Weihnachten in Hannover: Nach Hause kommen ist doch am schönsten
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Weihnachten in Hannover: zu Hause ankommen!

Es weihnachtet sehr, die Taschen sind gepackt, es geht Heim, Heim nach Hannover. „Driving Home for Christmas“ schlängelt sich als Ohrwurm durch den Kopf. Zu Hause ist es doch am schönsten...

Brauhaus Pyramide Hannover
Die Pyramide vom Brauhaus Ernst-August läutet jedes Jahr aufs neue die Weihnachtszeit ein.

Foto: Florian Petrow

Weihnachten trudeln sie alle wieder ein, auch die, die es weggezogen hat. Schließlich sind Familie und Freunde oftmals geblieben. Und die Stadt empfängt seine Schäfchen mit wohlig warmer Gewohnheit und ganz viel weihnachtlichen Gerüchen.

Grünkohl mit Schmalz statt roh im Salat

Noch vor der Haustür etwa weiß die Nase, was im Topf köchelt. Grünkohl können andere zum hippen Superfood stilisieren, das man mit Öl gewalkt roh verputzt. Der Niedersachse weiß zumindest im Winter was sich gehört: Ordentlich Schmalz, Wurst und Senf auf dem Teller nämlich! Das ist beileibe nicht das Einzige, was Mensch und Magen hier glücklich macht. Des Deutschen Brot wird vielseits gelobt, ein gutes Gersterbrot vom kleinen Bäcker nebenan kann aber selbst dessen Herz hüpfen lassen, der nur in einen anderen Teil Deutschlands gezogen ist. Dazu dick Butter, Mett oder die geräucherte Knappwurst vom Schlachter.

Leuchtende City

Die deftige Kost bildet zugleich eine perfekte Grundlage, um raus zu gehen. Eine Garantie auf weiße Weihnacht gibt es nicht. Wer in der Innenstadt zu den Schmalzkuchen greift, hat aber ziemlich sicher weißen Puderzucker auf dem Mantel. Die Menschen tummeln sich in der City, um noch letzte Geschenke zu kaufen. Aber man kann das Stressige ja gut mit dem Schönen verbinden. Die Schaufenster sind liebevoll dekoriert, da hat sich schon als Kind mancher die Nase platt gedrückt - und auch Erwachsene schauen noch immer gerne.

Last-Minute-Geschenke besorgen

Während über den Straßen in der Fußgängerzone die Lichter leuchten und dicke Kugeln in den Bäumen hängen, dreht sich in der Mitte die Brauhaus-Pyramide. Vom Ernst-August-Platz über den Kröpcke bis zur Altstadt umgibt die Menschen eine Wolke aus Glühwein, Bratwurst und gebrannten Mandeln. Die Auslage der vielen alteingesessenen Geschäfte in der Innenstadt bietet sicher für jeden ein passendes Geschenk. Hochwertige Trockentücher von I.G. von der Linde für die Mama, Marken-Socken mit Karomuster und Knopf für Papa oder doch eher ein guter Duft von der Parfümerie Liebe, süßer Cord-Rock für die Schwester von Kauf dich glücklich oder ausgiebig eines der anderen Familienunternehmen plündern? Wenn die Qualität stimmt, sorgen selbst klassische Geschenke für Freude.

Auch die Stände auf den Weihnachtsmärkten lohnen durchstöbert zu werden. In der Hütte mit Weihnachts-Krippen kann man unzählige kleine Figuren entdecken, die mit viel Feingefühl und gekonntem Handwerk hergestellt wurden. Körnerkissen zum Einkuscheln, Schokolade in Form von Werkzeugen und handgenähte Mützen werden aus den mit Tannen und Lichterketten geschmückten Holzhäuschen verkauft.

Freunde auf ein heißes Getränk treffen

Alles im Sack, gibt es zur Belohnung ein heißes Getränk im Wunschbrunnenwald. Dicht stehen da die Fichten und Menschen beisammen, aber der Platz reicht immer, um die Tasse auch mal abzustellen. Wer ganz besondere Wünsche hat, kann sein Glück am Holzmarktbrunnen versuchen. Im schmiedeeisernen Gitter ist ein Wunschring eingelassen - eine Drehung und vielleicht bringt der Weihnachtsmann mehr als Materielles.

Finnischer Glögi schlürft sich am besten gleich mit einem Lachs vom Holzbrett auf dem Ballhof, frisch am Feuer gegart. Zuletzt hat sich die ungarische Spezialität Langos, ein ausgebackener Teig mit Knoblauchöl, zu Bratwurst, Fleischspieß, belgischen Pommes und Pilzpfanne gesellt.

Auch die Lister Meile leuchtet weihnachtlich. Wenn das Puppentheater Vorstellung hat, sitzen Horden von Kindern gebannt davor. Die Eltern und schon volljährigen Kinder stehen vor dem Weinhandel Rehwinkel, dort trifft man sich einfach bei einem hausgemachten Glühwein. Gleiches gilt für die Wochenenden auf dem Lindener Berg. Neben dem Kinderkarusell im Miniformat gibt es Stockbrot und urigen Hüttenzauber. Erstmals entsteht in diesem Jahr auch in Herrenhausen am Schloss ein Weihnachtsdorf. Die Kulisse ist schon mal vielversprechend.

