Fake-Bewertungen: Bewertungsportale fallen bei TV-Check durch

Fake-Bewertungen: Portale fallen bei TV-Check durch

Wie echt sind eigentlich die Bewertungen auf Portalen wie TripAdvisor, Holidaycheck und Google? Offenbar haben alle ein Problem mit Fake-Bewertungen, wie das Ergebnis eines neuen Checks zeigt.

Die Bewertungsportale Holidaycheck und TripAdvisor kommen bei einem TV-Check nicht gut weg.
Die Bewertungsportale Holidaycheck und TripAdvisor kommen bei einem TV-Check nicht gut weg.

Foto: imago/Arnulf Hettrich

Ein Drittel aller TripAdvisor-Bewertungen sollen Fakes sein – diese Nachricht sorgte vor einigen Wochen für mächtig Aufregung. Eine verdeckte Recherche der „Sunday Times“ ergab, dass einige Websites gute Bewertungen verkauften und dass Restaurants und Hotels diese Seiten nutzten. Das Bewertungsportal wies die Vorwürfe zurück. 

Doch ein weiterer Check wirft jetzt erneut ein schlechtes Licht auf die Glaubwürdigkeit der Bewertungen auf TripAdvisor sowie Holidaycheck und Google. Dort informieren sich Urlauber gern über Hotels, Restaurants und Bars am Reiseziel.

TV-Magazin kauft Fake-Bewertungen – sie werden veröffentlicht

Das TV-Magazin „Plusminus“ hat mehrere Bewertungsportale getestet. Es kaufte gemeinsam mit einem Hotelbesitzer bei einem der einschlägigen Anbieter Hotelbewertungen für Google, Holidaycheck und TripAdvisor.

Das schockierende Ergebnis: Alle 13 Fake-Bewertungen wurden auf den Portalen veröffentlicht, bei TripdAvisor konnte sich das Hotel durch fünf neue Top-Bewertungen im Ranking von 3,5 auf vier Sterne verbessern. 

Auch dieses Mal weist TripAdvisor die Vorwürfe zurück, berichtet „reisevor9“: „Es ist ein wenig aussagekräftiges Experiment, ein paar falsche Bewertungen zu erstellen und uns damit ertappen zu wollen, weil sich das von den Betrugsversuchen, die wir täglich sehen und gegen die wir vorgehen, unterscheidet“, heißt es in einer Stellungnahme. Die Betrüger seien nicht daran interessiert, eine kleine Anzahl gefälschter Bewertungen zu veröffentlichen. 

Holidaycheck hingegen räumte die Panne ein – die Fake-Bewertungen seien „durchgeschlüpft“ und nicht von Mitarbeitern überprüft worden. „Wenn gerade solche unauffällig geschriebenen einzelnen Texte abgegeben werden bei uns auf dem Portal, kann es natürlich sein, dass die technische Prüfung das nicht im ersten Schritt identifiziert“, sagte Georg Ziegler, der für Holidaycheck-Inhalte Verantwortliche, bei „Plusminus“.

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