Magen-Darm-Virus auf Aida-Kreuzfahrt: Immer mehr Schiffe betroffen

Durchfall-Alarm! Immer mehr Aida-Schiffe betroffen

Da vergeht vermutlich selbst den Aida-Kreuzfahrtschiffen das bekannte Lächeln: Innerhalb der vergangenen zwei Monate grassierten auf mindestens vier Schiffen ansteckende Magen-Darm-Viren. Was ist da los?

Auf mehreren Aida-Schiffen gab es Probleme mit Magen-Darm-Viren. (Symbolfoto)
Auf mehreren Aida-Schiffen gab es Probleme mit Magen-Darm-Viren. (Symbolfoto)

Foto: imago/PAN-IMAGES/Nordmann

300 Norovirus-Erkrankte auf der „Aida Prima“, zeitgleich bis zu 300 Passagiere mit einem Magen-Darm-Infekt auf der „Aida Sol“, vergangene Woche erkrankte Urlauber auf der „Aida Mar“ – und parallel herrschte auch auf der „Aida Blu“ akuter Durchfall-Alarm.

Nach der Berichterstattung über die Quarantänezustände bei der Metropolenkreuzfahrt auf der „Aida Mar“ meldeten sich mehrere Aida-Passagiere. Sie sagen: Auf der „Aida Blu“ war es noch schlimmer!

Kreuzfahrt: Auch die „Aida Blu“ von Magen-Darm-Virus betroffen

Vom 28. Oktober bis zum 4. November schipperte das Kreuzfahrtschiff von Venedig nach Kreta – und am fünften Tag kam die Durchsage: einzelne Fälle von Magen-Darm-Infekten. „Was nicht glaubwürdig war. Das Restaurant war nämlich schon am Vorabend halb leer“, sagt Manuela.

Manuela hatte die Kreuzfahrt für sich, ihren Mann und das gemeinsame Kind bereits vor einem Jahr gebucht. Premiumpaket. Außenkabine. Fast 4.000 Euro. Manuela: „Es sollte unsere dritte Aida-Kreuzfahrt werden, wir haben uns sehr gefreut.“

Durchfall auf Kreuzfahrt statt Premiumpaket

Doch statt Traumkreuzfahrt wurde es „wirklich schlimm“. Manuela: „Es ist kein Wunder, dass solche Viren sich auf einem Schiff wie der ‚Aida Blu‘ verbreiten, wenn die Leute mit den Händen ins Essen greifen. Wir waren zum Glück selbst nicht betroffen, aber haben unter den ergriffenen Maßnahmen wirklich gelitten.“

Was sie damit meint: kein Besteck, keine Tassen, keine Tischdecken, nur ein eingeschränktes Buffet, gestrichene Bühnenshows. „Dafür aber die penetrante Sorge, dass wir uns auch was einfangen“, so Manuela zum reisereporter.

Passagierin: „Die Kommunikation auf dem Aida-Schiff war unterirdisch“

Es gipfelte darin, so Manuela und zwei weitere Passagiere dieser Aida-Kreuzfahrt, dass am Samstagabend alle darüber informiert wurden, dass sie am Sonntag das Schiff um 10 Uhr verlassen müssen – egal, ob der Heimflug um 12 Uhr oder um 19 Uhr geht.

Für Manuela die Spitze des Eisbergs. Sie sagt: „Die Kommunikation auf dem Schiff war unterirdisch. Wir haben uns beschwert, aber bisher keine Antwort. Dafür kriege ich aber seit Tagen schon Angebote für andere Kreuzfahrten mit der Aida-Flotte. Die sollen sich lieber erst mal um ihre Probleme kümmern, als die nächste Reise zu bewerben!“

Aida Cruises sagt: Hohe Hygienestandards, kein Problem

Mindestens vier Kreuzfahrtschiffe, auf denen ein Magen-Darm-Virus grassiert – doch die Reederei wiegelt ab. In einer schriftlichen Stellungnahme heißt es: „In den zurückliegenden Sommermonaten traten nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa verstärkt Magen-Darm-Infektionen auf.“

Sobald sich Passagiere mit ersten Symptomen bei der Crew melden, würden „umgehend verstärkte Hygienemaßnahmen eingeleitet“ werden. Und darüber werden „selbstverständlich auch sofort unsere Gäste an Bord informiert“.

Außerdem betont Aida, dass „die Gesundheit unserer Gäste und Crew“ für sie „oberste Priorität“ habe: „Alle Aida-Schiffe unterliegen strengsten Hygienestandards. Unsere Maßnahmen sowie kontinuierlichen Kontrollen liegen über den an Land gültigen Vorschriften.“

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