Weihnachtsmarkt Lister Meile
Ab November ist es wieder soweit: der traditionelle Weihnachtsmarkt auf der Lister Meile öffnet seine Pforten. Foto: listermeile-hannover.de

Essen gehen mit der Familie

Natürlich lässt sich auch im Warmen gut essen. Die Gastronomie-Szene der Stadt ist groß. Viele Hannoveraner haben Stammrestaurants, in die sie schon seit Kindheitstagen gehen, immer dasselbe Gericht bestellen. Ein Gyros-Pfännchen beim Griechen, Rumpsteak beim Deutschen oder zwischendurch ein Espresso, Antipasti oder Brötchen beim kleinen Eckitaliener, die es so zahlreich gibt. Richtig belohnen kann man sich bei gehobener Küche in der Insel mit Blick auf den klirrend kalten Maschsee oder beim Sterne-Restaurant Jante. Am Leineufer hat sich mit der Stadtmauer ein neues Restaurant etabliert, Anna Leine arbeitet mit den Hannoverschen Werkstätten zusammen und bietet leckeren Kuchen und eine große Auswahl an Tees. Ob in der List, in Linden oder in der Region vom Deister bis Steinhude – überall sind die Restaurants gut besucht.

Winter-Zoo Hannover
Der Winter-Zoo Hannover bietet ab Ende November ein Winterwunderland mit Eislaufbahn, Winter-Markt und Eisstockschießen. Foto: Zoo Hannover GmbH

Kultur und Vergnügen zum Abschalten

Ganz untypisch und deshalb vielleicht sogar umso schöner ist der „Lebende Adventskalender“ in der Oper. Dort gibt es täglich (außer sonntags) kleine Vorstellungen von Ensemble-Mitgliedern - die machen garantiert nicht dick wie Schokoladentäfelchen. Das GOP Varieté hat „Jim Knopf und der Lokomotivführer“ als Weihnachtsmusical und das Wintervarieté mit Akrobatik-Stars aus Vietnam in der Orangerie Herrenhausen im Programm. Auch der Weihnachtscircus macht wieder Halt auf dem Schützenplatz. Beliebtes Ausflugsziel ist zudem der Winterzoo mit Rodelbahn und Schlittschuhfläche. Radio Hannover verwandelt das Eis am Abend in eine Disko. Na, wer kann noch kurven? Ausgiebige Spaziergänge an Leine, Maschsee oder in der Eilenriede machen Nasen rot und Köpfe leer. Auszeit vom Arbeitsalltag.

GOP Wintervarieté Ensemble
Das Wintervarieté des GOP findet vom 24. November 2018 bis 13. Januar 2019 in der Orangerie in den Herrenhäuser Gärten statt. Foto: GOP Gastronomie GmbH & Co. KG

Ruhe vor dem heiligen Sturm

Ist dann endlich Heiligabend, verlagert sich all der Zauber wieder fast ausschließlich auf das eigene Heim. In der Küche werden Mini-Mettbällchen für die Hochzeitssuppe geformt und die Gans im Ofen mit eigenem Saft übergossen. „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, „Sissi“ oder „Der Kleine Lord“ läuft im Fernsehen. Vielleicht muss noch jemand den Baum an einem der Stände an den Straßenecken kaufen, den schönsten zum Glänzen oder den hässlichsten aus Mitleid. Schmücken, Geschenke auspacken, Essen, beisammen Sitzen und Gesellschaftsspiele spielen: ein ideales Weihnachten.

Es lohnt sich aber auch das kuschelige Daheim noch wieder zu verlassen, um am Gottesdienst in der Marktkirche oder einer der Gemeinden der Stadt teilzunehmen. Schließlich hat es einen Grund, warum wir alle an diesen Tagen zusammenkommen. Gerade die Kinder-Krippenspiele sind so süß anzuschauen. Im Bahnhof spielt traditionell um 23 Uhr der Posaunenchor - hunderte schauen zu, das macht Gänsehaut.

Nachtleben Hannover
Auch zwischen den Feiertagen lockt Hannover mit einem angesagten Nachtleben. Foto: Kevin Münkel Fotografie

Feiern weckt Erinnerungen

Traditionell untraditionell gibt es im Capitol am Zweiten Weihnachtsfeiertag „Bagaluten Wiehnacht" mit Torfrock. Schon zuvor geben Terry Hoax dort ein „Terry Christmas“. Die Faust, Baggi und das Palo Palo öffnen spät abends ihre Türen. Man rollt sich nach den Rouladen mit Klößen und Rotkraut einfach in die Bahn, lächelt dem Üstrafahrer nett zu, weil er Dienst hat, trifft alte Schulfreunde und erinnert sich an seine Jugend. Heimkommen tut schon verdammt gut.

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