Italien kommt einfach nicht zur Ruhe: Heftige Unwetter wüten weiter – besonders hart getroffen hat es jetzt die süditalienischen Regionen Apulien, Kalabrien und Kampanien. Dort haben sich am Dienstag mehrere Tornados gebildet und für Zerstörung gesorgt.

Die Amalfiküste wurde von einem schweren Hagelsturm getroffen, Körner so groß wie Walnüsse prasselten auf die Erde, berichtet die Website „Amalfi Notizie“.

Riesige Wasserhose rollt auf Ferienort Salerno zu

In Salerno, einem Ferienort südöstlich von Neapel, filmten mehrere Menschen, wie eine riesige Windhose über das Meer auf den beliebten Ferienort zurollte. Am Hafen wirbelte sie Schiffscontainer wie Spielzeug durch die Luft, zwei Hafenarbeiter wurden verletzt.

Die Wasserhose war auch aus mehreren Kilometern Entfernung zu sehen. Eine Frau, die sie aus ihrer Wohnung heraus filmt, kommentiert: „Mamma mia…“

Viele Bewohner und Urlauber hatten Angst, dass sich der Tornado der Straße und den Häusern nähern könnte. Doch glücklicherweise gab es außerhalb des Hafengebietes keine Verletzten und nur geringfügige Schäden – zum Beispiel brachen Fenster und Windschutzscheiben.

Tornado trifft auf Zug – mehrere verletzte Reisende

Anders sah es in in der Stadt Cutro und am Bahnhof der Gemeinde Roccabernarda aus, dort bildeten sich zwei Tornados. In Roccabernarda hob der Wirbelsturm einen Zug beinahe aus den Gleisen. Zahlreiche Fenster in den Waggons zerbarsten, einige Passagiere wurden durch Glassplitter verletzt, wie die Lokalzeitung „Corriere della Calabria“ berichtet. 

Auch andere Regionen im Mittelmeer kommen nicht zur Ruhe. So hatte auf Teneriffa am Sonntag eine mehrere Meter hohe Riesenwelle Balkone eines Hochhauses am Strand mitgerissen.