Travel Risk Map: Die sichersten und gefährlichsten Reiseziele 2019

Die sichersten und gefährlichsten Reiseziele 2019

Welches sind die gefährlichsten Reiseziele im Jahr 2019? Und welche sind so sicher, dass wir unbesorgt Urlaub machen können? Die „Travel Risk Map“ zeigt, wo Sicherheits- und Gesundheitsrisiken extrem hoch sind.

Politische Gewalt, Terrorismus und soziale Unruhen beeinflussen die Reisesicherheit.
Politische Gewalt, Terrorismus und soziale Unruhen beeinflussen die Reisesicherheit.

Foto: Travel Risk Map

Safety first gilt bei vielen Menschen auch beim Reisen. Und in vielen Köpfen wird die Welt immer unsicherer – Terroranschläge, Umweltkatastrophen und politische Unruhen tun ein Übriges. Aber: Wie gefährlich ist Urlaub tatsächlich?

Auskunft darüber gibt die „Travel Risk Map“. Sie zeigt die sichersten und gefährlichsten Reiseziele 2019. Denn es gibt tatsächlich Länder, die sollten nicht unbedingt auf der Reise-Bucket-List landen. 

Die Karte der Reiserisiken wird von International SOS und Control Risk – zwei der weltweit führenden Reisesicherheitsspezialisten – herausgegeben und gibt einen Überblick über Sicherheit, Gesundheitsrisiko und Verkehrssicherheit in allen Ländern der Welt.

Die Ergebnisse der „Travel Risk Map“ basieren auf einer Analyse aus dem laufenden Jahr 2018 sowie einer Prognose für das kommende. Die Analyse des jährlichen Reports ist in erster Linie für Unternehmen und Geschäftsreisende gedacht, bietet allerdings auch eine Orientierung für deine Reiseplanung 2019.

Für die Bewertung der Reisesicherheit haben die Sicherheitsspezialisten International SOS und Control Risk folgende Faktoren untersucht: Politische Gewalt (Terror, Aufstände, Krieg, politisch motivierte Unruhen), soziale Unruhen (mit konfessioneller, kommunaler und ethnischer Gewalt) sowie Klein- und Gewaltkriminalität.

Gefährliche vs. sichere Länder: So hoch ist das Sicherheitsrisiko weltweit

Für die Berechnung des Sicherheitsrisikos wurden die Faktoren Bedrohung von Reisenden, politische Gewalt, Terror, Aufstände, Krieg, soziale Unruhen und Kriminalität ausgewertet. 

Sehr gefährlich, weil das Sicherheitsrisiko extrem hoch ist, ist es in Aghanistan, rund um die Grenze zwischen Ägypten und Israel sowie im Gazastreifen, in Teilen der Demokratischen Republik Kongo, in Libyen, in Mali, in Teilen Nigerias, in Teilen Pakistans, in Somalia, im Südsudan, in Syrien, in Teilen der Ukraine (um Donezk an der Grenze zu Russland), in der Zentralafrikanischen Republik. Auch hier hat sich im Vergleich zur „Travel Risk Map 2018“ nichts geändert.

Absolut ungefährlich ist der Urlaub nur in sieben Ländern, alle liegen in Europa: Dänemark, Finnland, Grönland, Island, Luxemburg, Norwegen, Schweiz und Slowenien. Im Vergleich zum vergangenen Jahr hat sich diesbezüglich nichts geändert.

Karte: So erfahren Reisende, wie sicher ihr Urlaubsziel ist

Reisende können auf einer interaktiven Karte ihr angestrebtes Urlaubsziel oder ein anderes Land suchen und erhalten dann detaillierte Informationen zum Sicherheitsrisiko. Das Risiko wird auf der Karte fünfstufig farblich unterteilt: extrem hohes Sicherheitsrisiko (dunkelrot), hohes Risiko (rot), mittleres Risiko (orange), niedriges Risiko (gelb) und unerhebliches Risiko (grün).

Auswärtiges Amt warnt vor Reisen in diese Länder 

Die Ergebnisse der „Travel Risk Map“ stimmen in weiten Teilen mit den Infos des Auswärtigen Amtes überein. 

Das sind die aktuellen Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes: Afghanistan, Gazastreifen, Irak, Jemen, Lybien, Somalia, Südsudan, Syrien, Zentralafrikanische Republik.

Aktuelle Teilreisewarnungen des Auswärtigen Amtes gibt es für diese Länder: Ägypten, Algerien, Burkina Faso, Demokratische Republik Kongo, Eritrea, Israel, Japan, Kamerun, Libanon, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Palästinensische Gebiete, Pakistan, Philippinen, Tschad, Ukraine.

In Sachen Gesundheitsrisiko sieht es in vielen afrikanischen Ländern nicht gut aus.
In Sachen Gesundheitsrisiko sieht es in vielen afrikanischen Ländern nicht gut aus. Foto: Travel Risk Map

In diesen Ländern ist das Gesundheitsrisiko besonders hoch

Das Gesundheitsrisiko ist besonders in Afrika extrem hoch, nämlich in diesen Ländern: Burkina Faso, Burundi, Eritrea, Guinea, Guinea-Bissau, Haiti, Libyen, Liberia, Niger, Sierra Leone, Somalia, Südsudan, Zentralafrikanische Republik. Weiterhin extrem hoch ist es in Afghanistan, im Jemen, im Irak, in Nordkorea, in Syrien und in Venezuela.

Während das Gesundheitsrisiko in den meisten dieser Länder gleichbleibend extrem hoch ist, ist es in Venezuela angestiegen. Millionen Menschen dort leiden unter Nahrungsmittel- und Medikamentenmangel. 

Um das Gesundheitsrisiko zu berechnen, haben International SOS und Control Risk Faktoren wie Infektionskrankheiten, Umwelt, Standard der medizinischen Notfallversorgung, Zugang zu Arzneimitteln und administrative Barrieren untersucht.

Die Verkehrssicherheit in Afrika ist in weiten Teilen katastrophal.
Die Verkehrssicherheit in Afrika ist in weiten Teilen katastrophal. Foto: Travel Risk Map

Die Verkehrssicherheit ist in Afrika katastrophal

In Sachen Verkehrssicherheit hat sich in Afrika nach Angaben der Sicherheitsexperten im Vergleich zum vergangenen Jahr nichts getan, sie ist in weiten Teilen weiter katastrophal. Außer in Burundi, Algerien, Nigeria, Botswana, Gabun, Marokko und Namibia, wo das Risiko im Straßenverkehr hoch ist, ist es in allen weiteren Ländern extrem hoch. Für Burundi und den Südsudan liegen keine Daten vor. 

Ebenso schlecht ist die Verkehrssicherheit in den südostasiatischen Ländern Thailand und Vietnam sowie in Iran, Kasachstan, Oman und Saudi-Arabien.

Nach Angaben der Sicherheitsexperten haben lediglich 28 Länder weltweit angemessene Gesetze, welche die fünf Risikofaktoren reglementieren: Geschwindigkeit, Fahren unter Alkoholeinfluss, Schutzhelme, Sicherheitsgurte und Kindersitze.

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