Der Lufthansa-Pilot sprach Englisch, die Fluglotsin im Tower Spanisch: Offenbar aufgrund von Sprachproblemen entgingen zwei Flugzeuge nur knapp einer Katastrophe, wie die kolumbianische Zeitung „El Espectador“ berichtet.

Aufgrund schlechter Wetterverhältnisse wurde der Lufthansa-Flug 542, der am Samstag auf dem Weg von Frankfurt nach Bogotá war, in das 300 Kilometer südwestlich gelegene Cali umgeleitet. Der Pilot soll der Fluglotsin im Tower auf Englisch gesagt haben, dass er in den Sinkflug gehen müsse.

Sprachprobleme zwischen Tower und Lufthansa-Pilot

Doch die Fluglotsin erwiderte, er solle weiter über dem Gebiet kreisen, bis er eine Landeerlaubnis bekomme, wie ein Sprachmitschnitt zeigt, den die kolumbianische Flugsicherheitsbehörde veröffentlicht hat.

Zeitgleich wartete auch ein Flugzeug von Avianca auf eine Landeerlaubnis. Der Pilot mischt sich in die Kommunikation ein, weil er die Sprachprobleme bemerkt. Die beiden Maschinen seien sich „sehr nahe“ gekommen, so der Avianca-Pilot in dem Audiomitschnitt.

Er sagt weiter, dass der Lufthansa-Kollege nicht verstehe, was die Fluglotsin auf Spanisch sage. „Drücken Sie sich bitte klarer aus und holen Sie jemanden zu Hilfe, wenn Sie den Mann nicht verstehen.“

Kolumbiens Flugsicherheitsbehörde Aeronáutica Civil leitete gestern eine Untersuchung des Vorfalls ein. Sie betonte jedoch, dass die Sicherheit zu keiner Zeit beeinträchtigt gewesen sei. Die Lufthansa-Maschine landete schließlich sicher um 23.13 Uhr in Bogotá.