müssen sich individuell ein Boot mieten – und das geht nur mit der Genehmigung der italienischen Behörden.

Die wird nur für Zeiträume zwischen dem 1. und 15. April sowie zwischen dem 31. August und dem 31. Oktober ausgestellt.

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