Pleite-Airline: Air Berlin schuldet Kunden noch Millionen

Pleite-Airline Air Berlin schuldet Kunden noch Millionen

200.000 Flugtickets verloren mit der Einstellung des Air-Berlin-Flugbetriebes ihre Gültigkeit – und nach wie vor warten Zehntausende Kunden der Pleite-Airline auf die Erstattung des Flugpreises.

Die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin stellte vor einem Jahr ihren Flugbetrieb ein.
Die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin stellte vor gut einem Jahr ihren Flugbetrieb ein.

Foto: imago/Future Image

Air-Berlin-Tickets mit der Kennung „AB“ gehören der Vergangenheit an: Nachdem die Pleite-Airline Ende Oktober 2017 den Flugbetrieb einstellte, waren 200.000 Tickets ungültig – und die ehemals zweitgrößte Airline Deutschlands schuldet den Kunden noch immer etliche Millionen.

Air Berlin: 13,6 Millionen Euro liegen noch auf Treuhandkonto

Nach einem Bericht des Wirtschaftsmagazins „Capital“ liegen seit mehr als einem Jahr 13,6 Millionen Euro auf einem Treuhandkonto. Dieses war als Sicherheit für Kunden eingerichtet worden, die noch nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens einen Flug gebucht hatten.

Die Airline hatte nach der Stellung des Insolvenzantrages am 15. August zunächst dafür geworben, dass Kunden weiterhin Tickets kaufen sollen. Air Berlin sollte weiterfliegen, bis die Airline verkauft wurde. 

Die deutsche Bundesregierung half mit einem 150-Millionen-Euro-Überbrückungskredit, Lufthansa galt als aussichtsreichster Kandidat für die Übernahme. Doch die Rettungsaktion scheiterte, Air Berlin stellte den Flugbetrieb am 27. Oktober ein

Treuhänder und Insolvenzverwalter bestätigten dem Magazin, dass bislang lediglich 2 Millionen Euro von dem Konto erstattet wurden.

Aber warum läuft das so schleppend? Gründe seien teils kritische Rückzahlungsverfahren, zum Beispiel mit Kreditkartenanbietern, und bislang nicht eingegangene Erstattungsanträge.

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